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Van der Vaart "geschockt vom Oranje-Niveau"

11.10.2017 15:31
Rafael van der Vaart übt deutliche Kritik an der niederländischen  Nationalelf
Rafael van der Vaart übt deutliche Kritik an der niederländischen Nationalelf

Der niederländische 2:0-Sieg gegen Schweden im letzten Qualifikationsspiel war zu wenig. Die einst so stolze Fußballnation verpasst die kommende WM-Endrunde. Für Rafael van der Vaart keine überraschende Entwicklung.

"Ich bin sehr traurig und es tut weh. Geschockt bin ich nicht, weil sich der Absturz schon lange angedeutet hat. Das ist eine ganz schlimme Situation für den Fußball in den Niederlanden, die Menschen sind total traurig", kommentierte der ehemalige Nationalspieler das niederländische Aus in der WM-Qualifikation gegenüber "Sport1".

"Wir haben nicht mehr die Sneijders, Van Persies, Van Bommels, Bergkamps und wie sie alle heißen. Die sind leider nicht mehr da. Das ist das größte Problem. Natürlich gewinnen wir gegen Nationen wie Schweden oder Ungarn, aber mehr nicht", analysierte der 109-fache Nationalspieler knallhart.

Besonders ein Stadionbesuch beim Länderspiel zwischen der Elftal und Frankreich hat van der Vaart konsterniert: "Da war ich schon geschockt vom Niveau von Oranje im Vergleich mit Les Bleus. Wir können nicht mehr gegen Deutschland oder Frankreich gewinnen."

"Unterschied zu Deutschland riesig"

Mit Blick auf die DFB-Elf fällt die Kritik des Ex-Hamburgers harsch aus. "Der Unterschied zu Deutschland ist aktuell riesig. Das ist sehr ernüchternd. Wir haben auch im Jugendbereich keinen Spieler, der hochkommt und die Qualität hat, wie wir sie früher gehabt haben. Das ist leider so", resümierte der 34-Jährige.

"Die Spieler wie wir damals haben in Topvereinen gespielt und hatten dort eine wichtige Rolle inne, heute sind einige dabei, die bei Watford spielen. Bei allem Respekt vor Watford", schob der Mittelfeldspieler, der aktuell beim dänischen Verein FC Midtjylland unter Vertrag steht, eine Erklärung hinterher: Die jetzige Mannschaft könne man schlichtweg nicht mit der Mannschaft aus seiner Generation vergleichen. Die Erfahrung sei "heute einfach nicht mehr da."

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