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Brüder Eggestein auch in der U21 vereint

04.09.2017 13:18
Maximilian Eggestein (l.) spielt zusammen mit seinem Bruder Johannes in der U21
Maximilian Eggestein (l.) spielt zusammen mit seinem Bruder Johannes in der U21

Ein Brüderpaar hat in der deutschen U21 Seltenheitswert. Die Bremer Johannes und Maximilian Eggestein haben zu Beginn der EM-Qualifikation gemeinsam den Sprung ins Team geschafft.

Vorlage Maximilian, Tor Johannes: Den Traum ihres Großvaters haben die Brüder Eggestein im Profifußball bislang noch nicht erfüllt. So nah dran wie in diesen Tagen waren die "doppelten Eggesteins" diesem Ziel aber noch nie.

Denn Maxi und Jojo spielen aktuell nicht nur bei Werder Bremen Seite an Seite, sondern neuerdings sogar bei der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Von einem "kleinen Familienausflug" spricht dann auch Johannes Eggestein vor dem Start in die EM-Qualifikation am Dienstag (19:00 Uhr im Liveticker) gegen den Kosovo. Da der Weg nach Osnabrück ein kurzer ist, werden auch die Eltern wieder vor Ort die Daumen drücken.

Und vielleicht wie schon am Freitag gegen Ungarn (1:2) jubeln dürfen, als "Junior" Johannes kurz nach seiner Einwechslung traf und zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

"Das Ungarn-Spiel war aufregend"

Sowohl Maximilian als auch Johannes gaben in Paderborn ihr U21-Debüt, gleichzeitig auf dem Platz waren sie aber nicht. Eine Kuriosität ist schon die gemeinsame Nominierung, Brüderpaare haben in deutschen U-Mannschaften wegen des Altersunterschiedes Seltenheitswert.

In der U21 schafften es bislang nur die Halbbrüder Kevin-Prince und Jérôme Boateng gemeinsam auf den Rasen, Toni und Felix Kroos verpassten sich knapp.

"Es war schon überraschend, dass wir beide bei der U21 sind. Das Ungarn-Spiel war aufregend", sagt Johannes Eggestein. Der jüngere Bruder könnte sogar noch für die U20 spielen, doch 24 Tore in 39 Junioren-Länderspielen überzeugten Kuntz. "Ich bin richtig stolz, dabei zu sein. Auch unsere Eltern und unsere kleine Schwester haben sich sehr darüber gefreut, dass ich mit Maxi jetzt auch in der Nationalmannschaft zusammenspiele", sagte der Stürmer bei "dfb.de".

Schon bei Werders Pokalspiel gegen Würzburg (3:0) im August hatte das Duo für Schlagzeilen gesorgt, nie zuvor in der Vereinsgeschichte hatte ein Brüderpaar in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden.

Bis dahin war es ein langer Weg: Werder hatte 2011 erst Maximilian, zwei Jahre später auch Johannes geholt. Zwischen ihren jeweils ersten Bundesligaeinsätzen lagen ganze 1001 Tage.

Auch außerhalb des Platzes wieder vereint

Inzwischen wohnen Johannes und Maximilian Eggestein wieder fast nebeneinander, kochen abends zusammen oder schauen gemeinsam Fußball. "Ich bereite das Essen zu. Und er isst es dann", sagte Maximilian unlängst dem Weser-Kurier über das enge Verhältnis: "Wir verbringen viel Zeit gemeinsam, aber haben auch genug Zeit für uns alleine. Jeder muss seinen Weg finden, und natürlich unterstützen wir uns dabei gegenseitig."

Das gilt nun auch im DFB-Trikot, wenn auch auf verschiedenen Positionen. Denn während Johannes auf Torjagd geht, zieht Maximilian im Mittelfeld die Fäden. "Er ist gut im Defensivzweikampf, kann aber auch den entscheidenden Pass in der Offensive liefern", sagt Johannes.

Klingt nach besten Voraussetzungen für die Erfüllung von Opas Traum.

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