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Angriff auf Schiris: Achtjähriger legt Liga lahm

24.09.2017 22:51
In Uruguay wurden Schiedsrichter tätlich angegriffen
© getty, Dan Mullan
In Uruguay wurden Schiedsrichter tätlich angegriffen

Der uruguayische Fußball wurde am Samstag von Krawallen überschattet. Bei einem Junioren-Spiel wurde ein Schiedsrichter-Gespann von aufgebrachten Fans und Spielern angegriffen. Der Liga-Betrieb wurde daraufhin landesweit gestoppt.

Am Rande des U19-Spiels zwischen CA Basáñez und CA Platense wurde ein Schiedsrichter sowie eine Schiedsrichterassistin tätlich angegriffen. Auch Spieler beider Lager waren in die Handgreiflichkeiten involviert. Videos und Bilder des Geschehens machten prompt über die Sozialen Netzwerke die Runde.

"Der Kollege erlitt einige Verletzungen", bestätigte Marcelo De León, Präsident des uruguayischen Schiedsrichter-Verbands (AUDAF), in einem Statement.

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Die Tumulte brachte offenbar ein "acht bis zehnjähriger Junge" der Gäste aus Platense ins Rollen, der von außerhalb des Platzes Steine auf den Schiedsrichter warf, schilderte De León das Geschehen. Schiedsrichter Carlos Rocca ging daraufhin zu den Verantwortlichen von CA Platense, um die Angriffe des Jungen zu unterbinden. Nachdem sich der Junge nicht beruhigte und den Schiedsrichter weiter belagerte, eskalierte die Situation: Eltern, Spieler und Verantwortliche des Klubs gingen auf Rocca los. Auch die Assistentin Anahí Fernández wurde in der Folge angegriffen.

Täter von Verein ausgeschlossen

Als sofortige Maßnahme sagte der Verband alle Spiele für den Sonntag in allen Ligen des Landes ab. Für den kommenden Mittwoch wurde eine Sondersitzung einberufen, auf der die nächsten Schritte besprochen werden.

Unterdessen hat Walter Laureiro, Präsident von Basáñez in einem Statement am Sonntag verkündet, dass ein Spieler mit sofortiger Wirkung vom Verein ausgeschlossen wird. Alan Moreira war bei den Angriffen auf die Schiedsrichter beteiligt und wird sich nun vor Gericht verantworten müssen. Bereits von einigen Monaten sah sich der Klub gezwungen, drei Spieler wegen Gewalttaten zu verbannen.

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