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Stephane Peterhansel: Habe den Stein nicht einmal gesehen

14.01.2018 00:29
Der Schaden ist nur noch zu erahnen: Stephane Peterhansel hatte großes Pech
© Motorsport-Total.com
Der Schaden ist nur noch zu erahnen: Stephane Peterhansel hatte großes Pech

Aus eigener Kraft wird es mit dem 14. Dakar-Sieg nicht mehr klappen: Stephane Peterhansel muss nach seinem unplanmäßigen Reparaturstopp auf der siebten Etappe der Rallye Dakar 2018 auf Probleme bei Carlos Sainz hoffen, soll es mit dem Sieg noch funktionieren. Aus 27 Minuten Vorsprung wurde durch ein einziges Ereignis ein Rückstand von einer Stunde und 20 Minuten auf seinen spanischen Teamkollegen. Peterhansel liegt noch immer auf Rang drei im Gesamtklassement.

Doch was ist genau passiert? "Ich bin Carlos hinterhergefahren. Dann kam eine riesige Pfütze, in der ein Quad angehalten hat. Ich bin also rübergezogen und plötzlich hat es einen riesigen Knall gegeben. Das hat sich echt böse angehört." Peterhansel hatte einen im Wasser versteckten Stein getroffen.

"Ich habe den Stein nicht einmal sehen können", hadert der Dakar-Rekordsieger mit seinem Pech. "Der hat uns alles zerstört: Beide Querlenker, Aufhängung, Bremsen, Getriebe, Stoßdämpfer. Und weil der Reifen ins Radhaus geknallt ist, hat es uns auch noch einen der Kühler zerstört." Peterhansel und Beifahrer Jean-Paul Cottret begannen sofort mit der Reparatur.

Nach einer halben Stunde kam Cyril Despres an der Unfallstelle an. Der ehemalige Motorradfahrer, der selbst bereits weit in der Gesamtwertung zurückgefallen ist, opferte sich und gab alle seine Teile her. Peterhansel fährt nun also mit dem halben Despres-Auto herum. "Wir haben die gesamte Heckpartie getauscht", erzählt der 52-Jährige.

Noch bitterer für Peterhansel: Da es sich bei der Uyuni-Prüfung um eine Marathonetappe handelt, gibt es keinen Service im Biwak. Und das Auto ist nicht zu 100 Prozent fit, denn die Franzosen konnten den defekten Kühler nicht tauschen. Zum Glück für ihn war es eine schnelle Prüfung, auf der ausreichend Fahrtwind herrschte, um es mit nur einem Kühler zu schaffen. Allerdings darf er dem Motor nicht zu viel abverlangen.

"Wir konnten nicht alle Arbeiten durchführen, weil wir nicht alle Teile hatten", sagt er weiter. "Wir müssen also hoffen, dass unser Servicetruck hier bald ankommt. Wenn der es nicht schafft, müssen wir hoffen, dass Cyril es irgendwie packt und wir seinen Kühler und weitere Teile nehmen können." Peterhansel und Cottret steht also eine relativ kurze Nachtruhe am Salar de Uyuni bevor.

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