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McLaren verzichtet auf Namens-Sponsor

03.01.2018 09:21
Ohne Honda, aber mit neuem Mut geht Zak Brown in die neue Formel-1-Saison 2018
Ohne Honda, aber mit neuem Mut geht Zak Brown in die neue Formel-1-Saison 2018

Neuer Antriebspartner, neues Glück? Für McLaren wird die Formel-1-Saison 2018 in vielerlei Hinsicht wichtig. Das Honda-Desaster ist abgehakt, zehn Jahre nach dem letzten WM-Titel für das Team aus Woking muss es nun endlich aufwärts gehen.

Renault-Power und Star-Pilot Fernando Alonso sollen unter anderem dafür sorgen, dass der Traditionsrennstall wieder um Podiumsplätze mitkämpfen kann. "Es entsteht gerade eine neue Dynamik rund um McLaren. Wir haben Fernando, wir haben Stoffel und Lando Norris, der vor dem Durchbruch steht, und wir haben einen neuen Antriebspartner. Wir spüren Rückenwind", verbreitet McLaren-Geschäftsführer Zak Brown Aufbruchsstimmung.

Auch zahlreiche neue Sponsoren sollen laut Brown beim Team angeklopft haben. "Ja, wir haben schon einige Geldgeber fix gemacht - mal schauen, wann wir sie verkünden. Aber wir sind noch nicht ganz durch, alle Sponsoren sind willkommen."

Ziemlich sicher sei jedoch, dass McLaren auch 2018 ohne Titelsponsor an den Start gehen werde. "Wir werden wichtige Partner haben. Aber wenn man sich in der Formel 1 mal umhört, spricht doch keiner über den Namenssponsor eines Teams. Ich glaube nicht, dass sowas einen großen Wert hat. Wir sind McLaren, nicht ABC McLaren", sagt der US-Amerikaner.

"Die Formel 1 macht wieder Schlagzeilen"

Anders als die Konkurrenz von Red Bull und Sauber, die 2018 als Aston Martin Red Bull Racing beziehungsweise Alfa Romeo Sauber F1-Team unterwegs sein wird, will Brown den Teamnamen nicht zum Verkauf stellen.

"Wir werden einige tolle Marken präsentieren können, aber unser Name bleibt", sagt der 46-Jährige und nennt gleich ein abschreckendes Beispiel aus seinem Heimatland. "In der NASCAR-Serie sind die Fahrer darauf trainiert, aus dem Auto zu steigen und zu sagen: 'Mein Chandon-Ford war ganz wunderbar heute' - das passiert in der Formel 1 nicht. Wir möchten unsere eigene Marke bewahren."

Finanziell müsse sich sein Rennstall auch ohne Titelsponsor keine Sorgen machen, bestätigt der McLaren-Direktor. Trotz der mäßigen Ergebnisse der vergangenen Jahre spüre man auch in Woking den Zauber, den die neuen Formel-1-Eigentümer von Liberty Media entfacht haben. "Wir merken die Begeisterung. Die Formel 1 macht wieder Schlagzeilen, die Einschaltquoten im Fernsehen gehen hoch, es kommen mehr Zuschauer an die Strecken, die neuen Besitzer haben eine Vision - all das gibt uns ordentlich Schwung", hofft Brown auf erfolgreiche Jahre in naher Zukunft.

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