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Feigenbutz oder Abraham? Auf Zeuge warten deutsche Gegner

25.03.2018 12:18
Auf Tyron Zeuge wartet ein deutscher Gegner
© getty, Alexander Koerner
Auf Tyron Zeuge wartet ein deutscher Gegner

Gerade einmal 203 Sekunden reichten Don King, um Tyron Zeuge eine glänzende sportliche Zukunft zu prophezeien. "Er ist ein smarter Junge, sein Name könnte bald um die Welt gehen", tönte der mittlerweile 86 Jahre alte Promoter in gewohnter Manier, der alte und neue WBA-Weltmeister im Super-Mittelgewicht lächelte nur schüchtern dazu.

Denn der 25 Jahre alte Berliner wusste nur zu gut, dass der King-Schützling Isaac Ekpo in Hamburg kein echter Prüfstein für ihn war. Einen derart schnellen vorzeitigen Sieg hatte aber nicht einmal TV-Partner Sport1 dem aktuell einzigen deutschen Box-Weltmeister zugetraut. Der Sender zeigte noch Werbung, als Zeuge seinen Gegner aus Nigeria gleich zu Beginn der zweiten Runde zu Boden schlug.

Ein Malheur, das sich bei der nächsten, dann freiwilligen, Titelverteidung von Zeuge unter keinen Umständen wiederholen darf. Zumal sein Management ihn nun gegen deutsche Kontrahenten in den Ring schicken will. Ein Kampf gegen Jungstar Vincent Feigenbutz oder ein Duell mit Altmeister Arthur Abraham - über beide Varianten wird bei Sauerland Event nachgedacht.

Brähmer will Kampf gegen Feigenbutz

Zeuges Trainer Jürgen Brähmer bevorzugt dabei einen Fight gegen Feigenbutz, drei Jahre jünger als sein Schützling. "Das wäre doch ein spannender Kampf, den man in Deutschland sehen will. Tyron hat in seinen letzten Kämpfen viel an Erfahrung gewonnen und ist jetzt soweit, zwölf Runden auf technisch hohem Niveau zu gehen", sagte der 39-Jährige.

Ex-Champion Abraham wäre wahrscheinlich die leichtere Aufgabe. Der Berliner gehörte zu den 3.500 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Halle am Inselpark. Voraussetzung für einen derartigen Vergleich wäre aber ein erfolgreiches Comeback des gebürtigen Armeniers am 28. April in Offenburg gegen den Dänen Patrick Nielsen. Zuletzt hat "King Arthur", 38 Jahre alt, zwei von vier Kämpfen verloren.

Dem aktuellen Champion Zeuge ist es nach eigenem Bekunden egal, wer ihm vor die Fäuste gestellt wird: "Ich überlasse meinem Management, was da passiert. Ich weiche keinem aus", sagte er. Und ein schöner Nebeneffekt deutscher WM-Duelle: Der wertvolle Titel bliebe unabhängig vom Ergebnis im Lande.

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