Anzeige

Verliebt in Daphne: Wozniacki feiert ihren Triumph

28.01.2018 10:28
Caroline Wozniacki feiert Triumph bei den Australian Open
© getty, Vince Caligiuri
Caroline Wozniacki feiert Triumph bei den Australian Open

Happy End in Melbourne: Mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel kehrt Caroline Wozniacki an die Spitze der Weltrangliste zurück und ist froh, eine Frage nie wieder beantworten zu müssen.

Für ihren Verlobten hatte Caroline Wozniacki nur einen flüchtigen Kuss übrig, ehe sie sich wieder ihrer neuen Liebe widmete. "Daphne kommt heute Nacht mit mir nach Hause, dann werden wir kuscheln", sagte Wozniacki und blickte versonnen zu dem silbernen Pokal mit dem dürren Stil und dem breiten Sockel.

Besonders attraktiv ist sie ja nicht, die Daphne Akhurst Trophy, doch Wozniacki konnte nach ihrem ersten Grand-Slam-Triumph nicht mehr die Finger von ihr lassen.

David Lee, diese Schrankwand von einem "Spielerinnenmann", nahm es gelassen hin, nur die wenigsten verstehen die überbordenden Emotionen nach einem sportlichen Gipfelsturm so wie der frühere NBA-Champion der Golden State Warriors.

Weil Caroline noch in ihren eigenen Sphären schwebte, wandte sich Lee wieder seiner zweitliebsten Beschäftigung in den Wochen der Australian Open zu: einem Drink mit seinem Schwiegervater in spe, Piotr Wozniacki.

Tennis-Welt gönnt Wozniacki den Triumph

Dessen Tochter setzte auch am Morgen nach ihrem denkwürdigen Sieg über die tief enttäuschte Rumänin Simona Halep die Liebelei mit ihrer Daphne bei einer romantischen Gondelfahrt im Botanischen Garten von Melbourne fort.

Über Nacht hatte Wozniacki unzählige Glückwunschbotschaften erhalten, in der ganzen Tenniswelt fand sich kaum jemand, der ihr den Titel nicht von Herzen gönnt.

"Der Hammer, ich bin so glücklich", schrieb Serena Williams: "Ich bin so stolz auf Dich, meine Freundin, so stolz."

Der große Rod Laver, elfmaliger Majorsieger und Namensgeber der Finalarena in Melbourne, begrüßte Wozniacki im Klub der Grand-Slam-Champions. Viele Experten und in manchen Momenten auch sie selbst hatten an ihrer Tauglichkeit für diesen elitären Kreis bereits gezweifelt.

Wozniacki widerlegt ihre Kritiker

Beim fast dreistündigen Dreisatzkrimi, den Wozniacki mit letzter Kraft und 7:6 (7:2), 3:6, 6:4 für sich entschied, widerlegte sie jedoch alle Kritiker, die ihr das Potenzial für die ganz großen Titel abgesprochen hatten. Mit 19 Jahren war die Dänin an die Spitze der Weltrangliste gestürmt und hatte sich dort insgesamt 67 Wochen lang gehalten.

Ab Montag ist sie wieder zurück, nach sechs Jahren, in denen ihr Leben auf und abseits des Tenniscourts gewaltig durchgeschüttelt worden war.

Erst verließ sie ihr damaliger Verlobter, der nordirische Golfer Rory McIlroy, kurz vor der Hochzeit, dann rauschte sie im Ranking verletzungsbedingt bis auf Platz 74. Doch bereits im vergangenen Jahr mit dem Triumph beim WTA-Saisonfinale bewies Wozniacki, "dass ich alle schlagen kann".

Nun ist auch der letzte Makel ihrer Karriere ausgemerzt, nie wieder muss sie sich den Vorwurf anhören, dass eine Spielerin ohne Grand-Slam-Titel zu Unrecht über allen anderen thront.

"Ehrlich gesagt, ist das eine der besten Begleiterscheinungen an diesem Triumph", sagte Wozniacki und scherzte: "Ich warte aber schon auf die Frage, wann ich endlich meinen zweiten Titel hole." Bis dahin wird sie noch viel Zeit mit ihrer Daphne verbringen, ob es ihrem Verlobten gefällt oder nicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige