Anzeige
Anzeige

Rosberg: Vettel hat "Emotionen nicht im Griff"

09.08.2017 08:59
Nico Rosberg (r.) tadelte Sebastian Vettel (l.)
Nico Rosberg (r.) tadelte Sebastian Vettel (l.)

Nico Rosberg hat sich von Sebastian Vettels Ausraster in der Safety-Car-Phase von Baku, als er Lewis Hamilton rammte, überrascht gezeigt. Er tadelte den Ferrari-Piloten - hatte aber auch ein Lob für ihn übrig.

"Man weiß es ja von ihm, dass er seine Emotionen nicht im Griff hat. Letztes Jahr hat er in Mexiko den Rennleiter über Funk beschimpft. Aber in der Extremität hat es mich dann doch überrascht", sagte Rosberg der "Sport Bild". Mit seinem Rempler gegen Hamilton sei Vettel das Risiko eingegangen, den Sieg wegzuschmeißen. Der Ferrari-Fahrer hatte den Mercedes-Piloten gerammt, da dieser ihm zu langsam aus der Safety-Car-Phase heraus fuhr.

Daraus leitete Rosberg aber auch ein Lob für Vettel ab. "Diese dicke Haut, die Konsequenzen eines solchen Handelns zu tragen, das ist auch eine Stärke von Sebastian. Kurzfristig und in dem Moment mag das schwach wirken – über eine ganze Saison hinweg kann diese Abgebrühtheit den Unterschied machen", erklärte der noch amtierende Weltmeister. "Der Grundcharakter ist allen Widerständen zum Trotz auf Sieg gepolt – das kann nicht schaden."

Rosbergs Sympathien gehören immer noch seinem Ex-Team. "Ich drücke Mercedes die Daumen. Aber keinem speziellen Fahrer", sagte er. Sebastian Vettels Ferrari mische im Moment dank der guten Arbeit im Winter vorne mit, bis zum Saisonende könne die Scuderia aber nicht mit den Silberpfeilen mithalten, erklärte Rosberg.

"Es fehlt mir nichts"

Im vergangenen Jahr hatte er sich mit seinem ewigen Rivalen Hamilton ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel geliefert. Nach seinem Rücktritt wurde er vom Finnen Valtteri Bottas ersetzt. Seinen Rücktritt bereut Rosberg bis heute nicht. "Ich bin mit der Entscheidung, nach dem WM-Titel aufgehört zu haben, sehr glücklich. Jetzt ist nicht mehr der Rennkalender mein Chef, sondern ich bin es! Es fehlt mir nichts", sagte er klar und deutlich.

Auch zu Gerüchten, er werde bald einen Posten bei Mercedes in der Formel E übernehmen, äußerte sich der 32-jährige Rosberg. "Im Moment ist das kein Thema, aber ich bin natürlich offen", meinte er. Die Formel E sei spannend: "Das wird in Zukunft ein Schlachtfeld der Hersteller, um die eigenen Fortschritte in Sachen E-Mobilität zu demonstrieren."

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Belgien GP 2017

1DeutschlandMercedes1:24:42.820h
2ItalienFerrari+2.358s
3ÖsterreichRed Bull Racing+10.791s
4ItalienFerrari+14.471s
5DeutschlandMercedes+16.456s
6FrankreichRenault+28.087s
7USAHaas F1+31.553s
8GroßbritannienWilliams+36.649s
9IndienForce India+38.154s
10ItalienToro Rosso+39.447s
Anzeige
Anzeige