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"Kritik nicht immer menschlich": Prokop wehrt sich

02.02.2018 19:59
Nach Kritik: Christian Prokop setzt sich zur Wehr
Nach Kritik: Christian Prokop setzt sich zur Wehr

Handball-Bundestrainer Christian Prokop hat sich über den Umgang mit ihm nach dem schmachvollen EM-Aus beschwert. "Das Abschneiden lässt die Kritik zu. Aber was die letzten zehn Tage passiert ist, war nicht immer menschlich", sagte Prokop am Freitag vor dem Allstar Game der Handball Bundesliga (HBL) bei "Sky Sport News HD". 

Nachdem die Nationalmannschaft bei der EM in Kroatien in der Hauptrunde ausgeschieden war, war Prokops Zukunft als Bundestrainer öffentlich infrage gestellt worden. Besonders aus der Liga hagelte es Kritik. Vizepräsident Bob Hanning vom Deutschen Handballbund hatte in der Folge eine ergebnisoffene Analyse über die nächsten vier bis sechs Wochen angekündigt. Prokop bekräftigte indessen, dass er das Amt weiterhin ausführen wolle. 

"Ich möchte diese Aufgabe weitermachen, traue es mir auch zu, aber man muss auch ehrlich sein: Nach den letzten zehn Tagen und dem EM-Auftritt liegt es nicht mehr in meiner Hand", sagte der 39-Jährige. Auch die Medien macht Prokop für den Trubel der vergangenen Tage mitverantwortlich. "Ich hoffe nicht, dass aufgrund des medialen Drucks eine vorgefertigte Meinung in den Köpfen herrscht."

Nach der EM war viel von internen Unstimmigkeiten zwischen Team und Trainer berichtet worden. Dass Prokop Abwehrchef Finn Lemke zunächst nicht für die Titelkämpfe nominiert hatte, war dem Coach ebenso angelastet worden wie einige taktische Entscheidungen. Besonders im Fall Lemke räumte Prokop Fehler ein: "Mit Sicherheit habe ich gerade die Charaktereigenschaften und die Stellung eines Finn Lemke in der Nationalmannschaft unterschätzt und im Vorfeld nicht bedacht."

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