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Pokal-Stimmen: "Ich folge meinem eigenen Kopf"

25.10.2017 10:01
Peter Bosz geht seinen eigenen Weg
© getty, Martin Rose
Peter Bosz geht seinen eigenen Weg

Während sich Leverkusen, Frankfurt und der BVB standesgemäß durchsetzten, machte es Borussia Mönchengladbach lange Zeit spannend. Der VfL Bochum hingegen schied beim Drittligisten SC Paderborn aus. Die Stimmen zu den Spielen.

1. FC Magdeburg - Borussia Dortmund 0:5

Jens Härtel (Trainer 1. FC Magdeburg): "Der Sieg ist verdient. Natürlich verliert man nicht gerne 0:5 zu Hause. Die ersten beiden Tore fielen zu schlechten Zeitpunkten. Nach dem 0:2 war eine Vorentscheidung gefallen. Letztendlich muss ich meiner Mannschaft aber ein Lob zollen."

Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund): ...

... zum Spiel: "Ein Trainer ist nie zu 100 Prozent zufrieden, aber ich bin zufrieden mit dem Sieg. Am Anfang war es nicht einfach. Hier war eine riesige Stimmung, und der Gegner hat gekämpft. Die Jungs haben es sehr gut gemacht."

... zur aktuellen Situation: "Wir hatten drei Spiele in einer Woche. Im Fußball geht das alles sehr schnell. Jetzt sind die Leute vielleicht wieder positiv. Ich weiß es nicht, aber ich folge meinem eigenen Kopf. Ich bin fast 40 Jahre im Fußball unterwegs und weiß, wie es läuft. Das ist nicht nur in Deutschland so, das gibt es überall. Ich weiß, wo Borussia Dortmund steht, wir sind Tabellenführer. Jedes Spiel ist sehr wichtig, jetzt schauen wir nach Hannover."

Marcel Schmelzer (Kapitän Borussia Dortmund): "Es war das Spiel in den letzten fünf oder sechs Jahren, bei dem meine Nervosität am größten war. Es war auf jeden Fall schön, mal wieder hier zu spielen. Am Ende ist es ein Riesenkompliment für uns als Mannschaft, dass wir uns hier so deutlich durchgesetzt haben. Wir hätten auch in der ersten Halbzeit schon höher führen können. So sind wir alle sehr zufrieden."


FSV Mainz 05 - Holstein Kiel 3:2

Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Ein großes Kompliment an Kiel. Sie haben fußballerisch stark gespielt. In der Verlängerung war es ein tolle Mentalitätsleistung meiner Mannschaft. Dieser Pokalfight spricht für beide Mannschaften."

Markus Anfang (Trainer Holstein Kiel): "Mainz war in der ersten Viertelstunde besser. Wir haben ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Dann haben wir aber ein gutes Spiel gemacht und uns gewehrt. Meine Jungs haben das wirklich gut gemacht. Wir sind damit zufrieden."


1. FC Schweinfurt - Eintracht Frankfurt 0:4

Niko Kovač (Trainer Eintracht Frankfurt): "In der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir haben keine Ruhe reinbekommen, erst im zweiten Durchgang haben wir das Spiel in den Griff bekommen. Es ging nur darum, die nächste Runde zu erreichen. Mund abputzen, Freitag kommt schon das nächste Spiel."

Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt): "Es ist immer schwierig, gegen einen unterklassigen Gegner zu spielen. Für die ist es das Spiel des Lebens, die geben Vollgas. Man hat dann immer ein im Hinterkopf, dass man ein bisschen weniger machen kann. Dass das nicht so ist, das haben wir heute wieder gesehen. Deshalb haben wir in der zweiten Halbzeit angezogen und das Spiel klar gewonnen."


SpVgg Greuther Fürth - FC Ingolstadt 1:3

Damir Burić (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Es war aus meiner Sicht ein glücklicher Schanzer Sieg. Ich finde, dass wir uns bessere Torchancen erarbeitet und eine gute Partie abgeliefert haben. Ich bin trotzdem zufrieden, wie sich mein Team heute gegen einen sehr starken Gegner gewehrt hat - wir werden uns jetzt wieder aufrichten und dann weiterarbeiten."

Stefan Leitl (Trainer FC Ingolstadt): "Ich glaube, wir haben heute ein ausgeglichenes und hitziges Pokalspiel gesehen. In der ersten Halbzeit konnten wir uns keine klare Chance erarbeiten, bekommen dann nach dem Seitenwechsel das Gegentor. Mein Team hat eine klasse Reaktion gezeigt und noch mutiger nach vorne gespielt, wodurch wir uns auch letztendlich den Sieg erarbeitet haben."


