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Highlights 2017: Comeback mit Gänsehaut-Garantie

31.12.2017 15:02
Marco Russ feierte sein Comeback nach einer schweren Zeit
Marco Russ feierte sein Comeback nach einer "schweren Zeit"

Zum Jahresende lassen wir die sportlichen Höhepunkte 2017 Revue passieren. Auf Platz 1 der sport.de-Highlights: ein absoluter Gänsehautmoment, der ganz Fußball-Deutschland bewegte.

Eintracht Frankfurt zitterte sich gegen Zweitligist Arminia Bielefeld mehr schlecht als recht ins Halbfinale des DFB-Pokals und wirkte dabei über weite Strecken ideenlos und verunsichert. An den 28. Februar 2017 werden sich die Hessen allerdings dennoch nur allzu gerne erinnern.

In der 90. Minute bittet Coach Niko Kovac das Eintracht-Urgestein Marco Russ an seine Seite, richtet einige Worte an den Routinier und wechselt ihn ein. Der Frankfurter Coach sorgt damit für den vielleicht emotionalsten Moment des Sport-Jahres 2017.

285 Tage nach seiner Krebsdiagnose stand der Verteidiger wieder in einem Pflichtspiel auf dem Rasen. Die Bedeutung des Augenblicks einte auch die 39.000 Fans in der Commerzbank-Arena, die "Marco Russ"-Sprechchöre durch das weite Rund hallen ließen und den Comebacker mit tosendem Applaus bedachten.

⚽️Halbfinale und Comeback! What a Feeling. #SGE

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"Harte Zeit" für Russ endet

"Es war ein sehr emotionaler Moment für mich. Es waren fast neun Monate, und es war eine harte Zeit", äußerte sich Russ sichtlich gerührt im Anschluss an die Partie.

Dass es nicht nur für ihn eine schwere Zeit war, wurde Sekunden nach dem Schlusspfiff klar. Russ schloss zu allererst seine zu Tränen gerührte Frau Jessica in den Arm, schnappte sich Töchterchen Vida und gesellte sich erst dann zu den jubelnden Teamkollegen.

Auch Kovac musste um Worte ringen: "Ich muss erst einmal schlucken. Wir haben alle gebangt und gehofft. Dass es heute dazu kam, darüber sind wir alle glücklich, ich insbesondere."

Wir wünschen einen guten Morgen ☀️. #SGE

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Zu alter Leistungsstärke hat Russ auch Monate nach seiner denkwürdigen Einwechslung noch nicht ganz gefunden. Der 32-Jährige arbeitet sich aber Stück für Stück zurück.

Im März folgte der erste Startelfeinsatz. In der laufenden Saison war der Abwehrspieler sogar bei acht von 15 Pflichtspielen der Eintracht mit von der Partie. "Meine Geschichte zeigt, dass man solche Krankheiten überstehen kann. Ich sehe mich schon als Vorbild und genieße jeden Einsatz", erklärte Russ unlängst.

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