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McLaren-Chef gelassen: Nur "kleine Problemchen"

12.03.2018 10:02
Trotz Schwierigkeiten im Test macht sich Eric Boullier keine großen Sorgen
Trotz Schwierigkeiten im Test macht sich Eric Boullier keine großen Sorgen

Der Wechsel von Honda- zu Renault-Antrieben hat sich für McLaren bislang noch nicht ausgezahlt. Die Formel-1-Mannschaft aus Woking hatte bei den Testfahrten in Barcelona immer wieder technische Probleme.

Die Konsequenz: Der neue McLaren-Renault MCL33 schaffte vor dem Start in die Saison 2018 nur 2.788 Testkilometer. Toro Rosso schaffte mit dem bislang als wenig standfest geltenden Honda-Aggregat über 1.000 Kilometer mehr.

"Wir hatten kleine Problemchen", sagt Teamchef Eric Boullier. "Da lag daran, dass wir nicht zu hundert Prozent vorbereitet waren. Unser Zeitplan war sehr eng, außerdem gab es einige Verzögerungen. Es wird bald ganz bestimmt alles ganz normal laufen."

McLaren geht bei der Integration des Renault-Antriebs einen anderen Weg als das Werksteam der Franzosen und als Red Bull. Dies betrifft vor allem die Kühlung. McLaren hatte immer wieder mit einem Hitzestau unter der Motorabdeckung zu kämpfen.

Die Briten versuchten die zu hohen Temperaturen im Aggregat-Umfeld mit zusätzlichen Schlitzen in der Abdeckung in den Griff zu bekommen. Die gelang nur teilweise. "Es ist eben ein ambitioniertes Design", sagt Boullier.

"Wir mussten bezüglich der Kühlung einige Versuche unternehmen. Nun haben wir sie angepasst. Es läuft", meint der Franzose. Stoffel Vandoorne hatte am Donnerstag tatsächlich problemlos fahren können, aber am Freitag zum Abschluss der Wintertests stand Fernando Alonso mit dem orangen Renner wieder still.

Boullier: "Es wird Stolpersteinchen geben"

Für den Saisonauftakt 2018 in Melbourne ist man im Lager der Mannschaft aus Woking optimistisch. Man werde auch die letzten Kleinigkeiten aussortiert haben. "Aber zu 100 Prozent sicher kann man dennoch nicht sein. Wenn man bei den Tests wenig fährt, ist das Risiko eine Defekts im Rennen höher. Unsere kleinen Probleme waren alle unterschiedlicher Natur. Nun werden die Autos für Australien neu aufgebaut. Das sollte helfen, alle Dinge in den Griff zu bekommen", so Boullier.

"Wir versuchen, McLaren wieder dorthin zu bringen, wo das Team hingehört", stellt Boullier die hohen Ansprüche seines Teams dar. "So etwas geht nicht innerhalb eines Tages, es wird auf dem Weg einige Stolpersteinchen geben. Wir haben es aber keinesfalls verlernt, ein gutes Chassis zu bauen. Das wird man hoffentlich bald auf der Strecke sehen. Wir sind ambitioniert und haben den Mut, einige Risiken einzugehen. Ich weiß nicht, wie wir in Australien abschneiden werden. Ich weiß aber, dass wir noch nie am Limit waren."

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