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König Kamil krönt seine perfekte Saison

25.03.2018 11:33
Weltcup-Gesamtsieger Kamil Stoch flog auch in Planica allen davon
Weltcup-Gesamtsieger Kamil Stoch flog auch in Planica allen davon

Die deutschen Skispringer haben im letzten Wettbewerb einer langen Saison das Podest klar verpasst. Beim Weltcup-Finale auf der Flugschanze im slowenischen Planica kam Richard Freitag als bester DSV-Adler auf Platz sechs. Den Sieg und die Krönung eines herausragenden Winters sicherte sich der Pole Kamil Stoch, der bereits als Gewinner des Gesamtweltcups feststand.

"Es war eine Supersaison mit vielen Highlights, auch wenn die letzten drei Wochen nicht mehr einfach waren", sagte Bundestrainer Schuster. Mehr als ein sechster Platz für Freitag beim zehnten Saisonsieg des alles überragenden Polen Kamil Stoch im abschließenden Einzelfliegen war für seine sichtlich auf dem Zahnfleisch gehenden Schützlinge nicht mehr drin: "Heute war es nochmal ganz gut. Man muss allerdings akzeptieren, dass zum Schluss ein wenig zum Podest fehlte."

Genau 128 Tage nach dem Auftakt im vergangenen Herbst in Wisla/Polen und fünf Tage nach dem meteorologischen Frühlingsanfang setzte sich Vierschanzentournee-Sieger Stoch mit Flügen auf 245,0 und 234,5 m (455,6 Punkte) durch. Für Stoch war es der zehnte Saisonsieg und der 31. Erfolg seiner Karriere. Er hatte bereits am Freitag das erste Einzelfliegen in Planica gewonnen.

Zweiter wurde Österreichs Weltrekordler Stefan Kraft (440,1). Damit blieb die einstige Skisprung-Nation Nummer eins erstmals seit 17 Jahren ohne Saisonsieg. Auf Platz drei kam Norwegens Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande (439,6). Dessen Landsmann Andreas Stjernen sicherte sich mit Platz fünf den Sieg im Skiflug-Weltcup.

Das finale Klassement des Skisprung-Weltcups

Hinter dem Gesamtweltcupzweiten Freitag, der am Samstag die DSV-Adler auf Platz zwei hinter Norwegen im Teamwettbewerb geführt hatte und noch einmal mit Flügen auf 232,5 sowie 237,5 m überzeugte, war überraschend Karl Geiger als starker Siebter zweitbester Deutscher.

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler wurde Zwölfter. Olympiasieger Andreas Wellinger, der die Qualifikation für das erste Einzelfliegen am Freitag noch verpasst hatte, zeigte sich verbessert und belegte Rang 16. Pius Paschke wurde 28., Stephan Leyhe kam auf Rang 30.

Freitags Höhenflug und Wellingers Olympia-Gold

Es war eine Saison, die mit Freitags Höhenflug (drei Siege und vier zweite Plätze bis zu seinem üblen Sturz am 1. Januar in Innsbruck) begann und mit Andreas Wellingers Olympiasieg ihren Höhepunkt fand, in der den DSV-Adlern zum Ende hin aber merklich die Luft ausging. Nach 15 Podestplätzen in den 15 Einzelspringen vor den Winterspielen in Pyeongchang folgte in den acht danach bis Saisonende nur noch einer (Platz zwei für Eisenbichler in Lahti).

Wellinger war mit drei Olympia-Medaillen und Platz zwei bei der Vierschanzentournee zwar gemeinsam mit Freitag der große deutsche Gewinner. Doch sein Ziel, "einmal von November bis März auf hohem Niveau durchzuspringen", erreichte er nicht. Sein letzter Saisonmonat war eine Klasse schlechter als noch im Vorwinter, am Donnerstag war Wellinger gar in der Qualifikation für den ersten Einzelwettkampf in Planica gescheitert.

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