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Norwegen historisch - Bruchlandung für DSV-Adler

17.03.2018 18:01
Andreas Wellinger und die DSV-Adler stürzten in Vikersund ab
Andreas Wellinger und die DSV-Adler stürzten in Vikersund ab

Die deutschen Skispringer um einen schwachen Olympiasieger Andreas Wellinger haben beim Teamfliegen im norwegischen Vikersund das Podest klar verpasst. Beim historisch souveränen Sieg von Weltmeister Norwegen kam das DSV-Quartett auf Platz vier und lag umgerechnet 70 m hinter dem dritten Rang zurück.

Norwegen, für das Robert Johansson mit 240,5 m den weitesten Flug des Tages erzielte, lag beim überlegensten Sieg in der Geschichte des Skispringens mit 1567,3 Punkten und einem Riesenvorsprung von ungerechnet 221 m (!) vor Polen (1301,7) und Slowenien (1284,0) - nach den ersten sieben Sprüngen hatten die Norweger deutlich mehr Punkte als sämtliche andere Teams mit acht. Deutschand kam auf 1200,0 Zähler.

"Eigentlich dürfte es keine Kraftsache sein, ich fühle mich brutal fit", sagte der ratlose Wellinger in der "ARD", der auf dem norwegischen Monsterbakken in beiden Durchgängen jeweils 60 m auf die Besten einbüßte. Da nur der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler die Erwartungen erfüllte, fällte Bundestrainer Werner Schuster ein vernichtendes Urteil.

"Wir haben ziemliche Defizite", sagte der Österreicher: "Wenn Severin Freund, unser bester Skiflieger, verletzt zuhause ist und dann Andreas Wellinger und Richard Freitag auch nicht ihr Bestes zeigen, dann kriegen wir hier eben eine Riesenpackung." Umgerechnet 70 m lag das deutsche Quartett hinter Platz drei zurück.

Eisenbichler und Freitag überzeugen

Der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler mit starken 237,5 sowie 225,5 m und der Flug-WM-Dritte Richard Freitag mit bei sehr schlechten Windbedingungen noch ordentlichen 184,5 sowie 215,5 m sorgten immerhin noch für Schadensbegrenzung.

Der im Vorjahr an gleicher Stelle erzielte Weltrekord des Österreichers Stefan Kraft (253,5) geriet nicht in Gefahr. Der deutsche Rekord von Eisenbichler (248,0/Planica 2017) blieb ebenfalls unangetastet.

In der Gesamtwertung der Raw-Air-Serie büßte der Pole Kamil Stoch etwas an Vorsprung ein, führt im Kampf um die 60.000 Euro Siegprämie aber noch deutlich.

Am Sonntag steht in Vikersund zum Raw-Air-Abschluss ein Einzelfliegen an, für das fünf deutsche Springer qualifiziert sind.

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Raw Air 2017/2018

1NorwegenNorwegen1567.30
2PolenPolen1301.70
3SlowenienSlowenien1284.00
4DeutschlandDeutschland1200.00
5ÖsterreichÖsterreich1172.80
6JapanJapan1073.60
7RusslandRussland735.00
8SchweizSchweiz664.90
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