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Cowboys feiern Statement-Sieg - Lynch gibt Comeback

11.09.2017 08:31
Marshawn Lynch konnte direkt im ersten Spiel wieder überzeugen
Marshawn Lynch konnte direkt im ersten Spiel wieder überzeugen

Ein Comeback-Sieg für "Beastmode", Rost im Getriebe bei Packers und Seahawks und ein Statement-Sieg von den Dallas Cowboys. So lief der erste NFL-Sonntag 2017.

Endlich ist es wieder so weit, endlich hat die Nacht von Sonntag auf Montag wieder mehr zu bieten als bloß langweiligen Schlaf. Die neue NFL-Saison hat angefangen.

Mit dabei ist ein alter Bekannter: Marshawn Lynch. Der Ex-Running-Back der Seattle Seahawks hat nach 602 Tagen NFL-Pause wieder die Cleats geschnürt.

Und der 31-Jährige lieferte einen eindrucksvollen Start ab. Sein erster Laufversuch brachte seinem neuen Arbeitgeber, den Oakland Raiders, prompt 14 Yards Raumgewinn ein. Damit bereitete "Beastmode" seinem Team den Weg zum ersten Touchdown im ersten Drive der Partie gegen die Tennessee Titans.

Carr bockstark

Danach hielt sich das 98-Kilo-Paket zwar ein wenig zurück, konnte am Ende aber mit ordentlichen 76 Yards Raumgewinn aufwarten.

Ein spannendes Duell lieferten sich auch die beiden Spielmacher Derek Carr und Marcus Mariota. Letztlich war es jedoch Oaklands Carr, der den Unterschied ausmachte: 262 Yards Raumgewinn bei einer Completion Rate von 68 Prozent, garnierte der 26-Jährige mit zwei Touchdown-Pässen.

Weitere Tochdowns benötigten die Raiders auch nicht. Kicker Giorgio Tavecchio, erst einen Tag zuvor überhaupt in den Kader gerutscht, machte ein fehlerfreies Spiel und schickte alle vier Field-Goal-Versuche durch die Pfosten. Letztlich hieß es 26:16 für die Raiders.

Novum für Rodgers

Einen deutlich weniger flüssigen Start erlebten Fans im Lambeau Field. Dort erwarteten die Green Bay Packers die Seattle Seahawks. Die Gastgeber um Aaron Rodgers konnten sich offensiv zwar immerhin das eine oder andere First Down erspielen, wirklich zwingend wurden die Aktionen aber nicht.

Auf der anderen Seite gelang dem Seahawks-Angriff um Ballverteiler Russell Wilson ebenfalls erstaunlich wenig. Erst im vierten Drive kamen die Gäste erstmals über die ersten drei Versuche hinaus. Ende der ersten Hälfte waren es allerdings die Seahawks, die die einzigen drei Punkte per Field Goal erzielen.

Für Rodgers beendete der Gang zum Pausentee eine Rekordhälfte. Noch nie war der Packers-QB eine Halbzeit lang ohne Zähler geblieben.

Ähnlich ungewohnt war die Situation für die Fans im Lambeau Field: Letztmals 2004 hatte man dort eine punktlose Halbzeit miterlebt. Doch Aaron Rodgers wäre nicht Aaron Rodgers, wenn er sich nicht steigern würde.

Und genau das tat der 33-Jährige. Zunächst profitierte seine Mannschaft allerdings von einem ganz dicken Patzer der Gegner.

Nach dem Start an der eigenen 21-Yard-Linie, gab es zwei Drives nur Raumverlust für Seattle und dann wurde Wilson auch noch von Mike Daniels per Sack niedergestreckt. Und auf einmal war der Football weg. Fumble und Ballbesitz Packers!

"A-Rod" macht Sack zu

Die fälligen sechs Yards bis zur Endzone legte Running Back Ty Montgomery, eigentlich gelernter Receiver, im ersten Versuch zurück. Touchdown Packers!

Die Seahawks wollten sofort kontern, das war zu spüren. Allerdings lief im Angriff nicht viel zusammen. Ein Field Goal gelang zwar, im Gegenzug machte "A-Rod" den Sack allerdings zu. Einen bärenstarken 75-Yard-Drive vollendete er mit einem langen Touchdown-Pass auf Jordy Nelson. 14:6 Packers.

Je ein Field Goal später war klar, dass die Seahawks darauf nicht würden antworten können. So gewann Green Bay das erste Spiel der Saison 2017/18. Und Rodgers? Der war für starke 311 Yards bei einer Completion-Rate von 67 Prozent zu haben.

Beckham-Ausfall schmerzt Giants

Bereits vor dem Partie zwischen den Dallas Cowboys und den New York Giants gab es nur zwei Themen. Ezekiel Elliott, dessen Sperre zunächst aufgeschoben worden war und nun auf Eis gelegt wurde. Und Odell Beckham Jr., der die Partie verletzt verpasste.

Ohne seinen Superstar-Receiver tat sich New Yorks Quarterback Eli Manning extrem schwer. Dementsprechend wenig Zeit verbrachte die Giants-Offensive auf dem Feld. Stattdessen konnten es sich die Cowboys auf dem Rasen gemütlich machen. Bis zu siebeneinhalb Minuten hielt deren Spielmacher Dak Prescott seine Truppe auf dem Feld.

Nach drei Field Goals und einem Touchdown sahen sich die Gäste aus dem Big Apple auf einmal mit einem 0:16-Rückstand konfrontiert. Zur Halbzeit wohlgemerkt. Mit Ach und Krach erzielten die Giants nach der Pause ein Field Goal. Letztlich handelte es sich dabei aber nur noch um Ergebniskosmetik.

Die Abwesenheit Beckhams wollte Giants-Coach Ben McAdoo nach dem Spiel aber nicht als Ausrede gelten lassen: "Wir haben jede Menge Spieler, die offensive Plays machen können. Nicht nur Odell." Der Ausfall des 23-Jährigen sei auf gar keinen Fall eine Entschuldigung für die schwache Leistung, so der 40-Jährige.

Und Elliott? Der machte genau da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hatte. Abermals knackte "Zeke" die 100-Yard-Marke, landete schlussendlich bei 104 Yards verteilt auf 24 Läufe.

Die Ergebnisse im Überblick:

New England Patriots 27:42 Kansas City Chiefs
Buffalo Bills 21:12 New York Jets
Washington Redskins 17:30 Philadelphia Eagles
Tennessee Titans 16:26 Oakland Raiders
Houston Texans 7:29 Jacksonville Jaguars
Detroit Lions 35:23 Arizona Cardinals
Chicago Bears 17:23 Atlanta Falcons
Cincinnati Bengals 0:20 Baltimore Ravens
Cleveland Browns 18:21 Pittsburgh Steelers
Los Angeles Rams 46:9 Indianapolis Colts
Green Bay Packers 17:9 Seattle Seahawks
San Francisco 49ers 3:23 Carolina Panthers
Dallas Cowboys 19:3 New York Giants

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