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Highlights 2017: Brillanter Maestro & Drama im Ring

29.12.2017 11:14
Roger Federer bei seinem Triumph in Wimbledon
Roger Federer bei seinem Triumph in Wimbledon

Der nächste Triumph des wohl besten Tennis-Spielers aller Zeiten, der ungekrönte Abschied des Sprintkönigs oder Klitschkos Mega-Fight mit Joshua. Wir haben unsere ganz persönlichen Sport-Highlights 2017 gekürt.

Tobias Knoop: Das letzte 100-Meter-Finale von Usain Bolt bei der Leichtathletik-WM in London. Ich bin großer Bewunderer des Jamaikaners, fand ihn auch als Typ abseits der Tartanbahn immer sehr unterhaltsam. Auch das Event als solches, den Kampf um den Titel "Schnellster Mensch der Welt", finde ich sehr faszinierend. Dass Bolt bei seinem Abschied "nur" Bronze holte, tat meiner Begeisterung keinen Abbruch.

Lars Plantholt: Die Tour de France endlich mal wieder in Deutschland. Traditionell mieses deutsches Sommerwetter, trotzdem Hunderttausende auf den Beinen und eine gigantische Atmosphäre an der Strecke. Der Radsport ist noch nicht ganz tot hierzulande. Nur schade, dass es für Tony Martin, der dafür wirklich sehr viel investiert und getüftelt hatte, nicht so gut lief.

Marc Affeldt: Gina Lückenkemper knackt die 11-Sekunden-Marke. Nicht einzigartig, nicht unendlich emotional und außerhalb Deutschlands wenig beachtet - für mich ganz persönlich aber ein absolutes Highlight des Sportjahres. Als die DLV-Hoffnungsträgerin im Vorlauf der WM in London als erste Deutsche seit Katrin Krabbe 1991 die "magische Marke" knackte, keimte kurzzeitig sogar die Hoffnung auf eine Finalteilnahme. Am Ende war im Halbfinale Endstation, der Moment bleibt für mich dennoch unvergessen. Nicht zuletzt dank der 21-Jährigen, die erfrischend offen zum Besten gab: "Ich freu mich einfach nur wie doof."

Nils Marlow: Der Titel der deutschen U21 bei der Europameisterschaft in Polen. Ein großartiger Jahrgang schnappt sich die europäische Krone und macht für die nächsten Jahre Hoffnung. Angesichts der steigenden Konkurrenz aus England und in der Breite nicht mehr ganz so starker deutscher Folgejahrgänge könnte es auch erst einmal der letzten deutsche Nachwuchstitel für Jahre gewesen sein. Das macht den Titel vielleicht auch im Nachgang nochmal bedeutsamer.

Falk Velten: Es war ein großer, ein dramatischer, ein blutiger Abend, der sich im April in London zutrug und an dessen Ende die Karriere des Ausnahmeboxers Wladimir Klitschko einen würdigen Abschluss fand. Zuvor hatten sich der 14 Jahre jüngere Anthony Joshua und Herausforderer Klitschko eine epische Ringschlacht über elf Runden geliefert, in der beide Boxer Bekanntschaft mit dem Ringboden machen mussten.

Mehrere harte Wirkungstreffer von Joshua verhinderten schließlich ein ukrainisches Happy-End. "Zwei Gentlemen haben heute geboxt. Anthony war einfach besser als ich", zollte Dr. Steelhammer seinem Kontrahenten anschließend Respekt und der Zuschauer konnte neben Joshua auch einen zweiten Gewinner ausmachen - den Boxsport. 

Mats-Yannick Roth: Roger Federer. Der Moment, als Rasenkönig Roger Federer in diesem Juli zum achten Mal die Siegertrophäe von Wimbledon in den Himmel reckte, war einfach magisch! Absolute Gänsehautstimmung auf dem Centre Court. Dass der mittlerweile 36-Jährige es immer noch drauf hat, bewies er zuvor in den zwei Wochen in London, in denen Federer absolutes Weltklasse-Tennis spielte. Der Mann ist vielleicht die größte aktive Sportlegende. 

Gerrit Kleiböhmer: Historisch, unvergessen, verrückt, unmöglich: Der Sieg der New England Patriots im 51. Super Bowl Anfang Februar vereinte wohl alles. Mit 25 Punkten lagen Quarterback Brady und sein Team zwischenzeitlich gegen die Atlanta Falcons zurück. Zur Halbzeit glaubte beim Stand von 3:21 wohl niemand mehr an ein Wunder für die Patriots. Erst nach der Overtime - zum ersten Mal in der Geschichte des Super Bowls - stand New England als Sieger fest. Historisch, eben.

Ralf Amshove: Vetters Rekordwurf. Bis zum 11. Juli 2017 warf Johannes Vetter den Speer eher im Schatten seines Landsmanns und Rivalen Thomas Röhler. Doch dann explodierte der gebürtige Dresdner. Beim Meeting in Luzern knackte der 24-Jährige erstmals die 90-Meter-Marke und verbesserte seine persönliche Bestleistung danach noch weitere drei Mal. Am Ende stand ein neuer deutscher Rekord mit fantastischen 94,44 Metern, der weltweit größten Weite seit 20 Jahren.

Lissy Beckonert: Gianluigi Buffon bricht in Tränen aus. "Das war mein letztes Spiel für Italien", schluchzte der Keeper kurz nach dem torlosen Remis gegen Schweden und der damit gescheiterten Qualifikation für die WM. Damit sorgte die Torwart-Legende für einen der größten und emotionalsten Momente des Jahres.

Florian Pütz: Als Wladimir Klitschko und Anthony Joshua im April vor 90.000 Zuschauern in Wembley die Fäuste fliegen ließen, saß ich wie gebannt vor dem Fernseher. Die ersten Runden schienen noch ausgeglichen, doch dann schlug Joshua Klitschko zu Boden. Es ging wortwörtlich Schlag auf Schlag. Klitschko ließ im Gegenzug seinen Steelhammer kreisen und schickte Joshua auf die Bretter. Ich wartete nur noch auf die finalen Treffer Klitschkos gegen Joshua, aber die wollte der Ukrainer einfach nicht setzen. Das Blatt wendete sich wieder und AJ siegte in der elften Runde durch technischen K.o. - was für ein Kampf! Die Mischung aus WM-Bühne, zwei großartigen Champions und der spannenden Dramaturgie machte den Titel-Fight zu einem der größten Sportmomente 2017.

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