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"Es ist so geil!": Geisenberger rast zum Rodel-GOLD

13.02.2018 14:01
Natalie Geisenberger steuert auf die Goldmedaille zu
Natalie Geisenberger steuert auf die Goldmedaille zu

Natalie Geisenberger hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die dritte Rodel-Goldmedaille ihrer Karriere gewonnen und ist damit zur erfolgreichsten Olympionikin in ihrer Sportart aufgestiegen.

Die 30-Jährige aus Miesbach setzte sich am Dienstag im Olympic Sliding Centre nach vier Läufen vor Dajana Eitberger aus Ilmenau durch. Tatjana Hüfner aus Blankenburg verpasste indes Bronze und rutschte im letzten Lauf noch hinter die Kanadierin Alex Gough auf Platz vier ab.

"Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt", kommentierte Hüfner gegenüber "Europsort". Nun müsse man analysieren, woran es gelegen hat.

"Ich kann es gar nicht glauben, es ist so geil!", frohlockte hingegen Geisenberger. Sie habe sich einen Traum erfüllt, auf den sie vier Jahre lang hingearbeitet habe.

Geisenberger hatte in Sotschi 2014 sowohl im Einzel als auch die Premiere im Teamwettbewerb gewonnen. 2010 in Vancouver hatte sie Bronze geholt. Am Donnerstag hat sie mit der Mannschaft gute Chance auf eine weitere Goldmedaille. Die 27-jährige Eitberger holte bei ihrem Olympia-Debüt gleich eine Medaille.

Geisenberger war als Halbzeit-Führende in die beiden letzten Durchgänge gestartet. Als Zweite hatte Eitberger 0,120 Sekunden Rückstand. Hüfner rangierte nach den beiden Läufen am Montag als Vierte nur 0,016 Sekunden hinter der drittplatzierten Kanadierin Alex Gough.

Wechselbad der Gefühle für Eitberger

Mit Laufbestzeit baute Geisenberger einen Tag später ihren Vorsprung vor dem Finale noch einmal aus. Hüfner verbesserte sich vom vierten auf den zweiten Platz vor der Kanadierin Alex Gough. Eitberger fiel vom zweiten auf den vierten Rang zurück.

Im letzten Lauf genügte Geisenberger eine sichere Fahrt, um sich Gold zu sichern. Eitberger schaffte mit Laufbestzeit noch den Sprung auf den Silber-Rang.

Die gebürtige Sächsin Aileen Christina Frisch, die nach ihrer Einbürgerung für Südkorea fährt und von den deutschen Trainern Steffen Sartor und André Lange betreut wird, fuhr auf den achten Platz.

Vierter Lauf nach Sturz unterbrochen

Der vierte Lauf wurde kurzzeitig unterbrochen, nachdem sich die Amerikanerin Emily Sweeney bei einem Sturz verletzt hatte und aus der Bahn geborgen werden musste. Dem ersten Anschein nach ging der Zwischenfall glimpflich aus. Vorsichtshalber wurde Sweeney in ein Krankenhaus gebracht.

Der Wettkampf war so etwas wie der Abschluss des großen Duells zwischen Geisenberger und Hüfner, welches das Frauenrodeln seit zehn Jahren prägt. Hüfner war nach ihrem Olympiasieg 2010 allmählich von der vier Jahre jüngeren Geisenberger überholt worden.

In dieser Zeit wurde das Verhältnis der beiden zudem von Hüfners Gefühl der Ungleichbehandlung durch den Verband belastet. Dies war in Sotschi auch öffentlich ein großes Thema, mittlerweile sind diese Probleme aber ausgeräumt.

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