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Angeblasener Heckflügel: FIA warnt Formel-1-Teams

13.03.2018 21:10
Keine Lust auf Trickserei: Charlie Whiting
Keine Lust auf Trickserei: Charlie Whiting

Bei der Präsentation des 2018er-Autos ließ Renault viele Fragen offen. Der Großteil des Anfang Februar online präsentierten Boliden trug Teile des 2017er-Autos an sich. Erst bei den Testfahrten in Barcelona lüftete Renault sukzessive das Geheimnis um den RS18 und überraschte mit etlichen Detaillösungen.

Neben einem komplett neuen Frontflügel bestach allen voran das Heck des neuen Renault. Dort nämlich ist der Auspuff um fünf Grad nach oben geneigt, um so direkt den Heckflügel mit heißer Luft anzublasen. Um zu vermeiden, dass der Flügel Schaden nimmt, sind die angeblasenen Carbonprofile metallisch verstärkt.

Zwar befindet sich Renault mit dieser Lösung innerhalb der vom Technischen Formel-1-Reglement festgesetzten Grenzen des Erlaubten. Ob man im Sinne der Regeln agiert, steht nach Ansicht der FIA aber auf einem anderen Blatt.

Deshalb warnt FIA-Rennleiter Charlie Whiting die Teams schon jetzt eindringlich davor, mit einem angeblasenen Heckflügel zu tricksen und damit die Entwicklungskosten in die Höhe zu treiben.

"Das Wichtigste ist, dass sie nichts Dummes machen"

"Ich glaube, der Vorteil, den sie (Renault; Anm. d. Red.) daraus ziehen, ist absolut gering", meint Whiting auf Nachfrage von "Motorsport-Total.com", um jedoch umgehend klarzustellen: "Das Wichtigste ist, dass sie nichts Dummes machen und sagen wir mal einen unnatürlichen Motorenmodus fahren."

"Wir haben uns im vergangenen Jahr Sorgen über die Verwendung der Abgase gemacht", so der FIA-Rennleiter und weiter: "Jetzt, da die Heckflügel 150 Millimeter niedriger sitzen als noch in der Saison 2016, ist der potenzielle Vorteil größer. Aus diesem Grund haben wir das Abgasrohr mittig und mit einem Minimalwinkel versehen (im Reglement; Anm. d. Red.)."

"Es gibt aber nach wie vor ein Fenster mit Spielraum", weiß Whiting, der mit Blick auf das Verbot der Monkey-Seats unterhalb des Heckflügels ebenso weiß: "Wir kennen ja die Teams. Wenn man ihnen eine Sache wegnimmt, versuchen sie sich zehn Prozent dessen, was sie hatten, zurückzuholen. Und sie werden es weiter versuchen."

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