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HSV-Kapitän Sakai kristisiert Ito erneut

25.11.2017 13:34
HSV-Kapitän Gotoku Sakai hat sich zu Wort gemeldet
© getty, Lars Baron
HSV-Kapitän Gotoku Sakai hat sich zu Wort gemeldet

Rund ein Jahr hat Gotoku Sakai als Kapitän des Hamburger SV bereits auf dem Buckel. Nun hat sich der Japaner zu seiner nicht mehr ganz so neuen Rolle und zu seiner Zukunft geäußert. Außerdem legte der 26-Jährige gegen seinen Kollegen Tatsuya Ito nach. 

"Er ist noch jung, aber es hilft uns nicht weiter, wenn er jedes Mal nach 50 bis 55 Minuten runter muss", hatte Sakai Mitte Oktober die Auftritte des 20-Jährigen kritisiert. Dieser war wiederholt nach nur einer Stunde völlig erschöpft ausgewechselt worden. Für den HSV-Kapitän damals eine klare Sache: "Das ist kein Bundesliga-Niveau."

Gut ein Monat ist seitdem vergangen. Doch viel geändert hat sich nicht. Beim letzten Spiel musste Ito bereits nach 35 Minuten vom Feld. Zum Teil wohl auch eine taktische Maßnahme. Für Sakai kein Grund, auf den Youngster zuzugehen. "Mit ihm habe ich absichtlich nicht gesprochen. Manchmal ist es auch gut, wenn nicht immer jemand kommt und ihm irgendwas erzählt", betonte er gegenüber der "Hamburger Morgenpost".

"Manchmal muss man auch selbst drüber nachdenken, was man gerade schlecht oder gut gemacht hat", legte der Kapitän nach und fügte hinzu: "Man muss ihn nicht jedes Mal beschützen, diese Zeit braucht er auch. Das ist eine gute Erfahrung für ihn."

"Ich will wissen, was die anderen fühlen"

Dabei gab Sakai zu, dass er in seiner Rolle als Kapitän eigentlich versuche, verbal möglichst häufig einzugreifen. "Es wird auch nicht nur über Fußball gesprochen. Kommunikation macht die Verbindung stärker. Jeder muss spüren, dass er zur Mannschaft gehört. Das ist für mich und für den Fußball wichtig." 

"Ich will wissen, was die anderen fühlen und auch was sie über ihre Situation denken. Ich merke, dass die Jungs manchmal durch die Gespräche wieder mehr Selbstvertrauen haben. Das freut mich und hilft vor allem dem Team", erklärte der Japaner.

Ob er auch über 2018 hinaus beim Klub von der Elbe bleiben wird, konnte der 26-Jährige nicht beantworten. "Ich gebe mein Bestes, bis mein Vertrag ausläuft", sagte Sakai. Bislang habe es aber noch keine Gespräche gegeben. "Das muss auch vom Verein kommen. Ich werde da keinen Druck machen", erklärte der Kapitän. 

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