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Bayern besiegen Bayer-Fluch - Wagner stellt Rekord auf

12.01.2018 22:20
Bayern München gewinnt erstmals seit fünf Jahren bei Bayer Leverkusen
Bayern München gewinnt erstmals seit fünf Jahren bei Bayer Leverkusen

Bayern München hat zum Rückrundenauftakt der Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt - und scheint der nationalen Konkurrenz weiter kaum Angriffsfläche zu bieten.

Der Rekordmeister setzte sich auch ohne seinen angeschlagenen Torjäger Robert Lewandowski im Spitzenspiel beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen insgesamt verdient mit 3:1 (1:0) durch und baute seinen imposanten Vorsprung an der Tabellenspitze zunächst auf 14 Punkte aus.

Die Treffer für die Bayern an der früheren Wirkungsstätte ihres Trainers Jupp Heynckes erzielten Javi Mártinez (32.), Franck Ribéry (59.) und der kolumbianische Superstar James mit einem direkt verwandelten Freistoß (90.+1). Leverkusen konnte durch den zehnten Saisontreffer von Kevin Volland (71.) lediglich noch verkürzen und ließ den Tabellenführer noch einmal kurzzeitig zittern.

Für die Münchner war es der erste Sieg unter dem Bayer-Kreuz seit fünf Jahren. Leverkusen kassierte seinerseits nach zuvor 14 ungeschlagenen Pflichtspielern mal wieder eine Niederlage und musste vor ausverkauftem Haus mit 30.210 Zuschauen zudem seine erste Heimpleite in dieser Spielzeit hinnehmen.

Wagner schnappt sich Hummels' Rekord

Heynckes hatte in seiner Startelf überraschend auf Rückkehrer Sandro Wagner verzichtet, der als Ersatz für Lewandowski in der ersten Elf erwartet worden war. Erst in der 78. Minute wurde der Nationalstürmer eingewechselt. Mit seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Bayern seit 3785 Tagen stellte Wagner einen Vereinsrekord auf. Eine größere Zeitspanne kann kein Profi zwischen zwei Liga-Partien für die Münchner aufweisen. Zuvor hielt Mats Hummels den Rekord mit 3387 Tagen. 

"Wir haben uns viel vorgenommen. Wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben unsere Chancen gut genutzt", sagte Rückkehrer Wagner im "ZDF": "Ich habe auch gedacht, dass ich von Anfang an spiele. Enttäuscht war ich aber nicht. Reingekommen, gewonnen, das passt."

Auch ohne den Polen Lewandowski sowie den ebenfalls noch nicht wieder völlig fitten Weltmeister Mats Hummels übernahmen die Gäste vom Anpfiff weg das Kommando.

Die Bayern hatten entsprechend auch die erste große Chance des Spiels durch Ribéry in der vierten Minute. Kurz darauf hatten die Hausherren eine gute Kontergelegenheit, Leon Bailey vertändelte aber in aussichtsreicher Position den Ball.

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich die Leverkusener Volland und Karim Bellarabi, der unter anderem die Kreise von Ribéry stören sollte, jeweils die Gelbe Karte einhandelten. Der frühere Leverkusener Arturo Vidal prüfte in der 16. Minute Nationaltorwart Bernd Leno, ehe 60 Sekunden später Dominik Kohr auf der anderen Seite nur knapp das Ziel verfehlte.

Mártinez reagiert am schnellsten

Im Anschluss an eine Ecke kam dann Mártinez zu seinem ersten Saisontreffer, als er nach einer Abwehraktion von Sven Bender freie Bahn hatte. Nach der Führung durch den Spanier, der das erste Bayern-Tor seit 2013 in Leverkusen erzielte, bekamen die Münchner Oberwasser und hätten durch Müller und Niklas Süle noch vor der Pause ihren Vorsprung ausbauen müssen.

Bayer, das von seinem Trainer Heiko Herrlich sehr offensiv ausgerichtet wurde, wirkte nach gutem Start lange zu zaghaft, um die Defensive des Spitzenreiters ernsthaft in Gefahr zu bringen. Auch der in der Hinrunde überragende Bailey konnte nichts ausrichten.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste, bei denen Arjen Robben nach dreimonatiger Pause ein ordentliches Comeback gab, das Spiel bis zum Anschlusstor im Griff.

Thomas Schneider und Marcus Sorg, die beiden Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw, sahen eine eiskalte Bayern-Mannschaft, die auch ohne großen Glanz souverän aufspielte. Nach dem ebenfalls ersten Saisontreffer von Ribéry, der nach Vorarbeit des guten James Leno mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ, schien die Partie entschieden. Volland, dessen Schuss von Süle entscheidend abgefälscht wurde, machte es dann noch einmal spannend.

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