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"Kein Weltuntergang": S04 fährt Millionen-Verlust ein

14.03.2018 16:14
Der FC Schalke 04 hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen
Der FC Schalke 04 hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen

Ohne Europapokal und den Verkauf eines weiteren Jungstars hat Fußball-Bundesligist Schalke 04 im Geschäftsjahr 2017 ein Minus von 12,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz sank von 265,1 auf 240,1 Millionen Euro.

Das geht aus dem Bericht hervor, den Finanzvorstand Peter Peters am Mittwoch vorstellte. "Es ist kein Weltuntergang, wenn wir ein Jahr nicht im europäischen Wettbewerb spielen", sagte Peters und verwies auf Zuwächse in allen operativen Geschäftsbereichen: "Im Basisgeschäft haben wir eine enorme Stärke."

Die Erlöse aus dem Spielbetrieb stiegen um 6,5 auf 37,6, aus den medialen Verwertungsrechten mit dem neuen TV-Vertrag um 5,0 auf 81,2, im Merchandising um 1,1 auf 16,3 und im Sponsoring um 0,4 auf 70,9 Millionen Euro. Aber auch die Finanzverbindlichkeiten wuchsen von 129,7 auf 142,0 Millionen Euro - vor allem weil die Königsblauen ihr Vereinsgelände modernisieren und erweitern. Insgesamt sollen in zwei Bauabschnitten 90 Millionen Euro investiert werden.

Für das Jahr 2018 geht Peters von "weiter steigenden Erlösen und einem positiven Konzernergebnis" aus. Er plane mit einem Umsatz über 257 Millionen Euro und einem positiven Ergebnis im mittleren einstelligen Millionen-Bereich. "Unser Lizenzantrag geht von der Europa-League-Teilnahme aus", erklärte der Finanzvorstand, darin seien Mehreinnahmen von 15 Millionen kalkuliert.

Sollte sich der aktuelle Bundesliga-Zweite für die Champions League qualifizieren, würde dieser Posten deutlich steigen, weil in der nächsten Saison in der Königsklasse höhere Prämien als bisher an die Klubs ausgezahlt werden.

Gehaltskosten für Profikader gestiegen

Dass der Traditionsklub ein Minus machte, lag vor allem an den deutlich gesunkenen Transfererlösen. Statt 50 Millionen Euro wie 2016 durch den Verkauf des Jungstars Leroy Sané kassierten die Gelsenkirchener nur zwölf Millionen. 2015 hatte Weltmeister Julian Draxler 40 Millionen in die Kasse gespült. Zudem fehlten 15 Millionen aus dem internationalen Wettbewerb, der Umbau der Mannschaft mit der Trennung von Trainer Markus Weinzierl schlug noch einmal mit acht Millionen zu Buche. Vor allem aus diesem Grund stiegen auch die Gehaltskosten für den Profikader von 80 auf 92 Millionen.

Größere finanzielle Flexibilität bekommt der Klub zu Beginn des nächsten Jahres, wenn er seine letzte Rate für die 2001 eröffnete Arena zahlt. "Das ist ein riesiger Schritt, wir haben dann das Projekt erfolgreich abgeschlossen", sagte Peters. Das Schalker Stadion kostete 260 Millionen Euro, "wir haben die Bankverbindlichkeiten in 18 Jahren zurückgeführt."

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund14113039:142536
2Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1492333:161729
3Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern1483328:181027
4RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig1474324:131125
5Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt1472530:171323
6Hertha BSCHertha BSCHertha BSC1465322:20223
71899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim1464430:21922
8Werder BremenWerder BremenSV Werder1463524:23121
9VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1454520:20019
101. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 051454513:15-219
11Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1453620:25-518
12SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg1445519:22-317
13FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 041442815:20-514
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburg1434720:23-313
151. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg1425714:33-1911
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart143299:29-2011
17Hannover 96Hannover 96Hannover 961424816:29-1310
18Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf1423914:32-189
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