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Nach Sagan-Rempler: Videobeweis auch im Radsport

22.12.2017 13:25
Peter Sagan stieß Mark Cavendish bei der Tour 2017 zur Seite
Peter Sagan stieß Mark Cavendish bei der Tour 2017 zur Seite

Der Radsportweltverband UCI führt im kommenden Jahr den Videobeweis bei der Tour de France, dem Giro d'Italia, der Vuelta a Espana und weiteren Straßenrennen wie den großen Monumenten ein.

Für die Saison 2018 seien vier Video-Kommissäre aus Frankreich, Italien, Spanien und Belgien ausgewählt worden, berichtet die belgische Zeitung "Het Nieuwsblad". Ein Kommissar des Quartetts sei als Video-Schiedsrichter verantwortlich für Entscheidungen während des Rennens. "Wenn er etwas Irreguläres sieht, fordert er alle verfügbaren Bilder an, um zu einem Urteil zu gelangen", sagte das belgische Jury-Mitglied Guy Dobbelaere.

Die Idee, einen Video-Schiedsrichter im Radsport einzuführen, kam den Verantwortlichen bei der UCI angeblich bei der Tour de France im vergangenen Sommer. Dort wurde Superstar Peter Sagan nach seinem umstrittenen Rempler gegen Mark Cavendish in einem Massensprint disqualifiziert. Der Protest seines Teams nach dem Rennen war abgewiesen worden.

Im Radsport startet der Videobeweis bei den großen Rundfahrten und Monumenten wie Lüttlich-Bastogne-Lüttich und Paris-Roubiax zunächst in eine Testphase. Danach soll ausgelotet werden, ob er weitergeführt wird. Der Videobeweis ist vor allem durch seine Einführung in der Fußball-Bundesliga in aller Munde. Einen bissigen Kommentar konnte sich Dobbelaere entsprechend nicht verkneifen: "Im Gegensatz zum Video-Schiedsrichter im Fußball wird der Video-Schiedsrichter im Radsport echte Entscheidungen treffen."

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