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Vettel mit Rundenrekord, Mercedes trotzdem stärker

08.03.2018 18:13
Sebastian Vettel fuhr die schnellste Zeit der bisherigen Formel-1-Tests
Sebastian Vettel fuhr die schnellste Zeit der bisherigen Formel-1-Tests

Sebastian Vettel erzielte am vorletzten Tag der Formel-1-Wintertests 2018 in Barcelona zwar eine überragende Bestzeit, den stärksten Gesamteindruck hinterlässt vor dem Saisonauftakt am 25. März in Melbourne aber trotzdem Mercedes.

Darauf deutet zumindest die Auswertung der ersten Rennsimulationen der Topteams hin, die am Donnerstag absolviert wurden. Valtteri Bottas hatte bereits am Vormittag vorgelegt. Im ersten Stint fuhr er 1:22er-Zeiten, im zweiten steigerte er sich auf 1:21/20, im dritten dann sogar auf 1:20/19 Minuten.

Da konnten Vettel und Max Verstappen nicht mithalten. Im Schnitt des jeweils dritten und letzten Stints, den man noch am ehesten vergleichen kann, fehlte fast eine Sekunde auf den Silberpfeil.

Allerdings sind solche Vergleiche nach wie vor mit Vorsicht zu genießen. Denn während Bottas am Vormittag fuhr, als das Thermometer maximal 20 Grad Celsius anzeigte, war es bei den Rennsimulationen von Vettel und Verstappen um ein paar Grad wärmer. Das kann bei den sensiblen Pirelli-Reifen einen großen Unterschied machen. Ebenso wie die Benzinmenge, die natürlich streng geheim gehalten wird.

Helmut Marko lässt sich von all dem nicht beirren. Red Bull könne mit Mercedes um den WM-Titel kämpfen, sagt er gegenüber "Sky Sports F1" - "zumindest auf der Chassis-Seite". Ob man derzeit vor Ferrari liege, sei "schwer zu sagen. Vettels Zeit ist sehr schnell, aber es ist heute auch kühler. Wir wissen nicht, wie viel Benzin sie an Bord haben. Aber vom Gesamtpaket her, auf dieser Strecke, scheinen wir leicht vor ihnen zu sein."

Topteams als Zuverlässigkeits-Wunder

In den absoluten Bestzeiten spiegelte sich das freilich nicht wider. Vettels 1:17.182er-Runde war die schnellste des bisherigen Winters und bedeutete 2,350 Sekunden Vorsprung auf Bottas (9.) und 2,660 auf Verstappen (12.). Auch Lewis Hamilton (+2,114) kam heute nicht über Platz acht hinaus.

Die Zuverlässigkeit scheint allerdings bei allen drei Topteams zu stimmen: Mercedes schaffte 181 Runden, Ferrari 185 und Red Bull 187. Verstappen war damit der "fleißigste" Fahrer des ganzen Tages - trotz eines harmlosen Drehers in der Zielkurve.

Vierter wurde Nico Hülkenberg, eine halbe Zehntelsekunde vor Teamkollege Carlos Sainz. Renault packte am vorletzten Testtag einen neuen Frontflügel und weitere neue Technik-Details an den R.S.18. Am Ende fehlten 1,493 Sekunden auf die Bestzeit von Vettel. Aber: "Das Bild, das wir hier sehen, kann in Melbourne schon wieder ganz anders sein", warnt Hülkenberg vor vorschnellen Schlüssen.

McLaren übersteht Tag ohne Probleme

Das krisengeschüttelte McLaren-Team (bisher fünf Defekte an sechs Testtagen) kam heute reibungslos durch. Stoffel Vandoorne schaffte mit 1:18.855 Minuten die bisher schnellste Zeit des MCL33 in diesem Winter; während seiner Rennsimulation am Nachmittag fehlten dann aber doch bis zu zwei Sekunden auf die schnellsten Autos. In der Zeitentabelle wurde der Belgier mit 1,673 Sekunden Rückstand Sechster.

Die einzige Rote Flagge des Tages verursachte Marcus Ericsson. Der Schwede rutschte in Kurve 4 von der Strecke und grub sich im Kiesbett ein. Erfreulich aber, dass das Sauber-Team mit zwei Sekunden Rückstand auf Platz sieben erstmals ein kleines Erfolgserlebnis für sich verbuchen konnte.

