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Hübner, Max oder Kohr: Wie der Vater so der Sohn

17.01.2018 13:36
Benjamin Hübner, Philipp Max und Dominik Kohr (v.l.)
Benjamin Hübner, Philipp Max und Dominik Kohr (v.l.)

Berühmte Väter und ihre Söhne: In der Bundesliga sorgt die nächste Generation für Furore. Der Nachwuchs des früheren Torschützenkönigs Martin Max wird sogar schon in die Nationalmannschaft gelobt.

"Früher oder später wird er in der Nationalmannschaft landen", sagte jüngst Stefan Reuter, Manager des FC Augsburg, über den 24 Jahre alten Philipp Max, der mitverantwortlich für den Aufschwung der bayerischen Schwaben ist. Vater Martin wurde 2000 und 2002 im Trikot von 1860 München Torschützenkönig - für Deutschland spielte er allerdings nur einmal.

"Meinem Papa war es nie wichtig, dass ich Profi werde. Meine Mama und mein Papa waren nicht diese ehrgeizigen Fußballer-Eltern, die ihr Kind antrieben", sagte Philipp Max der "Sport Bild". Der Vater sei "natürlich stolz, aber wir gehen nicht in die tiefgreifende Analyse. Klar gibt es mal einen Spruch, oder er sagt: 'Da musste der Stürmer ja nur noch den Fuß hinhalten, den hätte ich auch noch gemacht!' Aber er geht nicht mit mir meine Stärken und Schwächen durch."

Robin Koch seinem Vater in einer Statistik schon voraus. Der 21-Jährige erzielte am vergangenen Wochenende bereits in seinem zehnten Spiel sein erstes Tor in der Fußball-Bundesliga. "Ein ganz besonderer Moment für mich", sagte er nach dem 1:1 seines SC Freiburg bei Eintracht Frankfurt. Papa Harry, beim damaligen Topklub 1. FC Kaiserslautern in den 1990er-Jahren zur Ikone geworden, brauchte dafür 90 Anläufe.

Doppelte Freude für Frankfurts Manager Bruno Hübner

"Ich denke, er wird sich freuen", sagte Robin Koch - bevor er die Glückwünsche der Eltern per Handy annehmen konnte. Der 48 Jahre alte Koch senior, der mit dem aufgestiegenen FCK 1998 sensationell die Meisterschaft gewonnen hatte, ist längst nicht der einzige stolze Vater, der seinen Nachwuchs in der Bundesliga glänzen sieht.

Gleich doppelte Arbeit hätte dabei Eintracht Frankfurts Manager Bruno Hübner. Die Söhne Florian und Benjamin spielen beide in der Bundesliga, der jüngere Bruder bei Hannover 96, der ältere bei 1899 Hoffenheim. Am vergangenen Wochenende traf Benjamin Hübner beim 1:1 bei Werder Bremen. "Er ist einer der Spieler, die wir nur ganz schwer ersetzen können", sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann.

Bei Hertha BSC könnten gleich mehrere bekannte Namen auf dem Spielberichtsbogen auftauchen. Neben dem schon erfahrenen Mitchell Weiser, Sohn des Ex-Wolfsburgers und -Kölners Patrick Weiser, stehen bei der alten Dame Palko Dárdai, dessen Vater Pál Dárdai auf der Trainerbank sitzt, und Jonathan Klinsmann, Sohn des früheren Welt- und Europameisters Jürgen Klinsmann, unter Vertrag.

Angreifer-Söhne auf anderen Positionen zu Hause

Klinsmann junior dürfte es aber schwer haben, seinen berühmten Vater in dessen wichtigsten Statistiken einzuholen. Der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft war Vollblut-Stürmer und erzielte in 108 Länderspielen 47 Treffer - Sohn Jonathan steht dagegen im Tor.

Leverkusens Dominik Kohr ist der Sohn von Lauterns Ex-Torjäger und Angreifer Harald Kohr, spielt aber im defensiven Mittelfeld. "Er wird häufiger spielen, als viele glauben", hatte Bayer-Sportchef Rudi Völler vor Saisonbeginn über Kohr junior gesagt. Er sollte recht behalten, denn Trainer Heiko Herrlich setzt große Stücke auf den Ex-Augsburger. "Ich war überzeugt, dass ich auch hier meinen Weg gehen werde", sagte Dominik Kohr der "Rheinischen Post".

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