Bayer Leverkusen - Union Berlin 4:1

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind sehr glücklich, eine Runde weitergekommen zu sein. Die Berliner haben so gespielt, wie wir sie erwartet haben. Sie waren sehr mutig, haben sehr gut gepresst. Wir haben einige Zeit gebraucht. Nach dem 1:0 hätten wir den Sack zumachen müssen. Ich habe noch in der Halbzeit gewarnt, den Gegner nicht aufzubauen. So ist Union nach dem Ausgleich noch stärker geworden. Der Sieg ist am Ende zu hoch ausgefallen."

Jens Keller (Trainer Union Berlin): "Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Weiterkommen von uns nicht unverdient gewesen. In der ersten Halbzeit haben wir viele Situation zugelassen, in der zweiten konnten wir dominieren. Beim Stand von 2:1 so einen Elfmeter zu geben, da hatte der Schiedsrichter die Exklusivrechte. Ich bin mit der Mannschaft wahnsinnig zufrieden."


Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 0:1

Friedhelm Funkel: (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Ich bin stolz, wie wir uns gegen einen gestandenden Bundesligisten präsentiert haben. Ich finde die Niederlage etwas unglücklich wegen des verschossenen Elfmeters. Aber diese Niederlage wirft uns nicht zurück, das ist kein Beinbruch."

Niko Gießelmann (Elfmeter-Fehlschütze Fortuna Düsseldorf): "Wenn ich den Ball reinmache, dann wäre es die Belohnung für unser heutiges Spiel gewesen. Im letzten Spiel habe ich in Fürth getroffen, heute leider nicht. Das ist ganz bitter für mich und für unser Team."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Das war ein packendes Derby auf Augenhöhe. Beide Mannschaften haben körperlich alles gegeben. Wir haben eine Fortuna vorgefunden, wie wir sie erwartet haben. Wir haben das 1:5 gegen Leverkusen gut weggesteckt und hinten ganz gut gestanden. Beim Elfmeter haben wir das Spielglück gehabt, um eine Runde weiterzukommen. Unter dem Strich war es aber ein verdienter Sieg für uns."

Oscar Wendt (Borussia Mönchengladbach): ...

... zur Frage, ob er den Gegenspieler bei der Elfmeterszene in der ersten Halbzeit berührt habe: "Ich weiß es nicht. Ich glaube, dass ich ihn und den Ball treffe. Ich muss mir das noch einmal ansehen."


Wehen Wiesbaden - Schalke 04 1:3

Rüdiger Rehm (Trainer Wehen Wiesbaden): "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, das war ordentlich. Aber wir haben nicht ganz an unserem Limit gespielt. Hätten wir fünf oder sechs Minuten vor Schluss das 2:3 gemacht, wäre es nochmal ganz heiß geworden."

Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Es war ein hartes Stück Arbeit für uns. Ich bin sehr zufrieden über das Weiterkommen. Es war klar, dass das heute kein Selbstläufer wird".


SC Paderborn - VfL Bochum 2:0

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Ich denke, wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, in dem beide Mannschaften klar gezeigt haben, dass sie in die nächste Runde einziehen wollen. Ich glaube, dass beide Mannschaften die Möglichkeit hatten, das ein oder andere Tor zu machen."

Sven Michel (SC Paderborn): "Wir haben uns vorgenommen, dass wir direkt mit Tempo draufgehen. Das ist unser Spiel, und das hat auch Früchte getragen."

Jens Rasiejewski (Trainer VfL Bochum): "Mit den ersten 20 Minuten war ich überhaupt nicht einverstanden, mit welcher Haltung wir in die Partie gegangen sind. Darüber war ich enttäuscht, weil wir wussten, was kommt. Anschließend hatten wir schon Chancen, mit denen das Spiel auch noch eine andere Wendung hätte nehmen können. Wenn man das Spiel aber so beginnt, darf man sich auch nicht wundern, wenn am Ende nichts Zählbares dabei herauskommt."

Christian Hochstätter (Sportvorstand VfL Bochum) zur Trainerfrage: "Jens Rasiejewski hat den Verein in keiner leichten Situation übernommen. Wir werden in absehbarer Zeit entscheiden, was wir tun. Das werden wir aber auch in aller Ruhe machen. Wir möchten uns ein bisschen Zeit lassen und werden auch mit Jens in Ruhe sprechen. Wir wollten ihn in der englischen Woche erst einmal machen lassen, dann werden wir weitersehen."

Felix Bastians (VfL Bochum) zu seinem verschossenen Elfmeter: "Ich bin eingeteilt und war mir eigentlich sicher. Aber ich rutsche weg, das ist sehr ärgerlich. Es wäre wichtig gewesen, dass wir uns für den Aufwand belohnen. Das nehme ich auf meine Kappe, das ist meine Verantwortung und das tut mir für die Mannschaft sehr leid. Aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern, wir sind ausgeschieden.

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