Ansonsten noch relevant: Bei Williams teilten sich Testfahrer Robert Kubica und Lance Stroll den FW41, und der Pole war am Vormittag um fast eine halbe Sekunde schneller als der Kanadier nach der Pause. Auf welches Programm man ihn gesetzt hatte, ist aber nicht bekannt. Und Kevin Magnussens Haas VF-18 war mit einem neuen T-Flügel unterwegs. Damit schaffte er prompt den zweiten Platz (+1,178).

Die Wintertests 2018 gehen am Freitag in Barcelona zu Ende. Danach haben die Teams zu Hause in den Fabriken noch etwas Zeit, die gesammelten Daten auszuwerten, bevor es am 23. März mit dem Freien Training zum Grand Prix von Australien in Melbourne richtig ernst wird.


So lief der vorletzte Test-Tag in Barcelona:

+++ Ende! Aus! Applaus! +++

Das war's! Es ist 18 Uhr und der Testtag ist damit offiziell beendet. Sebastian Vettel fährt in 1:17,182 Minuten den inoffiziellen Streckenrekord ein. Dafür lässt er aber den Rundenrekord liegen. Mit 187 gefahrenen Runden an einem Testtag stellt Red-Bull-Pilot Max Verstappen den neuen Dauerläufer-Rekord auf. Vettel kommt "nur" auf 185 Runden. Verstappen und Vettel haben im ewigen Test-Ranking aber den bisherigen Rekordhalter Nico Rosberg (172 Runden) überholt.

+++ Misslungener Boxenstop? +++

Vettel rollt kurz in die Box und fährt los. Dann kommt er aber im Rückwärtsgang wieder zu seinen Jungs zurück. Nicht zu erkennen, was da los ist. Das könnte den Heppenheimer kurz vor Schluss den Rundenrekord kosten. Während Vettel bei 182 Runden steht, geht Verstappen gerade in seine 183. Die bisherige Bestmarke von Rosberg (172) ist schon längst pulverisiert.

+++ Auf keinen Fall vergessen: heute ist Weltfrauentag! +++

+++ Vettel und Verstappen im Wettstreit +++

Sebastian Vettel und Max Verstappen streiten sich um den neuen Rundenrekord. 15 Minuten vor Schluss schießen beide in ihren 172. Zirkel. Den Rekord für die höchste Rundenanzahl beim diesjährigen Test hielt seit Dienstag Vettel mit 169 gedrehten Runden. Den All-Time-Record hielt bis jetzt Nico Rosberg, der 2016 satte 172 Runden auf dem Asphalt von Katalonien gedreht hatte.

+++ Hamilton mit Bestzeit +++

Der andere W09 ist aber noch auf der Strecke: Lewis Hamilton brettert zum 75. Mal an diesem Tag durch die Kurven des Curcuits und stellt seine persönliche Tages-Bestzeit auf. 1:19,296 reichen aber gerade mal, um seinen Teamkollegen Bottas im Zeitenranking zu überholen und von Platz neun auf Platz acht zu klettern.

+++ Bottas schaut schon nach Melbourne +++

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas schaut sich das Treiben auf dem Circuit de Catalunya nach seiner Rennsimulation derweil gelassen an. Der Finne blickt sogar schon gen Saisonstart in Melbourne.

+++ Gasly drückt auf die Tube +++

Kaum geschrieben, schon zunichtgemacht: Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly hat nach mehr als 150 Runden immer noch ordentlich Speed unter dem Hintern und rast auf den virtuellen dritten Rang. Mit 1:18,363 ist er nochmal rund drei Hundertstelsekunden schneller als die beiden Renaults, die er hinter sich lässt.

+++ Renault auf dem Vormarsch +++

Ein Gewinner des Tages dürfte auf jeden Fall Renault sein. Carlos Sainz wechselt auf die Hypersofts und knallt damit knapp 40 Minuten vor Ende die viertbeste Zeit des Test-Tages raus. Haarscharf vor Sainz liegt sein Teamkollege Nico Hülkenberg, der vor wenigen Minuten noch großspurig meinte, Renault habe noch nicht alles gezeigt. Das war wohl nicht nur heiße Luft.

