Der Vertrag von Jupp Heynckes beim FC Bayern München läuft am Ende der Saison aus. Spekulationen über eine mögliche Verlängerung ließ der Trainer bislang nicht zu. Jetzt öffnete Heynckes selbst die Tür zu einer Zukunft beim Rekordmeister.
Er habe "nie gesagt, dass ich am 30.06 mein Engagement beim FC Bayern beenden werde", stellte der 72-Jährige auf der Pressekonferenz der Münchner am Freitag klar. Anschließend legte der Fußballlehrer nach und fragte in die Runde der Journalisten: "Habe ich schon einmal definitiv gesagt, dass ich am 30.06 aufhören werde? Haben sie das schon einmal von mir gehört? Nein!"
Diese jüngsten Aussagen dürften die Gerüchte um einen möglichen Verbleib seiner Person neu befeuern - aus gutem Grund. Das Thema Vertragsverlängerung kochte an der Säbener Straße in den letzten Wochen immer wieder hoch. Heynckes erklärte dazu mehrfach, dass es eine "klare Vereinbarung" mit dem Klub gebe, "und die geht bis zum 30. Juni".
Dass er den Verein im Sommer verlässt, wurde in dieser Form zumindest nie offiziell kommuniziert. Stattdessen wiegelte unter anderem Heynckes Ende Februar ab und sagte: "Dazu werde ich nichts mehr sagen." Gleichzeitig erklärte der Triple-Trainer, dass er hoffe, dass der FC Bayern "im Sommer einen adäquaten Trainer" findet.
Riesenlob für Joshua Kimmich
Sicher erhalten bleibt den Bayern Nationalspieler Joshua Kimmich. Der Klub hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert. Heynckes traut seinem Schützling eine ganz große Karriere zu.
"Josh ist ein junger Spieler, der noch riesiges Entwicklungspotenzial hat. Er ist wahnsinnig professionell. Er hat riesige fußballerische Qualitäten", lobte der Bayern-Coach Kimmich und ergänzte: "Ich denke, dass er eines Tages eine Identifikationsfigur sein kann, wie Philipp Lahm. Er hat alle Fähigkeiten in die Fußstapfen von Lahm zu treten."
Dass Kimmich ein "selbstbewusster junger Mann" sei, der seine Meinung klar äußert, und einen "guten Charakter" hat, sei laut Heynckes das Fundament, "ein ganz großer Spieler zu werden".
Eine wichtige Säule im Spiel der Bayern ist auch David Alaba. Der Österreicher liebäugelte in der vergangenen Woche mit einem Wechsel. "Der Junge hat nur gesagt, dass er sich das vorstellen kann", sagte Heynckes: "Wenn man heute piep sagt, kommt danach ein Kanonenschlag."
Heynckes wird den HSV in der Bundesliga vermissen
Am Samstag treffen die Bayern auf den Hamburger SV. "Das ist natürlich für die Spieler eine ganz schwierige Situation unter so einem immensen Druck zu spielen. Da herrscht Unruhe im Verein und Unruhe auf den Rängen", kommentierte der FCB-Coach die prekäre Situation der Norddeutschen.
Für Heynckes gehört der HSV einfach zur Bundesliga. "Im Moment sieht es sehr düster aus. In finde schon, dass der Dino fehlen wird. Allerdings ist es ein sportlicher Wettbewerb, dem man sich stellen muss", stellte der 72-Jährige klar.
James Rodríguez wird bei der Partie gegen den HSV noch geschont. "Ich bevorzuge, dass er noch weitere Trainingstage absolviert, um kein Risiko einzugehen", so Heynckes.


























