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Deutscher Dreifachsieg in Oberhof

13.01.2018 16:01
Dajana Eitberger setzte sich in Oberhof durch
© getty, Maddie Meyer
Dajana Eitberger setzte sich in Oberhof durch

Die deutschen Rennrodlerinnen haben mit dem nächsten Dreifachsieg ein weiteres Ausrufezeichen vor den Winterspielen in Südkorea gesetzt. 

Dajana Eitberger feierte ihren ersten "echten" Saisonsieg, sie verwies Olympiasiegerin Natalie Geisenberger und Weltmeisterin Tatjana Hüfner auf die Plätze.

Für Hüfner war es ein starkes Comeback nach ihrer Unterschenkelverletzung, Eitberger empfand indes Erleichterung nach dem Sieg auf ihrer Heimbahn. "Zuletzt ist es hier häufig unglücklich für mich gelaufen", sagte sie: "Mit all den Nebengeräuschen und Eindrücken ist es für mich immer schwieriger, in den Tunnel zu kommen."

Große Favoritin auf Gold bei den Spielen in Pyeongchang bleibt allerdings Geisenberger. "Dajana war heute die Bessere", sagte die Weltcupführende: "Wir Drei schenken uns nichts, es ist schön, wenn wir zusammen auf dem Podium stehen. Jede von uns kann jederzeit gewinnen."

Jessica Tiebel wurde nach einem Fehler im zweiten Lauf nur Neunte, nach dem ersten Durchgang hatte sie noch Rang vier belegt. Am vergangenen Wochenende waren die deutschen Frauen beim Weltcup am Königssee schon mit einem Dreifacherfolg ins neue Jahr gestartet.

Eggert/Benecken unterstreichen Gold-Anspruch

Einen solchen verpassten in Oberhof die Doppelsitzer nur knapp. Die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken gewannen jedoch und unterstrichen damit ihren Anspruch auf Olympia-Gold. Die Thüringer verwiesen die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt auf den zweiten Rang. Robin Geueke/David Gamm belegten den vierten Rang hinter Peter Penz und Georg Fischler aus Österreich.

"Es ist schön, endlich wieder in unserem Wohnzimmer gewonnen zu haben", sagte Eggert, der mit seinem Partner zuletzt 2014 auf der Heimbahn ganz vorne gelandet war. Am Samstag machten nun sieben Tausendstelsekunden den Unterschied.

Bundestrainer Loch: "Völlig egal, wer vorne landet"

"So lange es zwischen beiden Doppeln so eng bleibt, ist es mir völlig egal, wer vorne landet", sagte Bundestrainer Norbert Loch: "Wenn sie sich so wie heute aneinander reiben, dann ist das die beste Vorbereitung für Olympia."

In der ersten Saisonhälfte waren Wendl/Arlt teilweise deutlich geschlagen worden, 2018 präsentieren sie sich aber in stärkerer Form. "Es gibt Höhen und Tiefen im Sport, und wenn man in einem Tal steckt, dann muss man härter arbeiten", sagte Norbert Loch: "Das haben die beiden getan. Ich bin auch sehr hart mit ihnen ins Gericht gegangen, und jetzt sehen wir das Ergebnis."

Oberhof 2017/2018

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