Anzeige

Sbornaja läuft heiß - Kanada erwartet Deutschland

21.02.2018 15:34
Die Russen stehen im olympischen Halbfinale
© getty, Ronald Martinez
Die Russen stehen im olympischen Halbfinale

20 Tore in vier Spielen, ohne Mühe ins Halbfinale: Russlands "rote Maschine" kommt bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang immer mehr auf Touren. Mit seinen Altstars Pawel Datsyuk und Ilya Kovalchuk ist der Eishockey-Rekordweltmeister nach dem ungefährdeten 6:1 (3:0, 2:1, 1:0)-Sieg gegen Norwegen auf dem besten Weg, den Triumph von 1992 zu wiederholen.

Damals spielte die Sbornaja ebenso wie heute unter olympischer Flagge und gewann das achte und bislang letzte Olympia-Gold. In Albertville trat sie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Vereintes Team an, diesmal laufen Datsyuk und Co. nach dem Staatsdoping vor vier Jahren in Sotschi als Olympische Athleten aus Russland auf.

In der Runde der letzten Vier ist am Freitag der zwölfmalige Weltmeister Tschechien der Gegner. "Wir können sie schlagen, warum nicht?", sagte der tschechische Verteidiger Vojtech Mozik nach dem 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen die USA selbstbewusst.

Ebenfalls im Halbfinale ist Kanada, das Finnland durch einen Treffer von Maxim Noreau (41.) mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) bezwang. Das Team Canada, vor allem durch eine starke defensive Leistung überzeugend, verdiente sich den Sieg ab dem starken zweiten Drittel.

Die Nordamerikaner warten nun auf die deutsche Auswahl, die im Duell gegen Schweden sensationell den Halbfinaleinzug perfekt machte. Die Begegnung findet am Freitag (13:10 Uhr MEZ) statt.

Wisniewski niedergeschlagen

Die Amerikaner, zweimaliger Olympiasieger, verpassten erstmals seit zwölf Jahren die Runde der letzten Vier. Besonders niedergeschlagen war der Zweitliga-Verteidiger James Wisniewski von den Kassel Huskies. "Ich hätte gerne eine größere Rolle gespielt", sagte Wisniewski, der im US-Team nur im Powerplay zum Einsatz kam: "Ich habe mehr zu geben, als ich gegeben habe. Dass ich nicht bei fünf gegen fünf gespielt habe, war dumm."

Der langjährige NHL-Profi wird nach Olympia weder zum Zweitligisten Kassel zurückkehren, noch zum DEL-Klub Adler Mannheim wechseln: "Ich gehe nach Hause, dann warte ich und sehe, was passiert." Der 33-Jährige, der in Pyeongchang ein Tor erzielte und einen weiteren Treffer vorbereitete, hofft noch auf eine Rückkehr in die NHL.

Iserlohner Bonsaksen trifft für Norwegen

Michail Grigorenko (9.), Nikita Gusev (14.), Slava Voynov (20.), Sergei Kalinin (29.), Nikita Nesterov (34.) und Ivan Telegin (54.) erzielten die Tore für den Goldfavoriten Russland, der vor allem auf die Spieler von ZSKA Moskau und SKA St. Petersburg setzt. Der Iserlohner Alexander Bonsaksen (28.) traf für Norwegen.

Mit seinem fünften Turniertor brachte der 21 Jahre alte Collegespieler Ryan Donato die USA in Führung (7.). Jan Kolar (16.) und Thomas Kundratek (29.) drehten das Spiel zugunsten der Tschechen. Jim Slater (31.) erzwang die Verlängerung. Den entscheidenden Penalty verwandelte Petr Koukal.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige