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Kommt Keita im Winter? Klopp hält sich bedeckt

12.01.2018 15:11
Jürgen Klopps Transferpolitik beim FC Liverpool steht unter Beobachtung
Jürgen Klopps Transferpolitik beim FC Liverpool steht unter Beobachtung

Jürgen Klopps FC Liverpool macht als Kaufhaus des Nordwestens von sich reden. Die Kehrtwende in der Vereinspolitik ruft Spötter auf den Plan.

Jürgen Klopp war bester Laune, als er am Freitag vor die Presse trat. "Ich weiß, dass ihr euer Bestes geben werdet, aber das wird schwer heute", sagte der Teammanager des FC Liverpool zu den Reportern - und er sollte recht behalten. Ob zum umworbenen Leipziger Naby Keita, anderen möglichen Wintertransfers oder dem Topspiel gegen Spitzenreiter Manchester City am Sonntag (17:00 Uhr) - Klopp lieferte keine großen Schlagzeilen.

Das war über den Jahreswechsel noch ganz anders. Klopp machte Virgil van Dijk vom FC Southampton mit 84,5 Millionen Euro zum teuersten Verteidiger der Fußball-Geschichte und gab Philippe Coutinho für 160 Millionen Euro an den FC Barcelona ab. Damit waren seine Reds an den beiden teuersten Wintertransfers beteiligt, die es je gegeben hat.

Klopp muss in die Champions League

Und es ist möglich, dass der für Sommer geplante, 75 Millionen Euro schwere Keita-Wechsel an die Merseyside für zusätzliche 15 bis 20 Millionen vorgezogen wird. Doch auch da enttäuschte Klopp seine Zuhörer. "Darüber gibt es nichts zu sagen. Ich werde damit jetzt nicht anfangen", sagte Klopp: "Er ist ein Spieler von Leipzig, das weiß ich - und, dass er im Sommer hier sein wird. Ansonsten gibt es dazu nichts zu sagen."

Aber benötigt Liverpool nicht einen Ersatz für Coutinho? Schließlich hatte Klopp, der mit seiner Mannschaft Vierter ist, an Weihnachten betont: "Wir müssen in die Champions League!" Er müsse den Brasilianer nicht zwingend ersetzen, sagte Klopp, "wir haben noch andere Klassespieler hier und auch schon ohne ihn fantastischen Fußball gespielt."

Allerdings: "Wir laufen mit offenen Augen durch diese Transferperiode, aber wir werden keine verrückten Sachen machen - richtig geht vor teuer." Klopp als Knauser.

Mourinho stachelt Reporter an

Verrückt, das war aus Sicht vieler Beobachter schon der Preis für van Dijk - zumal Klopp selbst noch im Juni 2016 am Beispiel des 105 Millionen Euro teuren Wechsels von Paul Pogba zu Manchester United den internationalen Transferwahnsinn kritisiert hatte. ManUnited-Teammanager José Mourinho ließ Klopp als Heuchler dastehen, als er den Reportern kürzlich zuraunte: "Wenn ich einer von euch wäre, würde ich ihn mit seinen Kommentaren aus dem vorigen Jahr konfrontieren."

Klopps "offene Augen" sollen derweil eine ganze Reihe von Spielern in den Blick genommen haben. Weltmeister Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Riyad Mahrez von Leicester City oder Thomas Lemar (AS Monaco) werden wie viele andere gehandelt. Angeblich wollte Klopp auch Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang, doch seine Vorgesetzten empfanden den 28-Jährigen als zu alt.

Bei all den Transferthemen ging das Duell mit den weiter ungeschlagenen Citizens von Pep Guardiola fast unter. Geschlagene sieben Minuten dauerte es, bis Klopp am Freitag erstmals auf das "große, wichtige Spiel" einging.

"Was sie tun, tun sie fantastisch", sagte er, nannte ein paar Spieler wie Kevin De Bruyne oder Ilkay Gündogan und ergänzte: "Wow, das ist Qualität, ein wirklich nettes Fußballteam." Ein solches will Klopp auch beim FC Liverpool aufbauen - mag es noch so teuer sein.

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