+++ Ericssons Wagen ohne größere Schäden +++

Auch Sauber gibt grünes Licht: Offensichtlich hat Ericssons Bolide keine größeren Schäden davongetragen.

+++ Strecke wieder frei +++

In Kurve vier gibt es keine Behinderungen mehr, die Fahrer können wieder auf die Strecke. Allerdings hat die Unterbrechung ein paar Piloten wohl in ihrem Flow gestört. Ein Leidtragender ist Serio Pérez, dessen Rennsimulation gestört wurde. Gestört wurde auch Pierre Gasly, der kurz vor der Roten Flagge seine 150. Runde erreichte und heute der drittfleißigste Fahrer hinter Max Verstappen (158 Runden) und Sebastian Vettel (156 Runden) ist. Nach der Unterbrechung rollt er sofort wieder auf den Asphalt.

+++ Zeiten-Update eine Stunde vor Schluss +++

1. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:17,182 Minuten - 156 Runden
2. Kevin Magnussen (Haas) - 1:18,360 Minuten - 142 Runden
3. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:18,675 Minuten - 79 Runden
4. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:18,758 Minuten - 152 Runden
5. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 Minuten - 117 Runden
6. Marcus Ericsson (Sauber) - 1:19,244 Minuten - 137 Runden
7. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:19,532 Minuten - 97 Runden
8. Lewis Hamilton (Mercedes) - 1:19,575 Minuten - 63 Runden
9. Carlos Sainz (Renault) - 1:19,595 Minuten - 47 Runden
10. Robert Kubica (Williams) - 1:19,629 Minuten - 73 Runden
11. Sergio Pérez (Force India) - 1:19,634 Minuten - 130 Runden
12. Max Verstappen (Red Bull) - 1:19,842 Minuten - 158 Runden
13. Lance Stroll (Williams) - 1:20,276 Minuten - 38 Runden

+++ Erste Rote Flagge +++

Dann passiert es doch noch: Die Stewards schwenken die erste Rote Flagge des Tages. Marcus Ericsson geht es in Runde vier etwas zu schnell an, landet im Kiesbett und muss aussteigen. Dem Schweden ist scheinbar nichts passiert, aber sein Auto muss nun erst einmal verladen werden.

+++ Hülkenberg: "Wir haben noch nicht alles gezeigt" +++

Mit den Kollegen von RTL hat Renault-Pilot Nico Hülkenberg über seine "erfolgreichen" Testrunden gesprochen. Der 30-Jährige ist zufrieden, lässt aber auch noch Raum für Spekulationen: "Wir haben noch nicht alles gezeigt oder probiert - bei weitem nicht."

+++ Den Hunderter geknackt +++

Stoffel Vandoorne dreht seine 100. Runde, damit ist McLaren als letztes Team für heute im dreistelligen Rundenbereich angekommen. Die Voraussetzungen dafür waren heute definitiv da, schließlich gab es bisher keine einzige Rote Flagge.

+++ Vettel beendet Rennsimulation +++

Nach 151 Runden ist für Vettel eine kleine Pause angesagt. Das war durchaus eine Rennsimulation, die sich sehen lassen kann. Mehrfach verbesserte der Heppenheimer den inoffiziellen Streckenrekord. Da staunten sicher einige Fans nicht schlecht, als der vierfache Weltmeister die neue Bestzeit von 1:17.182 Minuten in den katalanischen Asphalt brannte. Lange dauert Vettels Pause aber nicht, der 30-Jährige ist schon wieder unterwegs.

+++ Hat Pérez Probleme? +++

Nach etwa 120 Runden geht der Wagen von Sergio Pérez offenbar langsam in die Knie.

+++ Vettel macht die 150 voll +++

Sebastian Vettel hat nicht nur die schnellste Runde des Tages bzw. des Jahres gedreht, der Deutsche hat auch von allen Fahrern die mit Abstand am meisten Runden gedreht. Satte 151 Mal hat der Heppenheimer den Kurs in Barcelona heute umrunde. Max Verstappen steht mit 139 Umläufen knapp dahinter auf Platz zwei.

+++ Die Gesamt-Kilometer im Überblick +++

Mit den Zeiten ist es bei den Testfahrten immer so eine Sache: Einerseits zeigen sie sehr wohl, wer mit einem gesunden Gesamtpaket nach Australien reisen wird. Andererseits geben sie keinen richtigen Einblick in die Dinge, die die Teams noch in der Hinterhand haben. Durchaus aussagekräftig ist dagegen die Anzahl der gefahrenen Kilometer. Und da sieht das Ranking nach aktuellem Stand so aus:

1. Mercedes 3672 km
2. Ferrari 3291 km
3. Renault 3239 km
4. Sauber 3021 km
5. Williams 2951 km
6. Red Bull 2909 km
7. Toro Rosso 2858 km
8. Force India 2239 km
9. Haas 2183 km
10. McLaren 1959 km

+++ Alle Zeiten und Runden auf einen Blick +++

Ein tschechischer Journalist hat sich die Mühe gemacht und sämtliche Bestzeiten und Runden (Stand heute) ansehnlich zusammengefasst. Das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Und bitteschön:

+++ Magnussen lässt aufhorchen +++

Da schau an: Während die meisten Fahrer "langsam" unterwegs sind, haut Kevin Magnussen in seinem Haas ganz nebenbei eine 1:18er-Runde raus. Dabei stellte der Däne im letzten Sektor eine absolute Bestzeit auf. Kein Wunder, dass sich sein Boss Günther Steiner mit der Performance zufrieden ist: "Heute sind alle Teams ein bisschen aggressiver unterwegs, wir auch. Die Fahrer sind sehr glücklich mit dem Wagen. Und ihre Zeiten sind sehr gut."

+++ Mercedes sammelt Meilen +++

Die Silberpfeile verdienen sich auch heute wieder Fleißkärtchen. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben ihren Boliden in den letzten Stunden insgesamt 134 Mal um den Circuit de Catalunya gescheucht. 

+++ Volle Konzentration auf die Longruns +++

Die Zeitenjagd ist bei fast allen Teams in diesen Minuten auf Eis gelegt. Fast alle Boliden sind mit einem gut gefüllten Tank und härteren Reifenmischungen unterwegs. Dabei hinterlässt unter anderem Red Bull einen guten Eindruck. Haas scheint dagegen noch einige Probleme zu haben. Vettel fährt derweil ungefähr die Zeiten, die auch Valtteri Bottas heute Morgen fuhr. Ob das ein gutes Zeichen istm bleibt abzuwarten und wird wohl erst beim Großen Preis von Australien Ende März beantwortet werden. 

+++ Ausritt von Hamilton +++

Der Weltmeister hat seinen vollgetankten Boliden auf den harten Reifen nicht immer hundertprozentig unter Kontrolle, wie dieses Video eines spanischen Journalisten zeigt:

Die Zeiten des Briten schwanken zwischen 1:20,0 Minuten und 1:22,8 Minuten. Auch das spricht dafür, dass der Mann mit der Nummer 44 sich noch nicht vollends wohl in seinem Wagen fühlt.

+++ Deadline für Ricciardo +++

Ob Daniel Ricciardo seinen Vertrag bei Red Bull verlängert, steht weiter in den Sternen. Anfang April rechnet der Australier damit, dass die Gespräche wieder aufgenommen werden. Helmut Marko erklärte dazu nun: "Wir haben uns mit ihm auf eine Deadline verständigt. Sobald diese Deadline abgelaufen ist, werden wir bekanntgeben, ob es ein Ja oder ein Nein ist."

+++ Wie ein Uhrwerk +++

Ferrari schickt Sebastian Vettel in diesen Minuten auf einen Longrun. Dabei liefert der Heppenheimer wie ein Uhrwerk. 1:23,3 - 1:23,3 - 1:23,2 - 1:23,1 - 1:23,5 - 1:23,6 - 1:23,6 - 1:23,4 - 1:23,6 - 1:23,6 - 1:23,6 zeigt der Zeitenmonitor für seine letzten elf Umläufe an. Viel konstanter geht es kaum.

