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Frankfurt-Coach Nico Kovac hadert: "Das ärgert mich immens"

13.01.2018 18:38
Niko Kovac war mit dem Auftritt seiner Elf vor dem Tor der Gäste nicht zufrieden
Niko Kovac war mit dem Auftritt seiner Elf vor dem Tor der Gäste nicht zufrieden

Eintracht Frankfurt hat im eigenen Stadion schon wieder nicht gewonnen. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre sogar der Sprung auf einen Champions-League-Platz möglich gewesen.

Niko Kovac stand einige Sekunden lang regungslos am Spielfeldrand, dann ging der Trainer von Eintracht Frankfurt sichtlich angefressen und ohne mit seinen Spieler abzuschlagen in die Kabine. "Es ärgert mit immens, dass wir nicht gewonnen haben", sagte der Kroate nach dem 1:1 (1:0) gegen den SC Freiburg: "Mit der Chancenverwertung sind wir absolut nicht zufrieden."

Vier, fünf hochkarätige Chancen hatte Kovac in der ersten Halbzeit gesehen, erfolgreich war aber nur Sebastien Haller (28.). Im zweiten Durchgang brachten die Hessen dann nicht mehr viel zustande. "Sicherlich war die zweite Halbzeit schlechter", sagte Kovac: "Aber ich kann mich nicht erinnern, dass uns Freiburg an die Wand gespielt hat."

"Wir schaffen es nicht, zwei gute Halbzeiten zu spielen"

Der Gegentreffer von Robin Koch (51.), der seinen ersten Bundesliga-Treffer feierte, verhinderte nicht nur den ersten Frankfurter Heimsieg seit dem 3. November 2017 - sondern auch den zumindest zwischenzeitlichen Sprung auf einen Champions-League-Platz.

"Hätte, hätte Fahrradkette", sagte Kovac: "Da war mehr drin. Nächste Woche haben wir wieder die Chance, die Punkte zu holen." Am kommenden Samstag spielt die heimschwache, aber in fremden Stadien starke Eintracht beim VfL Wolfsburg.

"Wir schaffen es nicht, über 90 Minuten zwei gute Halbzeiten zu spielen", sagte Kovac: "Aber wir arbeiten daran. Ich bin glücklich darüber, wie wir in den ersten 45 Minuten Fußball gespielt haben." Abgesehen von der Effizienz.

"Wir hätte einfach mehr Tore schießen müssen"

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic gab dem Rasen eine Mitschuld an der schwachen zweiten Halbzeit. "Das ist ein sehr schlechter Platz, das ärgert mich", sagte der frühere Nationalspieler, der von seinem Büro in der Arena die Löcher "jeden Tag" sehen kann. Die Eintracht ist nur Mieter im WM-Stadion, das der Stadt gehört.

Davon abgesehen ärgerten auch Bobic die vergebenen Torchancen in der ersten Halbzeit. "Wir hätte einfach mehr Tore schießen müssen", sagte der 46-Jährige: "Nach dem Ausgleich ist es dann nicht so leicht, noch einmal zurückzukommen. Freiburg hat das gut gemacht. Dann bleibt halt was liegen, es ist sehr eng in der Bundesliga."

Streich will besseren Fußball sehen

Das wissen auch die Freiburger, die nach dem Punktgewinn weiterhin vier Zähler mehr als der Tabellen-16. Werder Bremen auf dem Konto haben. "Wir müssen in den nächsten Wochen besser Fußball spielen", sagte Trainer Christian Streich, der auf das Verletzungspech des Sport-Clubs hinwies, aber trotzdem betonte: "Das soll keine Entschuldigung sein."

Die Leistungssteigerung im Spielverlauf dürfte den Breisgauern Mut machen im Abstiegskampf. "Ich bin sehr froh, dass wir wieder einen Rückstand in ein Unentschieden umwandeln konnten", sagte Streich: "Natürlich ist der Punkt glücklich, aber aufgrund unserer Probleme bin ich froh, dass wir belohnt worden sind."

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