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DSV-Adler fliegen bei Stoch-Sieg nur hinterher

23.03.2018 17:04
Kamil Stoch war wieder einmal nicht zu schlagen
© getty, Stanko Gruden/Agence Zoom
Kamil Stoch war wieder einmal nicht zu schlagen

Ein nimmermüder Richard Freitag hat beim Fliegen in Planica Platz zwei im Gesamtweltcup gesichert. Das Maß der Dinge ist erneut Kamil Stoch.

Die DSV-Adler kriechen auf dem Zahnfleisch dem Saisonende entgegen - nur Richard Freitag bekommt nicht genug. "Fliegen vor dieser Bergkulisse, was kann es Schöneres geben", sagte Freitag, nachdem er als Sechster in Planica beim vorletzten Einzelwettkampf seines besten Karriere-Winters Platz zwei im Gesamtweltcup perfekt gemacht hatte: "Das hat heute wieder richtig Spaß gemacht - es sind noch Reserven da."

Das Podest verpasste der 26 Jahre alte Sachse beim Erfolg des schon als Weltcupsiegers feststehenden Polen Kamil Stoch zwar um rund zehn Meter, dennoch kann Freitag im abschließenden Einzel am Sonntag nicht mehr vom Norweger Daniel Andre Tande verdrängt werden. Skiflug-Weltmeister Tande war wie Olympiasieger Andreas Wellinger in Planica in der Qualifikation ausgeschieden.

Schuster mit Lob für Freitag

Bundestrainer Werner Schuster war mit seinem einzigen noch konkurrenzfähigen Springer zufrieden: "Richard hat einen guten Wettkampf gemacht, es freut mich für ihn."

Stoch flog bei seinem 30. Karrieresieg auf 245,0 sowie 234,0 m und setzte sich mit 455,9 m vor dem Norweger Johann Andre Forfang (452,2) und Weltrekordler Stefan Kraft aus Österreich (443,0) durch. Freitag, der mit 234,5 und 232,0 m auf 431,2 Punkte kam, lag rund zehn Meter hinter Kraft zurück.

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler blieb als 15. mit 218,5 und 224,0 m hinter den Erwartungen zurück. Stephan Leyhe zeigte als 21. (215,0+211,0 m) eine solide Leistung. Andreas Wank als 24. (210,0+215,5 m) und Pius Paschke als 27. (210,5+219,0 m) sammelten ebenfalls noch Weltcup-Punkte.

Schlierenzauer nur schwacher 19.

Gregor Schlierenzauer, der am Donnerstag in der Qualifikation mit 253,5 m Krafts Weltrekordweite egalisiert, dabei aber in den Schnee gegriffen hatte, kam diesmal nicht über 210,5 und 194,0 m sowie Platz 19 hinaus.

Der derzeit völlig außer Form springende Wellinger hatte als 56. die Qualifikation für den Wettkampf der besten 40 klar verpasst. Es war das erste Mal in Wellingers Karriere, dass er in einer Vorausscheidung scheiterte. Auch Tande, Sloweniens Jungstar Domen Prevc sowie der Team-Olympiazweite Karl Geiger waren in der Qualifikation hängengeblieben.

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