+++ Zeiten-Update +++

1. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:17,182 Minuten - 108 Runden
2. Kevin Magnussen (Haas) - 1:18,360 Minuten - 94 Runden
3. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:18,675 Minuten - 79 Runden
4. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:18,758 Minuten - 102 Runden
5. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 Minuten - 64 Runden
6. Marcus Ericsson (Sauber) - 1:19,244 Minuten - 79 Runden
7. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:19,532 Minuten - 97 Runden
8. Robert Kubica (Williams) - 1:19,629 Minuten - 73 Runden
9. Sergio Perez (Force India) - 1:19,634 Minuten - 83 Runden
10. Max Verstappen (Red Bull) - 1:19,842 Minuten - 106 Runden
11. Lewis Hamilton (Mercedes) - 1:20,068 Minuten - 24 Runden
12. Carlos Sainz (Renault) - 1:20,277 Minuten - 15 Runden
13. Lance Stroll (Williams) - 1:20,422 Minuten - 9 Runden

+++ Hamilton auf Medium unterwegs +++

Was tut sich im Cockpit von Lewis Hamilton? Noch nicht allzu viel. Der Engländer dreht auf den Medium-Reifen seine Runden und fährt dabei mittlere 1:20er-Zeiten. Ob Mercedes ihm heute noch grünes Licht für einen Vollspeed-Test auf den Hypersoft-Reifen gibt?

+++ Fleißbienchen Sebastian Vettel +++

Noch eine kleine bzw. große Zahl zu Sebastian Vettel: Der Ferrari-Pilot hat an den bisherigen Test-Tagen sage und schreibe 539 Runden zurückgelegt. Das ist gleichbedeutend mit ca. acht kompletten Rennen. Großartige Probleme sind dabei nicht an seinem Boliden aufgetreten. Und auch jetzt befindet sich der Heppenheimer schon wieder zurück auf der Strecke.

+++ Hamilton wärmt sich auf +++

Lewis Hamilton dreht seine erste Runden, lässt es aber noch verhalten angehen. Gleiches gilt auch für Lance Stroll, Max Verstappen und Stoffel Vandoorne. Der Wagen von Sebastian Vettel steht unterdessen, vor den Blicken der Fans geschützt, in der Garage.

+++ Weiter geht die Jagd +++

Und ab geht die Post! Der Startschuss zur Nachmittags-Session ist gefallen. Zeigt Ferrari noch mehr von seiner wahren Pace? Dreht Lewis Hamilton auf? Und wie schlagen sich die überraschend starken Teams aus dem Mittelfeld? Die kommenden Stunden liefern uns die Antwort.

+++ Restzweifel bei Red Bull +++

Die große Frage vor der Saison 2018 ist natürlich: Wer kann Mercedes schlagen? Ferrari gehört ganz sicher zu den Kandidaten, die sich die größten Hoffnungen machen. Red Bull ebenso. Helmut Marko, Motorsport-Chef bei den Österreichern, traut dem Braten allerdings noch nicht.

Ob sein Team auf Augenhöhe mit den Silberpfeilen ist? "Vom Chassis her, ja. Aber im Qualifying holt Mercedes aus dem Motor immer noch zwei, drei Zehntel raus. Wenn wir unseren Wagen im Vergleich zum letzten Jahr sehen, arbeitet aber alles so, wie wir es erwartet haben", erklärte Marko: "Hoffentlich können wir zu ihnen aufschließen."

+++ Fragestunde +++

Damit die Zeit bis zur Nachmittags-Session nicht zu lang wird, haben wir hier noch ein paar interessante Fotostrecken zum Durchklicken für Euch. Viel Spaß!

>>> Erkennen Sie diese Strecken von oben?
>>> Die besten Funksprüche der Formel-1-Saison 2017
>>> Wer mit wem? Die Formel-1-WAGS des letzten Jahres
>>> Streckenquiz: Wie gut kennen Sie die Pisten 2017?

