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Wellinger feiert bis fünf Uhr: "Unglaublich emotional"

11.02.2018 08:00
Andreas Wellinger feierte seinen Olympiasieg ausgiebig
Andreas Wellinger feierte seinen Olympiasieg ausgiebig

Auch nach einer langen Partynacht ist das Wort "Olympiasieger" bei Skispringer Andreas Wellinger noch nicht so richtig angekommen. Zusammen mit Gold-Lady Laura Dahlmeier hatte Wellinger das Deutsche Haus gerockt.

"Ich habe es immer noch nicht realisiert. Das wird auch noch ein paar Tage oder Wochen dauern. Es war unglaublich emotional", sagte der 22-Jährige am Sonntag in Pyeongchang bei der Pressekonferenz im deutschen Haus.

Wie lange es ging? "Ich habe nicht auf die Uhr geschaut. Es war noch dunkel", berichtete Wellinger: "Um fünf sind wir heim, glaube ich zumindest." Vor allem mit Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier auf der Bühne eine Flasche Sekt zu köpfen, sei "ein extremer Spaß" gewesen: "Die ganze Feier im Deutschen Haus war sehr schön."

Das lange Warten bei schneidendem Wind und Eiseskälte hatte im Wettbewerb enorm an Wellingers Nerven gezerrt. Er war von der Normalschanze nach Mitternacht vom fünften Platz aus im zweiten Durchgang noch zu Gold gesprungen.

"Das war das Schlimmste", sagte er, "eine Scheißzeit. Der Kopf ist leer, die Emotionen gehen über die Decke hinaus. Immer, wenn jemand vor der grünen Linie landete, fiel mir irgendwer um den Hals. Am Ende wusste ich gar nicht, wo mir der Kopf steht."

Ein paar Tage hat er noch, um sich wieder zu sortieren. Am Samstagabend (21:30 Uhr Ortszeit/13:30 MEZ) geht es von der Großschanze weiter. "Wir werden sehen, wie es mir geht, wenn ich wieder auf der Schanze bin. Ich kann sehr gute Sprünge zeigen, das will ich wieder tun", sagte Wellinger.

Bis dahin hat er womöglich auch den zahlreichen Gratulanten geantwortet: "Bisher ging das nicht. Mein Handy funktioniert gar nicht mehr, weil es gestern so explodiert ist."

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