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Williams holt Snooker-Krone - Nackt-Wette eingelöst

08.05.2018 07:07
Mark Williams hat sich bei der Snooker-WM im Crucible Theatre von Sheffield zum dritten Mal den Titel geholt
© getty, Linnea Rheborg
Mark Williams hat sich bei der Snooker-WM im Crucible Theatre von Sheffield zum dritten Mal den Titel geholt

Der Waliser Mark Williams ist zum dritten Mal Snooker-Weltmeister. Im Duell mit dem Schotten John Higgins gewann der 43-Jährige im englischen Sheffield mit 18:16 und sicherte sich damit seinen dritten Titel nach 2000 und 2003.

Kurios: Williams erschien zur Sieger-PK lediglich in einer Unterhose bekleidet. Nach seinem Sieg in der zweiten Runde gegen Robert Milkin scherzte er, er würde nackt auf die Pressekonferenz kommen, sollte er den Titel holen. Später bestärkte Williams ("Ich bin ein Mann, der zu seinem Wort steht") diesen Entschluss. Gesagt, getan.

"The  Welsh Potting Machine", wie Williams genannt wird, hatte die ersten drei Sessions des Endspiels für sich entschieden und am Montagabend bei einem  Vorsprung von 15:10 zunächst fünf Frames in Serie verloren. 

Beim Stand von 15:15 drehte Williams dann aber auf und siegte. Higgins musste sich wie im Vorjahr gegen den Ranglistenersten Mark Selby im Endspiel geschlagen geben und verpasste damit seinen fünften WM-Titel nach 1998, 2007, 2009 und 2011.

Snooker im Wohnwagen mit ein paar Bier

"Letztes Jahr war ich nicht einmal dabei (Niederlage in der Qualifikation). Letztes Jahr habe ich diesen Kram im Wohnwagen mit einigen Bier geguckt. Ich kann es einfach nicht glauben", so Williams, der eine sportlich überschaubar erfolgreiche Zeit hinter sich hat. "Ich dachte ernsthaft an das Karriereende, aber meine Frau hat gesagt, ich könnte nicht 24 Stunden im Haus liegen und schlafen", so Williams, der klarstellte, dass er die Comeback-Qualitäten von Higgins die ganze Zeit fürchtete.

Bei der 17 Tage dauernden Weltmeisterschaft im Crucible Theatre von Sheffield hatte Williams vor allem durch sein exzellentes Lochspiel bestochen und am grünen Snookertisch kein Risiko gescheut. 

Der Waliser darf sich als Weltmeister über ein Preisgeld von 425 000  Pfund (etwa 480.000 Euro) freuen. Für Higgins gibt es weniger als die Hälfte (180.000 Pfund). Mit der Weltmeisterschaft endet die Snooker-Saison.

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