+++ Blick zurück +++

Während die Fahrer und Teams ihre verdiente Pause genießen, werfen wir einen kleinen Blick zurück in die Formel-1-Historie. Heute jährt sich zum 20. Mal der Tag, an dem die zweijährige Regentschaft des Finnen Mika Häkkinen begann. Der mittlerweile 49-Jährige gewann am 8. März 1998 den Saisonauftakt in Melbourne und feierte damit seinen zweiten F1-Sieg überhaupt. Nachdem Häkkinen in jener Saison acht von 16 Rennen für sich entscheiden konnte, kürte sich der McLaren-Pilot erstmals zum Weltmeister. 
>>> die Ergebnisse der Saison 1998 in der Übersicht 

+++ Mittagspause! +++

Nach vier ereignisreichen Stunden verabschieden sich die Teams in die einstündige Mittagspause. Während Mercedes den Fokus in dieser Session vor allem auf die Longruns legte, haben Ferrari und Sebastian die Muskeln spielen lassen und gezeigt, was in der roten Furie steckt. Ebenfalls beeindruckend: Kevin Magnussen im Haas und Nico Hülkenberg im Renault. Das Klassement der Vormittags-Session in der Übersicht:

1. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:17,182 Minuten - 84 Runden
2. Kevin Magnussen (Haas) - 1:18,360 Minuten - 74 Runden
3. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:18,675 Minuten - 79 Runden
4. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:18,785 Minuten - 66 Runden
5. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 Minuten - 48 Runden
6. Marcus Ericsson (Sauber) - 1:19,244 Minuten - 72 Runden
7. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:19,532 Minuten - 94 Runden
8. Robert Kubica (Williams) - 1:19,629 Minuten - 73 Runden
9. Sergio Perez (Force India) - 1:19,634 Minuten - 69 Runden
10. Max Verstappen (Red Bull) - 1:19,842 Minuten - 77 Runden

+++ Vettel legt nach +++

Wahnsinn! Sebastian Vettel ist kaum mehr zu halten und stellt direkt den nächsten Streckenrekord auf. Der Deutsche haut eine 1:17,297 Minuten raus. Die neuen Hypersoft-Reifen scheinen das zu halten, was Hersteller Pirelli ankündigte: Fabelzeiten am Fließband. Nur eine Runde später toppt sich Vettel abermals. Diesmal bleibt die Uhr bei 1:17,182 Minuten stehen. Die 1:16 ist zum Greifen nahe.

+++ Ein Rekord jagt den nächsten +++

Es geht in dieser Phase Schlag auf Schlag. Zahlreiche Fahrer verbessern ihre bisherigen Bestzeiten. Dazu zählt auch Haas-Pilot Kevin Magnussen, der eine schier unglaubliche 1:18,360 Minuten auf den Asphalt zaubert. Das ist die drittschnellste Zeit überhaupt seit Beginn der Tests.

+++ Vettel rast zum Rekord +++

Der Ferrari von Sebastian Vettel läuft wie ein Uhrwerk - und dazu auch noch verdammt schnell. In dieser Sekunde stellt der Heppenheimer einen neuen inoffiziellen Rundenrekord auf. Seine Zeit: 1:17,644 Minuten!

+++ Zeiten-Update +++

1. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:18,079 Minuten
2. Kevin Magnussen (Haas) - 1:18,576 Minuten
3. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:18,675 Minuten
4. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 Minuten
5. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:19,532 Minuten
6. Robert Kubica (Williams) - 1:19,829 Minuten
7. Max Verstappen (Red Bull) - 1:19,842 Minuten
8. Sergio Perez (Force India) - 1:19,901 Minuten
9. Marcus Ericsson (Sauber) - 1:20,163 Minuten
10. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:20,301 Minuten

+++ Bottas sammelt Kilometer +++

In Sachen Highspeed hält sich Mercedes heute noch bedeckt. Dafür überzeugt Valtteri Bottas bei seinen Longruns. Der Finne hat bereits beeindruckende 80 Runden abgespult und dreht derzeit konstante 1:19er-Runden. Wir dürfen gespannt sein, ob Lewis Hamilton am Nachmittag die gleiche Schiene fährt oder eher Qualifying-Zeiten hinlegt.

+++ Vettel läuft heiß +++

Es wird schneller und schneller! Und der Hauptverantwortliche ist Sebastian Vettel. Der Ferrari-Pilot verbessert sich auf eine Zeit von 1:18,079 Minuten. Damit fehlt ihm nicht mehr viel zur Rekordzeit, die Daniel Ricciardo gestern aufgestellt hat. Und der Australier war auf den - zumindest auf dem Papier - schnelleren Reifen unterwegs.

+++ Vettel kontert Hülkenbergs Traumrunde +++

Kurz vor dem Mittag haut Sebastian Vettel noch mal einen raus. Der Ferrari-Pilot toppt die bisherige Bestzeit von Nico Hülkenberg und kommt nach 1:18,666 Minuten über die Linie. Nach einer Abkühlrunde legt der Heppenheimer noch eine Fabelzeit nach und notiert eine 1:18,414 Minuten. Lässt die Scuderia jetzt die Hosen runter und zeigt ihr wahres Potenzial? Vettels Zeit ist die bisher schnellste, die in Barcelona auf den Supersofts gedreht wurde.

+++ Hülkenberg nicht zu halten +++

Wow! Nico Hülkenberg hat seinen Rhythmus ganz offenbar gefunden. Der Deutsche gibt seinem Renault die Sporen und stellt in dieser Sekunde mit einer 1:18,675 Minuten eine neue Tagesbestzeit auf. Diese Runde hatte es in sich. An sämtlichen bisherigen Test-Tagen waren lediglich Daniel Ricciardo sowie Lewis Hamilton und Valtteri Bottas schneller - und dieses Trio hatte jeweils bessere Bedingungen.

+++ Zeiten-Update +++

Nach etwas mehr als zwei Stunden sieht das aktuelle Klassement wie folgt aus:

1. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:18,855 Minuten
2. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:19,412 Minuten
3. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:19,679 Minuten
4. Max Verstappen (Red Bull) - 1:20,072 Minuten
5. Sergio Perez (Force India) - 1:20,130 Minuten
6. Kevin Magnussen (Haas) - 1:20,131 Minuten
7. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:20,317 Minuten
8. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:20,342 Minuten
9. Robert Kubica (Williams) - 1:20,674 Minuten
10. Marcus Ericsson (Sauber) - 1:20,683 Minuten

+++ Pannen-Stopp bei McLaren +++

Alles läuft bei McLaren dann doch nicht nicht, wie dieses Video eines völlig verpatzten Boxenstopps zeigt:

+++ Grüße an den Rekordweltmeister +++

Viele Fans verirren sich während der Testfahrten naturgemäß nicht an die Strecke. Die paar Anhänger, die auf der Tribüne sitzen, schicken derweil eine Grußbotschaft an Michael Schumacher, der sich immer noch von seinem schweren Skiunfall Ende 2013 erholt.

Erst gestern durfte Schumi übrigens ein kleines Jubiläum feiern. Am 7. März 2004 gewann der Kerpener den großen Preis von Australien. Damals führte Schumacher das Feld von der ersten bis zur letzten Runde an, stellte ganz nebenbei noch einen Rundenrekord auf und feierte seinen 71. Grand-Prix-Sieg.

+++ Es riecht nach Regen +++

Unheil droht in Barcelona: Dunkle Wolken nähern sich gerade dem Kurs. Noch ist es allerdings trocken. Solange es nur ein paar Tröpfchen werden, sollte das auch kein allzu großes Problem werden. 

+++ Hülkenberg mit Ausrufezeichen +++

Nicht nur bei McLaren, auch bei Renault läuft es wie am Schnürchen. Nico Hülkenberg hat 28 hinter sich und schraubt seine Bestzeit auf 1:19,412 Minuten. Das kann sich mehr als sehen lassen. 

+++ Vettel fleißig +++

28 Runden hat Sebastian Vettel bereits gedreht, seine beste Zeit liegt bei 1:19,681 Minuten. Während der Ferrari vor allem im ersten Sektor regelmäßig für neue Top-Werte sorgt, verliert der Deutsche hintenraus immer ein paar Zehntel. 

+++ McLaren wie entfesselt +++

Bis zur Rekordrunde von Daniel Ricciardo fehlt Stoffel Vandoorne noch ein gutes Stück, aber was der Belgier heute zeigt, wird die Konkurrenz aufhorchen lassen. Der Belgier verbessert sich auf 1:18,855 Minuten. Diese Zeit wird man bei Mercedes, Ferrari und nicht zuletzt den anderen Mittelfeld-Teams mit großen Augen zur Kenntnis nehmen.

+++ Die Zeiten purzeln +++

Die Arbeit der Teams in den letzten Tagen scheint sich langsam auszuzahlen. Zahlreichen Piloten brennen in diesen Minuten absolute Top-Zeiten in den Asphalt. Das Klassement in der Übersicht:

1. Stoffel Vandoorne (McLaren) - 1:19,088 Minuten
2. Sebastian Vettel (Ferrari) - 1:20,028 Minuten
3. Max Verstappen (Red Bull) - 1:20,161 Minuten
4. Kevin Magnussen (Haas) - 1:20,316 Minuten
5. Valtteri Bottas (Mercedes) - 1:20,466 Minuten
6. Pierre Gasly (Toro Rosso) - 1:20,729 Minuten
7. Nico Hülkenberg (Renault) - 1:21,125 Minuten
8. Sergio Perez (Force India) - 1:21,166 Minuten
9. Robert Kubica (Williams) - 1:21,790 Minuten

+++ Vandoorne dreht auf +++

Nach den kleinen Problemen am gestrigen Tag ist die Stimmung bei McLaren in den ersten Minuten des heutigen Tages blendend. Grund ist Stoffel Vandoorne, der eine schnelle Runde nach der anderen dreht. Der Belgier hat bei seinen 16 Umläufen durchweg überzeugt und eine Bestzeit von 1:19,088 Minuten aufgestellt. Das ist eine Region, in der wir bisher nur Mercedes und Red Bull gesehen haben.

+++ Ricciardos guter Rat +++

Bei den Wettanbietern ist Lewis Hamilton übrigens auch in diesem Jahr der große Favorit auf den WM-Titel. Bei einem Einsatz von 10 Euro, gibt es bei einem weiteren Triumph des Briten "nur" 19 Euro zurück. Sebastian Vettel (45 Euro) und Max Verstappen (60 Euro) sehen die Buchmacher ebenfalls mit guten Chancen. Als Daniel Ricciardo erfuhr, dass es bei einem WM-Sieg von ihm für 10 Euro Einsatz 100 Euro zurück gibt, hatte er einen guten Rat für seinen Bekanntenkreis parat: "Ich selbst bin kein großer Wetter, aber viele meiner Freunde sind es. Ich hoffe, sie hören zu und setzen 75.000 auf mich."

+++ Vettel setzt die erste Zeit +++

Nachdem Stoffel Vandoorne in seinem McLaren in 1:19,494 Minuten die bisher schnellste Runde des Tages gedreht hat, zieht Sebastian Vettel nach. Der Heppenheimer braucht für seine erste gezeitete Runde 1:20,216 Minuten und schiebt sich im Klassement des Tages auf den zweiten Platz.

+++ Es gilt, Ricciardos Zeit zu knacken +++

Auch Daniel Ricciardo versucht heute wieder sein Glück. Der Australier hält seit Mittwoch übrigens die beste Zeit der laufenden Tests. Ricciardo steuerte seinen Red Bull in 1:18.047 Minuten um den Circuit de Barcelona-Catalunya.

+++ Vettel Alleinunterhalter, Mercedes in voller Stärke +++

Während Ferrari heute nur Sebastian Vettel ins Rennen schickt, lässt Silber heute Lewis Hamilton und Valtteri Bottas kreiseln. Für McLaren dreht Fernando Alonso die Runden, Renault lässt Sainz und Nico Hülkenberg testen. Bei Williams sitzen Lance Stroll und Robert Kubica am Steuer.

Mercedes: Hamilton und Bottas
Ferrari: Vettel
Red Bull: Ricciardo
Force India: Pérez
Williams: Stroll und Kubica
Renault: Hülkenberg und Sainz
Toro Rosso: Gasly
Haas: Magnussen
McLaren: Vandoorne
Sauber: Ericsson

+++ Wetter Update +++

Vorweg: Die Reifen werden heute nicht am Asphalt festfrieren, dafür dürften Lewis Hamilton und Co. allerdings die ein oder andere Runde im Regen drehen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit in Barcelona beträgt momentan 71 Prozent.

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