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Aufreger 2017: "Es war irgendwas mit N..."

31.12.2017 12:06
Einer der sportlichen Aufreger 2017: Neymars Wechsel zu PSG
Einer der sportlichen Aufreger 2017: Neymars Wechsel zu PSG

Immer neue Doping-Enthüllungen aus Russland, Ralf Rangnicks peinlicher Einsatz als Video-Schiedsrichter oder die unfassbaren Dimensionen des Neymar-Wechsels: Die sport.de-Redakteure küren zum Jahresende 2017 die größten Aufreger aus der Welt des Sports.

Ralf Amshove: Staatsdoping in Russland. 2017 verging kaum ein Tag, an dem nicht neue, schockierende Details zum staatlich organisierten Dopingprogramm in Russland publik wurden. Wir haben uns schon längst daran gewöhnt, dass Sportler mit unerlaubten Mitteln nachhelfen, aber das Ausmaß des russischen Dopingsystems überrascht dann doch.

Lissy Beckonert: Ralf Rangnick macht den "Videoschiedsrichter". Beim Pokalspiel zwischen Bayern München und RB Leipzig stürmte der Leipzig-Manager in der Halbzeit mit seinem Smartphone auf Schiri Felix Zwayer zu. Ranknick wollte dem Referee zeigen, dass er mit seiner Entscheidung in der 34. Minute falsch lag. Bayerns Arturo Vidal hatte Emil Forsberg mit einer Grätsche an der Strafraumgrenze gestoppt. Nach langem Zögern entschied sich Zwayer für einen Freistoß für RB.

Florian Pütz: "Würdet ihr es nicht lieben, wenn jemand unsere Flagge verachtet und der Eigner darauf sagt, nehmt den Hurensohn vom Feld. Er ist gefeuert. Er ist gefeuert'", polterte US-Präsident Donald Trump im September nach dem erneuten Hymnenboykott einiger Spieler in der NFL. Das muss man sich mal vorstellen: Spieler protestieren gegen Rassismus, indem sie bei der Nationalhymne knien und der Präsident beleidigt sie als Hurensöhne. Der Zoff zwischen NFL und Trump zählt für mich auf jeden Fall zu den Aufregern des Jahres.


Donald Trump sorgte für Proteste im US-Sport

Tobias Knoop: Ohne Frage: Sebastian Vettels Rammstoß gegen Lewis Hamilton beim Großen Preis von Baku. Vettel ist ja ohnehin nicht gerade als sehr rücksichtsvoller Fahrer bekannt, aber den ärgsten WM-Konkurrenten in einer Safety-Car-Phase (!) zu rammen, ist schon ein starkes Stück. Positiver Nebenaspekt: In das ansonsten recht brave Duell der beiden brachte die Aktion etwas mehr Feuer.

Mats-Yannick Roth: Sebastian Vettel vs. Lewis Hamilton. Bis zum Baku-Rennen war der Zweikampf um die Formel-1-Krone zwar bereits spannend, doch irgendwie fehlte noch der besondere Moment. Dann kam der Rammstoß von Sebastian Vettel. Dem Heppenheimer flogen in einer Safety-Car-Runde die Sicherungen raus, wutentbrannt steuerte er seinen Ferrari in den Mercedes von Lewis Hamilton. Auch, wenn die Aktion in erster Linie unsportlich und irrational war: Sie hat dem WM-Fight irgendwie diese gewisse Würze für die folgenden Monate verliehen.

Lars Plantholt: Dieser brasilianische Fußballspieler in Frankreich. Wie hieß der noch gleich? Mir fällt der Name doch gerade partout nicht ein. Könnte das daran liegen, dass nur ein ganz kleines bisschen zu viel über den berichtet wurde und ich es irgendwann einfach verdrängt habe? Es war irgendwas mit N... ich komm bestimmt gleich drauf ...


Neymar wechselte für 222 Millionen Euro zu PSG

Nils Marlow: Manch einen regt es schon gar nicht mehr auf, aber dass der russische Sport immer wieder wegen systematischen Dopings in die Schlagzeilen gerät, ist schon sehr enttäuschend. Und dabei geht es nicht um eine russlandkritische Haltung, sondern viel mehr darum, dass ein so großes, sportbegeistertes Land immer wieder mit aller Macht seinen Erfolg produzieren will und dabei nicht einfach auf das Talent und die Fähigkeiten seiner vielen begabten Sportler setzt. Schade, schade.

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