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Krajewski nicht mehr im Olympiakader

13.12.2017 18:17
Julia Krajewski beteuert weiter ihre Unschuld
Julia Krajewski beteuert weiter ihre Unschuld

Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski aus Warendorf gehört nach dem positiven Medikationsfall bei ihrem Pferd Samourai du Thot während der EM in Strzegom/Polen vorerst nicht mehr dem deutschen Olympiakader an.

Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) am Mittwoch mitteilte, ruht die Mitgliedschaft der 29-Jährigen im Elitekader des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) bis zum 30. Juni 2018.

Auf Krajewskis Trainertätigkeit hat der Fall vorerst keine Auswirkungen. Das DOKR werde die Zusammenarbeit mit Krajeswki als Bundestrainerin fortsetzen. Trotz des Widerrufs der Kaderangehörigkeit könne sie weiterhin an Turnieren und damit auch am Sichtungsweg für die Weltreiterspiele in Tryon 2018 teilnehmen.

"Sie war umfassend kooperativ und offen gegenüber dem DOKR und auch ihren Kadermitgliedern. Ein Fehlverhalten ist ihr nicht nachzuweisen", sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau. Eine Erklärung, wie die Substanz in das Pferd gelangte, gebe es weiterhin nicht.

Krajewski beteuert weiter ihre Unschuld

Krajewski war bei der EM wegen des Falles disqualifiziert, die deutsche Equipe hatte ihre Silbermedaille verloren. Die Reiterin muss eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 1500 Schweizer Franken sowie Verwaltungskosten in Höhe von 2000 Schweizer Franken bezahlen. Der Fall ist für die FEI damit abgeschlossen.

Bei Samourai du Thot war während der EM im August Firocoxib gefunden worden. Bei der unerlaubten Substanz handelt es sich um einen Schmerz- und Entzündungshemmer, der laut FEI eine "Controlled Medication Substance", aber keine Dopingsubstanz darstellt. Das bedeutet, dass das Mittel zwar zu therapeutischen Zwecken im Training erlaubt ist, jedoch nicht im Wettkampf.

Krajewski beteuerte ihre Unschuld, konnte aber seit Öffnung von A- und B-Probe im Oktober nicht klären, wie die Substanz in den Körper ihres Pferdes gelangte. Krajewski hätte auch die Möglichkeit gehabt, vor das FEI-Tribunal zu ziehen. Doch selbst ein Freispruch hätte nichts an ihrer Disqualifikation und damit am Verlust von Team-Silber geändert.

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