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Hollerbach heiß auf Mission "HSV-Rettung"

25.01.2018 14:23
Bernd Hollerbach steht vor seinem HSV-Debüt
Bernd Hollerbach steht vor seinem HSV-Debüt

Bernd Hollerbach gibt am Wochenende sein Debüt beim Hamburger SV. Mit Zuckerbrot und Peitsche will der neue Trainer den Traditionsklub aus der Krise führen.

Natürlich kam die Frage nach der Nervosität, doch da musste Bernd Hollerbach nur schmunzeln. Der Mann mit dem Fünf-Tage-Bart und dem eingebauten grimmigen Blick gibt sich vor seinem Debüt als Trainer des Hamburger SV cool.

"Bis jetzt ist alles gut", sagte der 48-Jährige, den sie als Spieler "Holleraxt" gerufen haben, schließlich habe er schon viel erlebt. "Ich freue mich drauf", sagte Hollerbach über sein Bundesliga-Debüt als Trainer bei RB Leipzig (Samstag, 15:30 Uhr).

Vielleicht hätte Hollerbach sich für seinen Start insgeheim einen etwas leichteren Gegner gewünscht, aber das sagte der Nachfolger von Markus Gisdol selbstverständlich nicht. "Wir haben mit dem Trainerteam einen Plan gemacht, wie man so schön sagt. Klar ist, dass Leipzig eine starke Mannschaft ist", sagte der neue Hoffnungsträger beim Dauerkrisenklub von der Elbe: "Ich bin aber auch überzeugt davon, dass man immer eine Chance hat."

2018 noch tor- und punktloser HSV

Zuletzt präsentierte sich sein am Montag übernommenes Team allerdings recht chancenlos. Seit sechs Spielen wartet der HSV auf einen Sieg, die letzten vier Partien wurden verloren, nur die Hanseaten sind in der Rückrunde noch ohne Punkt und Tor. Der Vorletzte hat nun 15 Endspiele bis zum Mai.

Und Hollerbach ist auf der Mission, den seit Jahren taumelnden Traditionsklub wieder irgendwie in der Liga zu halten, nun der neue Chef. "Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst", sagte er.

Als erstes drückte Hollerbach nun den Resetknopf. Und so bekommt auch Walace, der zuletzt als Streikprofi Schlagzeilen gemacht hatte, bei dem Franken eine neue Chance. "Er hat mir versichert, dass er sich für den Verein zerreißen wird", sagte Hollerbach, der 2005 mit Ralph Hasenhüttl die Trainer-A-Lizenz in Köln erwarb und seitdem mit dem Leipzig-Coach befreundet ist: "Auf mich macht er einen sehr guten Eindruck. Walace ist ein Spieler, auf den wir setzen können."

Dreierkette als Option

Auch wenn Hollerbach seit Montag härter und mehr als zuletzt trainieren sowie den Volkspark "zur Kaserne" (Hamburger Morgenpost) für sein Team ausbauen ließ, zeigte der einstige Schüler von Felix Magath aber auch, dass mehr als nur ein kompromissloser Schleifer in ihm steckt.

Es wurde tatsächlich auch gelacht im Training. Hollerbach redete viel und ließ durchblicken, dass unter ihm - auch während der Spiele - mehr als nur ein taktisches System zur Anwendung kommen könnte. Auch die Dreierkette in der Abwehr wird plötzlich eine echte Option.

"Ich habe schon einige Ideen im Kopf - aber die werde ich meinem Freund Ralph Hasenhüttl jetzt nicht verraten", sagte Hollerbach und versprach den leidgeprüften Fans: "Wenn alle mitmachen und wir geschlossen auftreten, dann sind wir schwer zu schlagen."

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