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Deutsches Skisprung-Team siegt souverän in Lahti

03.03.2018 18:50
Deutschland flog ungefährdet zum Sieg
© getty, Matthias Hangst
Deutschland flog ungefährdet zum Sieg

Erst Pyeongchang, jetzt Lahti: Die deutsche Skisprung-Party geht auch nach Olympia ungebremst weiter. Angeführt von Goldjunge Andreas Wellinger haben die DSV-Adler bei der Rückkehr in den Weltcup in Finnland den Teamwettbewerb gewonnen und damit ihren ersten Mannschaftssieg seit Januar 2017 gefeiert.

"Wir freuen uns riesig. Ich habe gehofft, dass es so gut läuft", sagte Bundestrainer Werner Schuster in der "ARD": "Wir haben gut aufgestellt, die Jungs sind gut gesprungen." Nach den rauschenden Olympiafesttagen mit Gold und Silber für Wellinger im Einzel und Silber für das Team zeigten die deutschen Springer nur sechs Tage nach der Schlussfeier in Südkorea keinerlei Müdigkeit.

Auf der großen WM-Schanze von 2017 setzte sich das DSV-Quartett nach acht Sprüngen mit 1124,5 Punkten und 11,3 Zählern Vorsprung, umgerechnet rund sechs Meter, auf Weltmeister Polen (1113,2) durch. Olympiasieger Norwegen wurde nur Dritter (1082,6), nachdem Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande im ersten Durchgang auf 101,0 m abgestürzt war.

Schuster hatte sein Silberteam von Pyeongchang auf einer Position verändert. Für den Willinger Stephan Leyhe rückte Eisenbichler ins Team, der sich am Freitag mit Platz drei in der Qualifikation zum Einzelspringen (Sonntag, 15:30 Uhr MEZ) angeboten hatte. Leyhe hatte im Vorjahr bei der WM in Lahti entscheidend gepatzt, als das deutsche Team nur Platz vier belegte.

Wellinger, der im Vorjahr in Lahti zweimal Vizeweltmeister geworden war, kam als letzter deutscher Springer auf 124,0 und 127,0 m und büßte jeweils leicht auf Polens Topmann Kamil Stoch (127,5+131,0) ein. Zuvor hatten Karl Geiger (130,0+127,5 m), Markus Eisenbichler (125,0+130,0) und Richard Freitag (121,0+125,5) für eine recht komfortable Führung gesorgt.

Stoch trotz allem sehr stark

Eisenbichler stauchte es bei der Landung im zweiten Durchgang gewaltig zusammen, der Bayer klagte hernach über Knieschmerzen. "Da bin ich ganz gut geflogen, nur beim Landen hat es nicht so gut ausgesehen", sagte Eisenbichler.

Der Gesamtweltcup-Führende Stoch, der bereits die Qualifikation gewonnen hatte, unterstrich seine Favoritenrolle im Einzelspringen. "Kamil Stoch ist der Mann der Stunde, aber wir kommen näher", sagte Schuster.

Der Pole geht mit 863 Punkten in die letzten sieben Einzelwettkämpfe, Freitag (820) als Zweiter und Wellinger als Dritter wittern aber noch die Chance, als vierter Deutscher nach Jens Weißflog (1983/84), Martin Schmitt (1998/99 sowie 1999/2000) und Severin Freund (2014/15) den Gesamtweltcup zu gewinnen.

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Lahti 2017/2018

1DeutschlandDeutschland1124.50
2PolenPolen1113.20
3NorwegenNorwegen1082.60
4ÖsterreichÖsterreich1074.50
5JapanJapan1052.60
6SlowenienSlowenien991.00
7SchweizSchweiz931.00
8RusslandRussland833.10
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