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Hülkenberg verteidigt Formel-1-Re-Starts

10.03.2018 14:35
Nico Hülkenberg kann keine Gefahr bei Re-Starts erkennen
Nico Hülkenberg kann keine Gefahr bei Re-Starts erkennen

Auf die Kritik des Haas-Piloten Romain Grosjean an dem neuen Re-Start-Prozedere der Formel 1 haben seine Fahrerkollegen und Reifenzulieferer Pirelli mit Unverständnis reagiert.

Dass ein stehender Start nach einem Rennabbruch mit der roten Flagge mehr Gefahren brächte als ein Wiederbeginn hinter dem Safety-Car, will Nico Hülkenberg nicht einleuchten: "Ich erkenne nicht, wieso das zu einem Chaos führen sollte", sagt der Renault-Pilot.

Das Argument, dass die Reifen bei einem solchen Szenario nicht nur ausgekühlt, sondern auch verschlissen wären und per se weniger Grip bieten würden, lässt Hülkenberg zwar gelten. "Das ist aber auch der einzige Aspekt", meint er und erinnert an das gewöhnliche Prozedere vor Rennbeginn (wo in den Top 10 auch gebrauchte Pneus zum Einsatz kommen). "In einer Aufwärmrunde wird ja nicht Renntempo gefahren."

Ähnlich unbesorgt zeigt sich Pirellis Formel-1-Manager Mario Isola: "Es ist nur eine Möglichkeit, kein Problem", sagt er auf ein Chaos in den ersten Kurven angesprochen. "Wenn bei einem Neustart die Reifen ausgekühlt sind, braucht es einige Meter, um Grip aufzubauen. Aber das ist beim 'normalen' Starten auch nicht anders. Ich sehe keinen großen Unterschied." Wenn überhaupt, würde das Safety-Car Risiken bergen.

Isolas Theorie: Wenn die Teams die Reifen nicht in der Startaufstellung mit Heizdecken vorwärmen können (wie es der Fall ist, wenn das Führungsfahrzeug für eine gewöhnliche Safety-Car-Phase ausrückt), wären die Temperaturen der Gummis bei Wiederbeginn sogar niedriger. "Wir empfehlen, nicht länger als eine Stunde vorzuheizen. Normalerweise passiert es bei 110 Grad Celsius", so Isola. "Natürlich stimmt es, dass man nicht auf die gleiche Temperatur kommen kann, wenn nur 15 Minuten bleiben." Es läge aber an den Teams, das in Betracht zu ziehen.

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