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Brown warnt Alonso: "McLaren kommt an erster Stelle"

10.02.2018 11:30
Fernando Alonso darf keine PR-Termine für Toyota absolvieren
Fernando Alonso darf keine PR-Termine für Toyota absolvieren

Fernando Alonso geht mit seinem Doppelprogramm in Formel 1 und WEC an die Grenzen. Sein Stamm-Team McLaren untersagt dem Spanier PR-Auftritte für das LMP1-Team von Toyota.

Nach der umstrittenen Verschiebung des Fuji-Rennens der WEC 2018/19 ist es Fernando Alonso nun möglich, tatsächlich an allen diesjährigen Läufen zur Langstrecken-Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Der spanische Superstar wird die Formel 1 für McLaren bestreiten und zudem in Spa-Francorchamps, Le Mans, Silverstone, Fuji und Schanghai im Toyota TS050 angreifen. Rein theoretisch könnte Alonso 2019 zwei Weltmeistertitel feiern - wenn die sportliche Situation in der Formel 1 für McLaren wieder besser ist.

Der zweimalige Formel-1-Champion muss das Engagement mit Toyota als Nebenjob betrachten. Das fodert sein McLaren-Boss Zak Brown. "Fernando darf eigentlich nur die Rennen fahren. Wenn es um PR-Auftritte, Sponsorentermine oder ähnliche Dinge geht, dann ist er sehr eingeschränkt. Er ist nur eine Leihgabe von uns", sagt Brown.

Man habe sich mit Toyota auf Alonsos Fahrten in der WEC geeinigt, nicht jedoch darauf, "dass er im Sinne von Toyota-Sponsoren durch die Weltgeschichte reist", so der McLaren-Chef.

McLaren befürchtet Sponsoren-Probleme

Vor allem gelte es, die Interessen der Partner von McLaren zu wahren, sagt der Amerikaner. Klartext: Alonso soll keinesfalls für Toyota-Sponsoren auftreten, die Konkurrenten von McLaren-Geldgebern sind.

Die Gefahr ist nicht allzu groß, denn auf dem TS050 prangen zwar zahlreiche Schriftzüge, allerdings stammen diese oftmals von Toyota-Tochterfirmen aus den Bereichen Elektronik, Batterietechnologie oder E-Antriebe. Einzig Reifenpartner Michelin könnte sich mit Formel-1-Zulieferer Pirelli beißen.

"Wenn aber Toyota einen Partner finden sollte, der in Konflikt mit einem unserer Partner steht, dann wollen wir natürlich nicht, dass Fernando für diesen Sponsor auch noch Werbung macht"; betont Brown. "McLaren kommt klar an erster Stelle. Wenn man an Fernando denkt, dann denkt man zuallererst an den McLaren-Formel-1-Fahrer."

"Fernando weiß schon, was auf ihn zukommt"

Die fünf Rennen der WEC im Kalenderjahr 2018 stünden dem Formel-1-Programm ansonsten nicht im Wege. Auch eine Überlastung seines Fahrer sieht der McLaren-Boss nicht.

"Was hätte er denn sonst an Formel-1-freien Wochenenden gemacht? Bestimmt kein Formel-1-Auto getestet oder bei uns im Simulator gesessen. Er wäre im Kart gefahren oder auf den Golfplatz gegangen. Nun fährt er halt im Toyota in der WEC. Er will sowieso seine Freizeit möglichst immer in Rennfahrzeugen verbringen", erklärt Zak Brown.

Ex-Formel-1- und LMP1-Pilot Mark Webber hatte vor dem Tanz auf zwei Hochzeiten gewarnt. "Fernando weiß schon, was auf ihn zukommt", sagt Brown. "Er ist ein spezieller Typ, der Dinge leisten kann, die andere niemals leisten könnten. Und wenn er etwas tut, dann auf höchstem Level."

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