Anzeige

Histourie: 253 Kilometer Einsamkeit

11.07.2019 07:04
Albert Bourlon hält den Rekord für die längste Flucht der Tour-Geschichte
© unknown
Albert Bourlon hält den Rekord für die längste Flucht der Tour-Geschichte

Der Blick in die Archive der Tour de France offenbart zahlreiche spannende Momente aus 115 Jahren Frankreich-Rundfahrt. Diesmal: die längste Flucht der Geschichte.

11. Juli 1947: Albert Bourlon war ein furchtloser Mann. Besonders an diesem 11. Juli trat diese Eigenschaft zum Vorschein. Die Etappe war gerade gestartet, da griff Bourlon energisch an, nur folgte ihm keiner und ein einsamer Tag begann. 253 Kilometer zwischen Carcassonne und Luchon hatte Bourlon vor sich.

Bourlon ließ sich nicht irritieren und stiefelte davon. Er hielt dieses waghalsige Unterfangen sogar durch, wurde von seinen Verfolgern nicht mehr eingeholt und feierte auf dieser 14. Etappe seinen größten Sieg. Und nicht nur das: Bis heute hält Bourlon mit seiner kühnen Aktion den Rekord für die längste Flucht in der Geschichte der Tour de France.

Es blieb die eindrücklichste Leistung seiner sportlichen Laufbahn. Die Erinnerung an den 2013 mit 96 Jahren verstorbenen Bourlon lebt zumindest in Bourges fort. Dort wurde posthum ein Velodrom nach dem mutigen Mann benannt, der sich im Zweiten Weltkrieg aus der Gefangenschaft befreite, nach Rumänien flüchtete und dort umgehend ein Radrennen gewann.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige