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Quali-Schwäche: McLaren hofft auf schnelles Aero-Update

03.05.2018 08:18
Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso wollen endlich ins Q3
Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso wollen endlich ins Q3

Besser als vergangenes Jahr, aber bei weitem noch nicht gut genug. So dürfte die McLaren-Bilanz nach den ersten vier Rennen der Formel-1-Saison 2018 ausfallen.

Mit neuem Renault-Antrieb steigerte sich zwar die Zuverlässigkeit und insbesondere Top-Pilot Fernando Alonso konnte sich als eifriger Punktesammler hervortun: War er zum selben Zeitpunkt im Vorjahr noch ohne Punkt, liegt er jetzt mit 28 Zählern auf Rang sechs der Fahrerwertung - noch vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Zählt man die acht WM-Punkte von Stoffel Vandoorne dazu, steht das Team derzeit auf Platz vier der Konstrukteurswertung.

Doch nicht nur Beobachter zweifeln, ob McLaren derzeit nach drei Top-Teams Ferrari, Mercedes und Red Bull wirklich schon "Best of the rest" ist, oder nur von Alonsos Konstanz profitiert. Auch intern steht die Performance des MCL33 auf dem Prüfstand. Fakt ist: In den Qualifyings ist McLaren mit Abstand das langsamste Renault-betriebene Team, Q3 scheint für beide Piloten außer Reichweite. Abhilfe soll nun ein großes Update-Paket beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Spanien in Barcelona, schaffen.

"Am Samstag tun wir uns immer recht schwer. In Barcelona kommt das neue Aerodynamik-Paket, aber 95 Prozent des Feldes werden dort ein Aero-Update bringen. Vielleicht bleibt der Abstand also so, wie er ist, oder wir kommen ein bisschen näher ran oder fallen noch weiter zurück", will sich Star-Pilot Alonso nicht festlegen. "Es liegt an uns, dass das Paket funktioniert und unsere Erwartungen erfüllt. Und dann hoffen wir, dass andere nicht so gut zurechtkommen werden", so der Spanier.

Fehlender Grip?

Intern hat man in Woking bereits eingesehen, dass man die selbstgesteckten Ziele wohl nicht so schnell erreichen kann. Ursprünglich wollte man schon in diesem Monat das Renault-Werksteam überholt haben und Red Bull angreifen, im Sommer hätten Podiumsplätze aus eigener Kraft möglich sein sollen. In Wahrheit aber sind die beiden anderen Teams mit Renault-Power im Qualifying deutlich schneller. Alonso hatte zuletzt in drei Rennen in Folge ein Abonnement auf den 13. Platz im Qualifying.

"Auf den Geraden sind sie langsam. Daher vermute ich, dass sie mit mehr Abtrieb fahren", analysiert etwa Technik-Experte Pat Symonds. Ein Hinweis darauf, dass der MCL33 ohne steile Flügel nicht so viel Grip bietet wie die Wagen der Konkurrenz. Dass McLaren-Technikchef Tim Goss deshalb nicht mehr in Amt und Würden ist, lässt McLaren-Teamchef Eric Boullier zwischen den Zeilen durchblicken: "Ich kann nur bestätigen, dass wir uns laufend hinterfragen, überprüfen und neustrukturieren, ja. Aber das ist Teil des Lebens in einem Formel-1-Team und Teil seiner Entwicklung."

Das neue Aero-Update in Barcelona soll nun zumindest ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein. Alonso, der am kommenden Wochenende sein WEC-Abenteuer mit Toyota beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps startet, muss sich wohl weiter in Geduld üben. "Vielleicht geht es ab sofort in eine neue Richtung", hofft Teamboss Boullier. "Jeder wird etwas Neues bringen, aber nicht jeder wird sich gleich verbessern können, wie Fernando schon sagte." Zumindest will man bei McLaren nun weiter dranbleiben, um den Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. "In Monaco kommt ein weiteres Update, in Kanada auch und ebenso in Silverstone", verspricht der Franzose.

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