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De Rossi entschuldigt sich bei feiernden Schweden

16.11.2017 11:47
Daniele De Rossi (m.) vor dem Hinspiel gegen Schweden
© getty, Catherine Ivill
Daniele De Rossi (m.) vor dem Hinspiel gegen Schweden

Daniele De Rossi hat nach dem bitteren WM-Quali-Aus der italienischen Nationalelf gegen Schweden wahre Größe gezeigt.

Trotz der großen Enttäuschung über das Ausscheiden der Squadra Azzurra ging der Roma-Profi nach der Partie in den Bus der feiernden schwedischen Mannschaft, um den Skandinaviern zu gratulieren und sich für das Fehlverhalten der italienischen Fans im Rückspiel sowie das Verhalten einiger italienischer Spieler im Hinspiel zu entschuldigen.

Die Tifosi hatten vor dem Spiel in Mailand während der schwedischen Nationalhymne lautstark gepfiffen. Auch Torwart-Legende Gianluigi Buffon hatte gegen das Verhalten des italienischen Anhangs protestiert, indem er während der schwedischen Hymne demonstrativ applaudierte.

De Rossis sportliche Aktion schlug in den sozialen Medien hohe Wellen. "Die Aktion zeugt von Klasse", twitterte ein Journalist, andere nannten De Rossi einen "Teufelskerl".

Auch bei den Spielern Schwedens kam die Entschuldigung gut an. "Das war einer der schönsten Momente meiner Karriere", sagte Verteidiger Pontus Jansson. "Ein wahrer Gentleman, ein echter Kapitän".

"Warum zur Hölle soll ich rein?"

Für noch großeres Aufsehen sorgte der 34-Jährige aber schon während des Rückspiels im Guiseppe Meazza Stadion. Beim Stand von 0:0, gleichbedeutend mit dem Aus der Italiener, wurde der defensive Mittelfeldspieler von einem Assistenztrainer über seine bevorstehende Einwechslung informiert.

Eine Entscheidung, die De Rossi nicht nachvollziehen konnte, ist er doch eher ein Defensivakteur. "Warum zur Hölle soll ich rein kommen", entgegnet er dem Co-Trainer. "Wir brauchen kein Unentschieden, wir müssen gewinnen", sagte De Rossi und deutete auf Offensivstar Lorenzo Insigne, der die gesamte Partie auf der Bank schmorte.

Statt De Rossi wurde schließlich Angreifer Stephane El Sharaawy eingewechselt. Außerdem brachte (Ex-)Nationaltrainer Gian Piero Ventura die Offensivakteure Andrea Belotti und Federico Bernadeschi. Auch für seinen freiwilligen Verzicht auf einen Einsatz in seinem letzten Länderspiel wurde der Italiener gefeiert. Unter anderem von Joachim Löw, der schwärmte: "Ich finde es klasse, dass er gesagt hat, ich will nicht eingewechselt werden, da Stürmer gebraucht werden. Das hat unheimliche Größe."