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Freitag in Lillehammer Fünfter - Stoch souverän

13.03.2018 18:14
Richard Freitag rutschte nach Platz vier im ersten Durchgang noch auf Rang fünf ab
Richard Freitag rutschte nach Platz vier im ersten Durchgang noch auf Rang fünf ab

Richard Freitag flog und flog, doch dann verließ ihn der Mut: Eine verpatzte Landung hat den Sachsen beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer das sichere Podest gekostet.

Beim erneuten Triumph des Polen Kamil Stoch brach Freitag im zweiten Durchgang den weitesten Flug des Tages bei 141,5 m ab und musste sich letztlich mit Rang fünf begnügen.

"Das ist ein bisschen schade. Ich habe die Landung etwas gekachelt. Das kam aus dem Bauch heraus und ist ärgerlich", sagte Freitag, der vom Bundestrainer dennoch ein Lob erhielt. "Richard hat hier die besten Sprünge seit fast zwei Monaten gemacht, das war ein Schritt nach vorne. Die Leistung heute war definitiv podestreif, daher freue ich mich riesig", sagte Werner Schuster.

Freitag fehlten auf der Olympiaschanze von 1994 umgerechnet eineinhalb Meter zum Treppchen. Ganz oben stand erneut der überragende Stoch, der klar vor seinem Teamkollegen Dawid Kubacki und dem Norweger Robert Johansson seinen sechsten Erfolg der Saison feierte. Olympiasieger Stoch baute damit seine Führung in der Gesamtwertung der "Raw-Air"-Serie weiter aus.

Wellinger wieder blass

Erneut hinter den Erwartungen zurück blieb dagegen Normalschanzen-Olympiasieger Andreas Wellinger, der nur auf dem 13. Platz landete. "Es war heute wechselhaft - von den Bedingungen, aber auch von den Sprüngen", sagte Wellinger. Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Andreas Wank belegten die Ränge 11, 16 und 23.

Für Stoch war es der 28. Weltcup-Sieg seiner Karriere. In der "ewigen" Bestenliste zog der Gewinner der Vierschanzentournee mit dem viermaligen Weltmeister Martin Schmitt auf Rang sechs gleich. Den Rekord hält weiterhin der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 53 Siegen.

In der Gesamtwertung der Norwegen-Tour liegt Stoch mit 1141,5 Punkten somit auch nach acht von 16 Sprüngen klar in Führung. "Kamil ist in einer wahnsinnigen Form. Er macht jeden Sprung wie am Fließband", sagte Polens Nationaltrainer Stefan Horngacher. Hinter Stoch folgen in Johansson (1085,3), Johann Andre Forfang (1055,5) und Andreas Stjernen (1053,5) drei Norweger. Freitag (1026,6) und Wellinger (1010,3) belegen die Positionen acht und neun.

Hilde tritt ab

Abschied nehmen hieß es am Dienstag für Tom Hilde, der in seiner Heimat den letzten Wettkampf seiner Karriere bestritt und auf Rang 39 landete. "Ich war lange genug dabei. Es war keine sehr schwierige Entscheidung, genug ist genug", sagte der 30-Jährige. Hilde hatte bei der Vierschanzentournee zweimal den dritten Rang belegt, 2010 holte er Olympia-Bronze mit der Mannschaft.

Zeit zum Durchatmen bleibt Freitag, Wellinger und Co. nicht: Schon am Mittwoch wird die "Raw Air"-Tour mit der Qualifikation in Trondheim fortgesetzt. Die 2017 eingeführte Serie endet am kommenden Wochenende auf dem "Monsterbakken" in Vikersund, der Gesamtsieger erhält eine Prämie in Höhe von 60.000 Euro.

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