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Rampenlicht: Vom SGE-Flop zum Super-Knipser

06.09.2017 10:27
Haris Seferović blickt auf eine herausragende Länderspielwoche zurück
© ANTON GEISSER
Haris Seferović blickt auf eine herausragende Länderspielwoche zurück

Viele bekannte Gesichter spielen weitgehend unbeachtet von der deutschen Presse im Ausland. sport.de blickt in dieser Woche auf einen ehemaligen Frankfurter mit neuer Torgarantie, einen spielentscheidenden Finnen und einen Ex-Mainzer, der zittern muss. Das Trio überzeugte in der zurückliegenden Länderspielwoche bei den WM-Qualifikationsspielen.

Neue Liebe, neues Glück

In Frankfurt als Unglücksrabe abgestempelt, ist Haris Seferović derzeit in Torlaune. Der 25-jährige erlebt zurzeit ein Hoch, wie es bei ihm selten der Fall war.

Dabei war nicht abzusehen, was für eine Entwicklung der Linksfuß nach seinem Aus in Deutschland nehmen würde. "Wir freuen uns total", meinte Manager Bruno Hübner nach seiner Verpflichtung im Jahr 2014 für 3,2 Millionen Euro. 86 Ligaspiele und 16 Tore später atmeten die Hessen auf, als der Abgang des Chancentods zu Benfica Lissabon in diesem Sommer beschlossene Sache war.

Schweizer Käse? Leistungsexplosion!

In Portugal avanciert er derweil zum Publikumsliebling. In vier Partien der Primeira Liga verbuchte er drei Treffer und führte seinen Klub mit dem entscheidenden Tor auch zum Gewinn des portugiesischen Supercups. "Ich freue mich sehr, dass alles gut läuft und ich hoffe, dass dieser gute Moment weitergehen wird", frohlockte Seferović kürzlich.

Diesen Trend setzt er aktuell auch in der Nationalelf der Schweiz fort. Nicht nur steuerte er beim 3:0-Erfolg gegen Andorra einen Doppelpack bei und schoss seine Mannschaft zu einem ungefährdeten Sieg. Auch in der nachfolgenden Begegnung in Lettland erzielte er beim 3:0 das Führungstor selbst. Zudem ließ dem Treffer eine mustergültige Vorlage zum 2:0 folgen.

Das Team von Nationaltrainer Vladimir Petković liegt auch dank des Stürmers nach acht Spieltagen mit drei Punkten Vorsprung vor Europameister Portugal auf Platz Eins der Gruppe B. "Er ist zu mehr als 50 Prozent an unserer erfolgreichen Serie beteiligt.", adelt ihn der Coach. 

Mit vier Toren in acht Quali-Spielen ist er auf jeden Fall ein wichtiger Faktor. In der derzeitigen Verfassung wird er noch einige Buden folgen lassen.

Traumtor und Island-Schreck

Auch Alexander Ring hat für sein Land getroffen. Der 1:0-Siegtreffer beim Spiel zwischen Finnland und Island geht auf das Konto des Mittelfeldspielers.

Der vormalige Gladbacher und Kaiserslauterer spielte zwischen 2012 und 2017 in den beiden höchsten deutschen Spielklassen und ist inzwischen für New York City FC in den USA am Ball.

Dort netzte er in 24 MLS-Spielen zwar noch nicht. Dafür bewies er in der WM-Qualifikation, dass er durchaus torgefährlich ist. Wunderschön schlenzte er einen Freistoß direkt ins Gehäuse der Insulaner.

Einziger Wermutstropfen: An den WM-Chancen der Skandinavier hat sich dadurch nichts verändert. Mit sieben Pünktchen liegt Finnland deutlich abgeschlagen hinter Kroatien, Island, der Türkei und der Ukraine auf Rang Fünf und kann nicht mehr in die Endrunde einziehen.

Lange Gesichter statt breites Grinsen

Damit sein Land 2018 nicht auch nur zuschauen darf, braucht das chilenische Nationalteam um Gonzalo Jara dringend bessere Auftritte als zuletzt. Einem 0:3 gegen Paraguay folgte ein 0:1 in Bolivien. So ist die Qualifikation für die WM mehr als fraglich.

Mit Enttäuschungen kennt sich der Defensivmann bereits aus. Anders ist seine Zeit bei Mainz 05 nicht zu beschreiben. "Zusätzliche Stabilität" versprach sich Ex-Manager Heidel von Jara, als er ihn 2014 zu den Rheinhessen lotste.

Am Ende stand ein zweijähriges Intermezzo, mit dem alle Seiten unzufrieden waren. 2016 schließlich zog es ihn nach nur 23 Bundesligaspielen zurück in die Heimat zu CF Universidad de Chile.

Im Nationalmannschaftsdress ist er aus der Abwehr dagegen nicht wegzudenken. Allerdings wird auch Jara eine Leistungssteigerung brauchen. Vier Gegentreffer in zwei Partien sind ein klares Zeichen dafür, dass sich die Hintermannschaft noch verbessern muss - somit auch der 32-jährige. Nur dann bestehen noch Chancen auf die WM.

Jan Bugla

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