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Die wichtigsten Neuerungen zur Formel-1-Saison 2018

16.01.2018 20:20
Der Halo-Bügel wird die Formel-1-Cockpits ab der Saison 2018 zieren
Der Halo-Bügel wird die Formel-1-Cockpits ab der Saison 2018 zieren

Am 26. Februar werden die Formel-1-Fans die Boliden der Saison 2018 bei den Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya erstmals in Aktion sehen. Dabei wird es an den Wagen einige Neuerungen zu bestaunen geben. Andere Dinge bleiben dagegen im Verborgenen. sport.de gibt eine Übersicht zu den wichtigsten Änderungen in der Formel-1-Saison 2018.

  • Sicherheit

Die optisch markanteste Änderung zur neuen Saison ist die Einführung des Halo-Bügels. Die bis zu 15 kg schwere und mindestens 15.000 Euro teure Titanium-Konstruktion soll den Kopf des Fahrers vor herumfliegenden Teilen schützen. Durch das zusätzliche Gewicht wurde das Minimumgewicht der Wagen von 728 auf 733 kg (ohne Sprit, mit Fahrer) erhöht. Zudem hat sich die maximale Ausstiegszeit der Piloten von fünf auf sieben Sekunden gesteigert.

Neben der Sicherheit könnte der Halo-Bügel noch andere Zwecke erfüllen. So ist zum Beispiel denkbar, dass der Bügel zu einer LED-Anzeige wird, auf der Werbung oder andere Informationen projiziert werden. "Wie bei Börsenkursen im Ticker - so etwas in der Art könnte es sein. Irgendeine Form von Nachrichten-Übermittlung", erklärte McLaren-Boss Zak Brown.

In der Saison 2017 hat McLaren einen weiteren Ansatz präsentiert, der Halo für die Teams noch interessanter machen könnte. Bei Testfahrten experimentierte das Team mit einem kleinen Flügel, der auf dem Bügel aufsaß. 

McLaren experimentierte mit einem zusätzlichen Flügel auf dem Halo-Bügel
McLaren experimentierte mit einem zusätzlichen Flügel auf dem Halo-Bügel

Die Luftverwirbelungen, die durch den Bügel entstehen, können so noch gezielter in Richtung Heck gelenkt und genutzt werden, um Anpressdruck zu generieren. Ob die Teams auf diese Varianten setzen, wird sich aber wohl erst im Laufe der Saison zeigen.

  • Aerodynamik

Zwei wesentliche Bestandteile der 2017er-Boliden werden in der neuen Saison verschwinden: der T-Flügel und die "Haifischflossen". Obwohl eine große Mehrheit der Teams an der "Haifischflosse" festhalten wollten, wird sie aus ästhetischen Gründen zur neuen Saison verboten - und weil McLaren als einziger Rennstall sein Veto einlegte.

Warum die Briten intervenierten, glaubt Red-Bull-Boss Christian Horner zu wissen: "Zak Brown hat entschieden, dass er seinen Heckflügel nicht sehen kann - er hat offenbar einen großen Sponsor an der Angel und will ihn so gut es geht präsentieren. Dann haben sich die Techniker die Sache angesehen und gesagt: 'Die Flosse versaut uns den Heckflügel, wir wollen sie nicht.'"

Aus aerodynamischer Sicht deutlich wichtiger als die Flosse ist jedoch der Wegfall des T-Flügels.

Der T-Flügel gehört ab sofort der Vergangenheit an
Der T-Flügel gehört ab sofort der Vergangenheit an

Der Flügel selbst generierte zwar nur eine geringe Menge an Abtrieb, gleichzeitig half er aber dabei, die Luftströmung in Richtung Heckflügel zu kontrollieren und effizienter zu nutzen. Hier werden sich die Teams in der Entwicklung demnach neue Kniffe einfallen lassen müssen. Ebenfalls 2018 verboten: der sogenannte "Monkey-Seat-Flügel", der bisher zwischen dem Heckflügel und Auspuff saß.

  • Antrieb

Im Paddock höchst umstritten ist die Reduzierung des Antriebkontingents pro Wagen. In der Vorsaison durften die Teams vier Motoren nutzen, 2018 nur noch drei. Sollte ein Team mehr als die drei erlaubten Antriebsstränge nutzen, drohen Strafen. Schon 2017 nahmen diese Strafen teils absurde Züge an. Unter anderem beim Großen Preis von Italien, als nur zwei der 20 Piloten von dem Platz starteten, den sie im Qualifying belegten. 

Christian Horner fürchtet im schlimmsten Fall einen verzerrten Wettbewerb und sagt: "Wir bestreiten mehr Rennen mit weniger Aggregaten. Wir sparen an der falschen Stelle. Es wäre eine Schande, wenn die Weltmeisterschaft durch eine Startplatzstrafe entschieden wird."

Auf die Motoren müssen die Teams und Fahrer 2018 besonders achten
Auf die Motoren müssen die Teams und Fahrer 2018 besonders achten

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Piloten müssen verstärkt darauf achten, die Motoren zu schonen. Weniger Motoren = weniger Risiko. Vollgasfahrten am Limit werden kaum noch möglich sein. Eine Entwicklung, die weder den Fans noch den Fahrern schmecken dürfte.

  • Reifen

Statt fünf gibt es im Jahr 2018 insgesamt sieben verschiedene Mischungen von Reifenhersteller Pirelli. Neu im Programm sind der "Hypersoft" (pink) und der "Superhard" (orange). Dazu erstrahlt die harte Mischung zukünftig in blau statt in orange. Der Medium-Reifen bleibt weiß.

Sämtliche Reifen werden weicher als bisher und damit gleichzeitig auch schneller. Experten rechnen daher mit Rundenzeiten, die nochmals eine bis 1,5 Sekunden unter den 2017er-Zeiten liegen. "Einige unserer Entscheidungen waren im letzten Jahr vielleicht konservativ. Mit den neuen Mischungen gehen wir das Problem an. Dazu verfolgen wir das Ziel, dass es in den meisten Rennen zwei Boxenstopps geben wird", begründet Pirelli-Geschäftsführer Mario Isola die Einführung der neuen Reifenmodelle.

Eine weitere Neuerung, die nicht direkt die Reifen, dafür aber die Sicherheit eben jener betreffen: Die Räder werden ab sofort von drei statt "nur" zwei Stahlseilen gehalten. Dazu werden die Radmuttern besser gesichert. Damit soll das Risiko von umherfliegenden Reifen reduziert werden.

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