Anzeige
Anzeige

Highlights 2017: DLV-Trio knackt die magische Marke

28.12.2017 14:01
Johannes Vetter stellte 2017 einen neuen deutschen Rekord auf
Johannes Vetter stellte 2017 einen neuen deutschen Rekord auf

Den Jahreswechsel vor der Tür, haben wir die sportlichen Höhepunkte 2017 Revue passieren lassen und unsere sport.de-Sport-Highlights des Jahres gekürt. Auf Platz 5: Die besten DLV-Speerwerfer aller Zeiten.

Im Juli 1995 spornte sich das deutsche Speerwurf-Duo Raymond Hecht und Boris Obergföll, damals noch unter seinem Geburtsnamen Henry, zu einer zuvor nie dagewesenen Rekordhatz an. Am 9. Juli schleuderte Obergföll den Speer in Linz als erster Deutscher seit Einführung des neuen Wettkampfspeers 1986 über die 90-Meter-Marke, zwölf Tage steigerte Raymond Hecht den Rekord in Oslo auf 92,60 Meter. 22 Jahre sollte sich die nationale Konkurrenz die Zähne an dieser Vorgabe ausbeißen.

Unter den Augen des heutigen Bundestrainers Obergföll legten Andreas Hofman, Olympiasieger Thomas Röhler und Johannes Vetter eine einzigartige Weitenjagd hin. Den Auftakt machte Röhler der den deutschen Rekord am 05. Mai beim Diamond-League-Meeting in Doha auf 93,90 Meter schraubte - nur der tschechische Weltrekordler Jan Zelezny hatte zuvor weiter geworfen. Auf Rang zwei landete Vetter, der mit 89,68 Metern eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Eine Marke, die der 24-Jährige kurz darauf noch einmal deutlich steigern sollte.

Mit einer der besten Serien der Speerwurf-Geschichte sorgte Vetter am 11. Juli in Luzern für Aufsehen. Im ersten Versuch schmetterte der Dresdner sein Sportgerät auf Anhieb auf bockstarke 90,75 Meter. Es folgten 91,06 im zweiten und 91,06 im dritten, ehe der Speer im vierten und letzten Versuch unglaubliche 94,44 Meter durch die Schweizer Luft segelte - deutscher Rekord!

In Fünf-Meter-Schritten in die Weltspitze

So unfassbar die Steigerung um fünf Meter innerhalb eines Jahres auch scheint, so sehr passt diese in die Entwicklung von Johannes Vetter: 2014 lag die persönliche Bestweite des Modellathleten bei 79,75 Meter, 2015 steigerte er diese auf 85,40 Meter, 2016 auf 89,57 Metern. Eine Verbesserung, die Hand in Hand mit dem internationalen Aufstieg vonstatten ging. Die WM 2015 beendete Vetter als Siebter, Olympia 2016 auf Rang vier, bei der WM 2017 gelang dann der goldene Wurf.

"Ich war Fall selbst überrascht, dass ich in der Lage bin, so stabil auf diesem Niveau zu werfen. Ich glaube sogar, dass es seit dem Weltrekordler Jan Zelezny bisher niemanden mehr gab, der so viele aufeinanderfolgende Wettkämpfe konstant auf einem so hohen Niveau bestreiten konnte. Das macht mich schon etwas stolz!", kommentierte Vetter sein Super-Jahr im Interview mit sport.de.

Vier DLV-Athleten unter den besten 14

Wie stark sich der deutsche Speerwurf aktuell präsentiert, zeigt auch die der dritte Top-Athlet im DLV-Bunde. Andreas Hofman gelang im August ein Wurf auf 91,07 Meter. Nur 13 Sportler warfen seit 1986 weiter, darunter Hecht, Röhler und Vetter.

Neben dem WM-Titel und dem deutschen Rekord räumte Vetter 2017 zahlreiche weitere Auszeichnungen ab. Unter anderem wurde Vetter zum Champion des Jahres und zu Europas Leichtathlet des Jahres gekürt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige