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McLaren-Chef spricht von Alonso-Bevorzugung

22.01.2018 08:37
Fernando Alonso wurde von McLaren bevorzugt
Fernando Alonso wurde von McLaren bevorzugt

Fernando Alonso hat laut McLarens Formel-1-Chef Zak Brown seinen Teamkollegen Stoffel Vandoorne geschlagen, weil ihm ein besseres Chassis-Motor-Paket gegeben wurde. Der Spanier habe zudem bei neuen Teilen den Vorrang gehabt, weshalb es für Vandoorne schwierig gewesen sei, auf demselben Level zu fahren wie der ehemalige Formel-1-Weltmeister

"Sie hatten nicht immer dasselbe Material", so Brown. "Beide Autos wurden identisch betreut. Trotzdem hatten wir manchmal nur ein Update zur Verfügung." Neun von zehn dieser Updates würde ein Team dem erfahreneren Fahrer zu Verfügung stellen. Deshalb habe der Abstand zwischen den beiden Rennfahrern in manchen Rennen größer ausgesehen als er eigentlich war.

"Der Abstand wurde durch das Auto erzeugt und nicht durch die Fähigkeiten der Fahrer", erklärt Brown. "Wir sind mit Stoffels Leistungen deshalb sehr zufrieden." Außerdem glaubt Brown, dass es für Vandoorne keine einfache Situation gewesen sei, da er von Alonso stetig unter Druck gesetzt wurde.

"Kein einfacher Start" für Vandoorne

Wegen der Motorenprobleme von Honda musste McLaren einige Trainingssitzungen ausfallen lassen. Da Vandoorne nicht über viel Erfahrung in der Königsklasse verfügt, habe der Belgier nicht immer sein ganzen Potenzial ausschöpfen können. "Es war kein einfacher Start für ihn, da wir Probleme mit der Haltbarkeit des Fahrzeugs hatten", so Brown. "Er war ein Neuling, der einige Strecken zum ersten Mal in seinem Leben besucht hat." Alonso habe hingegen über 15 Jahre Erfahrung in der Königsklasse, weshalb er weniger Schwierigkeiten hatte.

"Stoffel hat auf Strecken, auf denen er zuvor nie war, Sitzungen verpasst", sagt Brown. "Er hatte nur fünf Runden, um eine gute Zeit hinzulegen. Dann ist es natürlich schwierig, wenn dein Teamkollege einer der besten Rennfahrer der Welt ist." Gerade weil der junge Pilot oft unter Druck stand und mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte, freut sich das Team, dass Vandoorne von Rennen zu Rennen schneller geworden ist. "Er ist dicht an Fernando dran."

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