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McLaren setzt programmierte Überraschung um

29.07.2017 21:40
Zufriedenheit im McLaren-Camp
Zufriedenheit im McLaren-Camp

Auf das traditionelle Tennismatch zum Ausklang eines Formel-1-Tages muss Fernando Alonso mittlerweile verzichten.

"Das ist mittlerweile nicht mehr drin, weil es hier und da zwickt", zwinkert der spanische Doppelweltmeister. Doch die leichten Schmerzen wird er gerne in Kauf nehmen, schließlich hat er mit Platz acht sein zweitbestes Qualifying-Ergebnis der Saison eingefahren. Es wird sogar noch als Geburtstagsgeschenk Startplatz sieben aufgrund der Getriebe-Strafe gegen Nico Hülkenberg.

Damit startet Alonso beim Großen Preis von Ungarn 2017 wie schon in Katalonien von der siebten Position. Ganz unerwartet kam das nicht, denn für McLaren ist der Hungaroring die größte Chance neben Monaco, ein gutes Resultat einzufahren. Und bekanntermaßen war Alonso im Fürstentum nicht am Start.

"Ich bin zufrieden mit meiner Runde", sagt das Geburtstagskind im Hinblick auf seine Zeit von 1:17.549 Minuten, womit er 0,345 Sekunden schneller war als Teamkollege Stoffel Vandoorne, der neben ihm aus der vierten Reihe starten wird.

"Platz sieben und acht ist das Maximum"

McLaren-Honda wurde einiges im Vorfeld des Ungarn-Grand-Prix zugetraut, manche sprachen sogar davon, dass das Traditionsteam die Spitzenteams würde ärgern können. Soweit kam es nicht. "Die ersten drei Teams sind außer Reichweite, aber das war uns vorher klar", bremst Alonso die Euphorie. "Platz sieben und acht ist das Maximum und morgen starten wir als Siebter und Achter." Das Auto habe sich gut angefühlt, aber "es fühlt sich ja meistens gut an, nur sind wir stark von der Länge der Geraden abhängig. Ungarn ist ein langsamer Kurs. Da sind wir halt konkurrenzfähiger."

Zwar beschreibt er seinen 36. Geburtstag, zu dem McLaren am Samstagabend eine kleine Feier veranstaltete, durchaus als einen "Happy Birthday", aber noch ist Fernando Alonso nicht gänzlich zufrieden: "Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das bin ich, wenn wir um Pole-Positions kämpfen."

An ihm selbst solle es nicht liegen. Zwar leidet die Physis unter dem gehobenen Alter ein wenig, aber dafür hilft die Erfahrung: "Man ist besser vorbereitet, man hat mehr Erfahrung, man weiß, wie man mit den Starts umgeht, wie man die Reifen vorbereitet und in der Einführungsrunde anwärmt, wie man die Boxenstopps angeht und so weiter. Wenn man alles zusammennimmt, bin ich sicher ein besserer Fahrer als vor zehn Jahren."

Holt Vandoorne seine ersten WM-Punkte?

Stoffel Vandoorne erfüllte sein Soll und geht neben seinem erfahrenen Teamkollegen von Startplatz acht ins Rennen. "Es ist gut, beide Autos im Q3 zu haben", strahlt der Belgier. "Bis jetzt war es ein positives Wochenende. Wir lagen eigentlich die ganze Zeit in den Top 10 und sahen stark aus. Ich hatte ein gutes Gefühl im Auto. Unser Chassis ist in den Kurven sehr gut. Ob es so gut ist wie Ferrari und Mercedes, ist schwer zu sagen. Aber am wichtigsten ist, dass wir das Maximum aus unserem Paket heute rausgeholt haben."

Vandoorne folgte Alonso in allen QualifyingSegmenten wie ein Schatten, war aber immer leicht langsamer als der Teamkollege. Dennoch zeigte er wieder einmal, dass er gegenüber dem Saisonbeginn mittlerweile deutlich stärker geworden ist. Auch hatte bislang noch kein McLaren-Pilot Motorenprobleme - bis auf ein kleines MGU-H-Problem bei Vandoorne an einer Antriebseinheit, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. "So weit, so gut. Wir versuchen einfach, unsere Arbeit zu machen", bleibt der 25-Jährige diplomatisch. "Aber es muss morgen halten."

"Punkte hat das Team bitter nötig"

Und im Rennen ist noch nicht in Stein gemeißelt, dass McLaren mit beiden Fahrzeugen satt punktet. "Renault war wohl die größte Überraschung für uns. Die sind wirklich konkurrenzfähig. Nico hat eine wirklich gute Runde gefahren und sie stellen morgen eine Gefahr für uns da", warnt Alonso. "Andererseits ist Überholen auf dieser Strecke schwierig. Viel hängt von der Strategie ab. Die Reifen nutzen sich kaum ab. Das hilft uns. Wenn wir einen guten Start hinbekommen, ist die Chance groß, die Positionen zu halten. Und das ist unser Ziel."

McLaren wird versuchen, die nötigen Punkte für die Konstrukteurswertung mitzunehmen, um Sauber hinter sich zu lassen. Noch fehlen drei Punkte. "Punkte hat das Team bitter nötig", weiß Alonso. Und Vandoorne ist noch gänzlich ohne Zähler. Die ersten WM-Punkte seiner Formel-1-Karriere winken.

 

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