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Horn nach FC-Pleite angefressen: "Waren viel zu passiv"

12.03.2018 22:58
Timo Horn kritisiert den Auftritt des 1. FC Köln in Bremen
Timo Horn kritisiert den Auftritt des 1. FC Köln in Bremen

Am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte Bayern München das erwartete Schützenfest gegen den Hamburger SV und Leverkusen siegte im dritten Derby der Saison gegen Gladbach. Am Sonntag gelang Borussia Dortmund ein Last-Minute-Sieg gegen Frankfurt. Köln verlor am Montagabend das nächste "Endspiel" bei Werder Bremen. Die Stimmen.

Werder Bremen - 1. FC Köln 3:1

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Das Spiel hat mich ein Jahr gekostet. Wir sind zunächst nicht so in die Tiefe gekommen. Wir haben aber nie die Ruhe verloren und dann unsere Chancen bekommen. Wir müssen nur unsere Konter besser ausspielen, dann ist der Sack früher zu."

Max Kruse (Werder Bremen): "Wir haben jetzt ein gutes Polster, aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir können besser spielen als heute, aber wichtig sind die drei Punkte."

Florian Kainz (Werder Bremen): "Wir freuen uns natürlich riesig über den Sieg und sind sehr erleichtert. Das war ein wichtiger Schritt für uns. Aber wir sind im Abstiegskampf dabei, wir wissen um unsere Situation. Es gibt gar keinen Grund nachzulassen."

Milos Veljković (Werder Bremen): "Ich freue mich über mein Tor und dass ich dem Team helfen konnte. Die Situation vor dem Tor war einstudiert. Schön, dass es auch funktioniert hat."

Maximilian Eggestein (Werder Bremen): "Die Stimmung war in meinen Augen sehr gut, aber die Pfiffe aus dem Publikum haben teilweise echt irritiert."

Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): "Wir müssen das erst mal sacken lassen. Diese individuellen Fehler sind auf jeden Fall zuviel. Wir hatten Möglichkeiten, da muss man dann aber auch mal einen Punch setzen. Es ist schade, denn nach dem 1:1 fühlte es sich kurz an, als würde das Spiel kippen."

Timo Horn (1. FC Köln): "Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu passiv, das kann nicht sein. Und nach unserem Ausgleich kommt das altbekannte Lied: Wir kriegen hinten wieder einen rein."

Claudio Pizarro (1. FC Köln): "Ich fühle mich (in Bremen, Anm.d.Red.) zuhause. Leider ist es für uns heute nicht so gut gelaufen. Für mich ist es immer geil, hier zu spielen. Ich liebe den Verein, die lieben mich, und es ist etwas Besonderes."


Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 3:2

Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund): "In der ersten Hälfte hat man gesehen, dass wir guten Fußball spielen können. In der zweiten Hälfte sind die Frankfurter stärker geworden, haben viel über ihre körperliche Robustheit gemacht; alles kannst du da nicht verteidigen. Wir haben in der zweiten Halbzeit gefightet. Ich hatte das Gefühl, dass die Jungs alles unternehmen, was ihnen möglich ist - und dann wirst du auch mal spät belohnt, wenn du den Faktor Glück auch noch auf deiner Seite hast."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Natürlich ärgert mich das, weil meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Siel gemacht hat. In der ersten Halbzeit Dortmund, in der zweiten wir. Jedes Mal, wenn wir ein Tor gemacht haben, haben wir postwendend einen Gegentreffer kassiert. Nach dem 2:2 hatten wir zu viel Adrenalin."


VfB Stuttgart - RB Leipzig 0:0

Tayfun Korkut (Trainer VfB Stuttgart): "Es ist ein guter Punkt für uns, es hätte auch mehr werden können. Taktisch war das Spiel auf höchstem Niveau. Der Weg ist jetzt kürzer zum Klassenerhalt, aber wir müssen noch Punkte holen, um sicher zu sein."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Die beiden Mannschaften haben sich neutralisiert. Es war kampfbetont. Die großen Aktionen vor dem Tor waren Mangelware. Unser Hauptaugenmerk lag auf der Null. Dafür haben wir mehr Energie aufgewendet als nach vorne. Da war es nicht sehr inspirierend. Wir liegen zwei Punkte hinter einem direkten Champions-League-Platz. Die Reise bis dahin ist noch weit, wir werden das Maximum rausholen."


Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 2:0

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben das Spiel in der Defensive gewonnen. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel. Wichtig war, dass wir heute einen direkten Konkurrenten auf neun Punkte distanziert haben."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Der Sieg für Leverkusen geht völlig in Ordnung. Bayer war die klar bessere Mannschaft. Wir haben im Moment Probleme, das sieht jeder."

Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: "Wir haben eigentlich gut angefangen, nichts wirklich zugelassen. Nach dem Gegentor laufen wir dann hinterher und Leverkusen spielt es dann richtig gut. Wir haben bis zum Ende alles versucht, aber es sollte nicht sein."

... zur aktuellen Schwäche vor dem Tor: "Insgesamt ist das nicht an einer Person festzumachen. Wir tun uns aktuell schwer, das Tor zu machen. Da müssen wir kaltschnäuziger und cleverer sein."

... zur Frage, ob Gladbach noch eine Chance hat, die europäischen Wettbewerbe zu erreichen: "Grundsätzlich sind wir gut daran gelegen, momentan auf uns zu schauen und wieder in die Spur zu kommen."

Lars Bender (Kapitän Bayer Leverkusen) ...

... zum Spiel: "Wir waren von der ersten Minute an wacher und griffiger. Wir haben eine gewisse Reife gezeigt und das war heute der Schlüssel."

... zur Chance, mit zur WM zu fahren: "Vor einem Jahr wurde ich fast als Invalide gesehen. Mein Körper war in einem Schrottzustand und jetzt spiele ich eine gute Saison. Das zählt im Moment."

... zur Frage, ob der Sieg ein entscheidender Schritt Richtung Europa war: "Wir haben die Chance heute genutzt, wir haben uns in eine gute Position gebracht für die nächsten Wochen."


Bayern München - Hamburger SV 6:0

Jupp Heynckes (Trainer Bayern München): "Wir haben einen sehr guten Start gehabt, wir haben gut ins Spiel gefunden, wir haben früh die ersten drei Tore erzielt. Dann ist es für jeden Gegner schwierig, das Ergebnis zu korrigieren. Für mich war wichtig, dass wir nachgelegt und defensiv nichts zugelassen haben. Das ist schon wichtig für das Spiel in der Champions League bei Besiktas und die nähere Zukunft. Es war ein verdienter Sieg gegen eine verunsicherte Mannschaft, deswegen bewerte ich das Ergebnis auch nicht über. Wichtig ist, dass wir dranbleiben und uns auch noch steigern."

Bernd Hollerbach (Trainer Hamburger SV): "Wenn man nach 18 Minuten 3:0 hinten liegt, ist es natürlich schwierig hier. Wir wollten mutig sein und vorne draufgehen. Aber man hat gesehen, was passiert, wenn man den Bayern Räume gibt. Sie haben uns auch nicht unterschätzt heute. Man kann hier verlieren, aber die Art und Weise hat mir überhaupt nicht gefallen."


1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 3:0

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir sind nicht optimal ins Spiel gekommen, da wir tiefer beginnen und auf Konter spielen wollten. Wir hatten das Gefühl, nicht richtig Zugriff zu kriegen. Dann haben wir höher verteidigt und müssen dann sogar höher führen. Mit dem 2:0 haben wir uns auch wieder unsere defensive Stabilität zurückgeholt. Am Ende war das ein absolut verdienter Sieg, und wir sind froh, die drei Punkte nach einem attraktiven Spiel in der Arena zu behalten"

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Es ist nicht so lustig, nach so einem Spiel Rede und Antwort zu stehen. Wir müssen Ruhe bewahren und die Dinge, die wir falsch gemacht haben, deutlich ansprechen."


Hertha BSC - SC Freiburg 0:0

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Wir hatten eine harte Spielweise gewählt, 30 Minuten hatten wir viel Druck und hohes Tempo. Aber das kostet Kraft. Wir hatten viele Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit war es nur noch ein mittelmäßiges Bundesligaspiel."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir sind nicht gut reingekommen, hatten kaum Zugriff auf den Gegner und einige Ballverluste. Zum Glück sind wir da nicht in Rückstand geraten. Danach war unser Aufbauspiel besser, aber wir schaffen es nicht, vier, fünf Pässe am Stück zu spielen. Aber was soll ich klagen? Die Mannschaft ist bereit, alles abzulaufen."


Hannover 96 - FC Augsburg 1:3

André Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Wir verlieren das Spiel hinten raus verdient, da wollen wir nichts schön reden. Am Ende fehlten uns der Glaube und auch die Mittel. Wenn wir ein paar Prozentpunkte weniger zeigen, reicht es nicht. Wir müssen wieder konsequent verteidigen, um unnötige Gegentore zu vermeiden."

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Aber wir haben alles in die Waagschale geworfen und ich bin stolz auf meine Mannschaft. Jeder weiß, dass wir von Verletzungspech verfolgt sind. Wir fahren jetzt zufrieden und fröhlich zurück nach Augsburg."

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