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Highlights 2017: Dahlmeier-Festspiele in Hochfilzen

30.12.2017 12:37
Die 49. Biathlon-WM wird Laura Dahlmeier wohl nie vergessen
© getty, Stanko Gruden/Agence Zoom
Die 49. Biathlon-WM wird Laura Dahlmeier wohl nie vergessen

Den Jahreswechsel vor der Tür, haben wir die sportlichen Höhepunkte 2017 Revue passieren lassen und unsere sport.de-Sport-Highlights des Jahres gekürt.  Auf Platz 3: Eine historische WM-Ausbeute.

Die 49. Biathlon-WM wird Laura Dahlmeier wohl nie vergessen. Die Vorzeige-Skijägerin des DSV, die bereits 2015 mit der Staffel und 2016 in der Verfolgung ihre ersten WM-Titel einheimste, reiste als Topfavoritin ins österreichische Hochfilzen und sprengte dennoch alle Erwartungen.

Klar, der WM-Titel zum Auftakt - Simon Schempp sprintete die deutsche Mixed-Staffel um Dahlmeier, Vanessa Hinz und Arnd Peiffer im Wimpernschlag-Finish gegen die Topstars Martin Fourcade und Anton Shipulin zum zum erlösenden Gold - nahm sicher einige Last von Dahlmeiers Schultern, dass der anschließende zweite Rang im Sprint jedoch das schlechteste Ergebnis der Garmisch-Partenkirchnerin bleiben solle, hätte sich wohl niemand erträumen lassen.

"Ein absoluter Traum"

Ob Verfolger, Einzel, Staffel oder Massenstart - Dahlmeier flog in der Folge von einem Titel zum nächsten und leistete Historisches: Nie zuvor sicherte sich ein Athlet fünf Gold-Medaillen bei einer Weltmeisterschaft.

"Diese Ausbeute ist ein absoluter Traum. Ich hätte das nie für möglich gehalten, aber ich hatte hier einfach nur perfekte Rennen", bejubelte Dahlmeier ihren Coup, gestand aber auch ein: "Auch wenn es leicht ausschaut, es steckt unheimlich viel Arbeit dahinter."

Auch Bundestrainer Gerald Hönig lobte die WM-Dominatorin: "Wir haben in der Vergangenheit national und international tolle Biathleten gehabt, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine die Szene jemals so beherrscht hat wie sie. Das ist phänomenal, das muss man genießen."

WM-Kirsche auf der Weltcup-Sahnetorte

Damit aber nicht genug: Die beste WM-Ausbeute der Geschichte war lediglich der Höhepunkt einer Saison der Superlative, in der Dahlmeier auch der Triumph im Verfolgungs-, Einzel- sowie Gesamtweltcup gelang. Auf dem Weg dahin fuhr die passionierte Hobby-Bergsteigerin satte zehn Weltcup-Siege ein. Eine Marke, die bei den Damen bislang nur die Schwedin Magdalena Forsberg (14 Siege - 2000/01) und Norwegens Altmeisterin Tora Berger (11 Siege - 2012/13) übertreffen konnten.

Unfassbare Erfolge, die die sowieso hohen Erwartungen der Öffentlichkeit noch einmal in die Höhe getrieben haben. Ein Umstand, der der 24-Jährigen allerdings nur wenig Respekt abverlangt: "Es erwarten jetzt alle sehr, sehr viel von mir, aber das kann ja auch beflügeln. Es hat doch schon mal geklappt, warum soll es nicht wieder klappen?" Wir dürfen also auf goldene Olympische Spiele 2018 hoffen.