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"Braveheart-Wettkampf" bringt Ammann an seine Grenzen

11.02.2018 09:30
Für Simon Ammann sind es die letzten Olympischen Spiele
Für Simon Ammann sind es die letzten Olympischen Spiele

Wind und eisige Kälte hatten die Skisprung-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang fest im Griff. Eines der "Opfer": der Schweizer Simon Ammann. Er fand anschließend deutliche Worte.

Die Temperaturen waren schon längst in den zweistelligen Minusbereich abgestürzt, als Simon Ammann zum siebten und letzten Mal auf den Balken der Olympia-Schanze von Pyeongchang kletterte.

Der Schweizer Olympiasieger dürfte der wohl erste Skispringer sein, der für einen Versuch zwei Tage braucht. Um kurz vor Mitternacht versuchte es Ammann zum ersten Mal, über zehn Minuten später und nach fünf erfolglosen Versuchen durfte er bei starkem Aufwind und bis zu minus 13 Grad endlich springen.

"Das war ein Braveheart-Wettkampf. So am Limit habe ich noch nie operiert", sagte der durchgefrorene Doppel-Olympiasieger von 2002 und 2010 nach seinem zweiten Versuch. 

Platz elf und die damit verpasste Medaille schienen Ammann zu ärgern, nachdem sich die Wind- und Wetterlotterie fast drei Stunden zog. "Ich wurde innerlich immer genervter", sagte der 36-Jährige.

Auf der Schanze in Pyeongchang hatten sich bei dem Extremwettkampf skurrile Szenen zugetragen. FIS-Renndirektor Walter Hofer, selbst mit offener Jacke und ohne Handschuhe unterwegs, sowie der für Materialkontrolle verantwortliche Sepp Gratzer hatten die Springer oben mit Decken warmgehalten.

Erst nach Mitternacht stand Andreas Wellinger als Olympiasieger fest.

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